Netzwerk Sektenausstieg e.V.

Hier haben wir zahlreiche Informationen zu unterschiedlichen Organisationen gesammelt. Viele Lebensberichte geben Aufschluss über das Leben in einer Sekte.

Diese Dokumentation verfolgt das Ziel, den in einer Sekte "Eingeschlossenen" Informationen zu geben, zu denen sie sonst vielleicht keinen Zugang haben. Dies kann ihre Sichtweise erweitern und ihnen helfen, sich ein objektiveres Gesamtbild über ihre Gemeinschaft zu verschaffen. Ferner möchten wir die Bevölkerung über die Lehren, und die Art und Weise, mit der Sekten ihre Mitglieder an sich binden, informieren.

Wir benutzen den Begriff "Sekte" statt der sonst üblichen Umschreibung "religiöse oder weltanschauliche Gruppierung", da diese Bezeichnung u.a. dem allgemeinen Sprachgebrauch entspricht (siehe auch Begriff "Sekte" der AGPF).

Tenzin Peljor verspürte, nachdem er die Vier Edlen Wahrheiten gelesen hatte, den Wunsch buddhistischer Mönch zu werden. Neben dem Christentum, Hinduismus, Sufismus und Schamanismus, die er schon ausprobiert hatte, wollte Tenzin Peljor einen weiteren spirituellen Weg für sich auf die Probe stellen. Deshalb, aufmerksam geworden durch ein Poster, besuchte er Ende 1995 das Dipankara Zentrum der Neue Kadampa Tradition kurz NKT, in Berlin Kreuzberg. Im Jahre 1998 wurde er Mönch in der NKT, wo er 4 Jahre Jahre verbrachte. Weitere 2½ Jahre lebte er in einer Abspaltung der NKT, der Klosterschule Ganden Tashi Choeling (GTC), die er für noch destruktiver und freiheitsberaubender als die NKT beschreibt. Anfangs haben ihm die Literatur und die Strukturen dieser Gruppen geholfen, aber letztendlich hat er gemerkt, dass es sich bei der NKT und bei Ganden Tashi Choeling um destruktive Gruppierungen, sprich Sekten handelte.

Im Januar 2015 gründete ein Mann namens Sebastian Gronbach, zusammen mit seiner Frau einen Ashram in der Nähe von Bonn. Sie nannten ihn „Anahata Akademie für gesunde Lebensweise“, kurz Ashram 2.0. Damals bezeichnete sich Herr Gronbach noch als „spiritueller Leiter, Mediator und Autor“. Kurze Zeit darauf ernannte er sich zu einem „evolutionären-integralen Guru“. Die neue religiöse Bewegung „Sacred Human“ zu Deutsch „Heiliger Mensch“ wurde im Sommer 2017 gegründet. Außerdem wurde Ende 2017 ein zweiter Ashram im Chiemgau von Joachim Wetzky und seiner Lebensgefährtin Susanna Machowinski gegründet. Diesen lösten sie nach ihrem Ausstieg wieder auf.

Joachim Wetzky war einer der ersten „Schüler“ von Sebastian Gronbach, in der Zeit von April 2014 bis November 2018. Er ist Diplom-Psychologe, Coach, Achtsamskeitstrainer und Buchautor.
Susanne Machowinski war „Schülerin“ von August 2015 bis November 2018. Heute studiert sie Philosophie und Gesellschaftswissenschaften.
Beide haben sich im Kult kennengelernt, sind ein Paar und haben den Kultausstieg gemeinsam gemeistert und darüber hinaus einen bemerkenswerten Report geschrieben.

Eine hochkarätig besetzte Tagung versuchte im nordhessischen Hofgeismar den Brückenschlag zwischen Glauben und Wissen

In vielen Religionen, vor allem in fundamentalistischen Sekten und neureligiösen Bewegungen, findet sich als grundlegende Basis des eigenen Selbstverständnisses die Vorstellung eines kreationistischen Schöpfungsglaubens, der die Entstehung des Lebens auf der Erde göttlicher Einwirkung zuschreibt. Damit einher geht die schroffe Ablehnung naturwissenschaftlicher Lehren wie der von Charles Darwin (1809-1882) begründeten Evolutionslehre. Während unter Naturwissenschaftlern die 1942 daraus abgeleitete Evolutionstheorie allgemein anerkannt ist, sind in der Öffentlichkeit kreationistische Vorstellungen weit verbreitet. Glauben und Wissen, religiöses Dogma und wissenschaftliche Empirie - unversöhnliche Gegensätze? „Schöpfung und Evolution – ein Widerspruch?“ - Am Wochenende des 16.-18. März 2018 versuchte die Evangelische Akademie Hofgeismar dem schwierigen Dialog zwischen Naturwissenschaft und Religion neue Impulse in einer „alten“ Fragestellung zu geben.

Laut Kinderrechtsorganisation „Save the Children“ lebten im Jahr 2016 rund 700 Millionen Frauen und Mädchen in einer Ehe, die sie als Kinder eingehen mussten. Trotz immer moderner werdenden Kulturkreisen wird gleichzeitig davor gewarnt, dass diese Zahl noch weiter steigen könne, wenn die Politik keine Maßnahmen ergreift. Wo Kinderehen besonders häufig vorkommen und welche Gefahr dabei von Sekten ausgeht, erfahren Sie in diesem Artikel.