Netzwerk Sektenausstieg e.V.

NotizenFür die Mehrheit der Zeugen Jehovas gilt eine ganz einfache Weltanschauung. Auf der einen Seite "die Wahrheit" und auf der anderen "die Welt". Hier hohe moralische Ansprüche und dort jede Form von Unmoral. Kinderschänder kommen nach dieser simplifizierten Denke nur unter katholischen Geistlichen vor, genauso wie Betrüger, fremdgehende Ehemänner und drogensüchtige Kinder. Das die Realität ganz anders aussieht, merkt man erst, wenn man sehr viele Kontakte unter Zeugen Jehovas hat. Und wenn man systematisch die Berichterstattung in den Medien beobachtet.

Der Aufruf kommt jedes Jahr. Pünktlich im November, wenn sich die meisten Menschen in Deutschland auf ihr Weihnachtsgeld freuen, erscheint im Wachtturm ein Artikel, in dem deutlich auf die Möglichkeiten hingewiesen wird, wie man der WTG sein Geld vermachen kann.

Eine Alternative besteht darin, augenblicklich nicht benötigtes Geldvermögen der WTG zu überweisen, um es dann jederzeit wieder zurück zu erhalten, wenn es später vielleicht dringend benötigt wird. Eine "Vorkehrung", die schon manchen Zeugen Jehovas dazu "ermuntert" hat, sein Sparbuch zu leeren, um das Geld für die "Königreichsinteressen" zur Verfügung zu stellen.

Ein Dossier von Uta Andresen & Petra Lutz

Sie waren nie Hitlers willige Vollstrecker, wie es neben ihrem Gott Jahwe weder eine weltliche Instanz noch einen Führer geben kann. Selbst ein demokratischer Staat wie Deutschland ist den Zeugen Jehovas nur ein unzulängliches Gebilde von Menschenhand, von dem sie sich fernzuhalten haben.

Von einer Organisation, die sich selbst als nichts Geringeres bezeichnet als "Gottes Organisation auf Erden" sollte man eigentlich erwarten, daß sie zumindest die elementarsten moralischen Grundwerte beherrscht.

Seit vergangenen Dienstag wird im Bürgerhaus Bornheim die Ausstellung „Standhaft trotz Verfolgung – Jehovas Zeugen unter dem NS-Regime" präsentiert. Anlaß genug für eine kontroverse Diskussion über die Rolle der Wachtturm-Gesellschaft – gestern und heute.