Netzwerk Sektenausstieg e.V.

NotizenFür die Mehrheit der Zeugen Jehovas gilt eine ganz einfache Weltanschauung. Auf der einen Seite "die Wahrheit" und auf der anderen "die Welt". Hier hohe moralische Ansprüche und dort jede Form von Unmoral. Kinderschänder kommen nach dieser simplifizierten Denke nur unter katholischen Geistlichen vor, genauso wie Betrüger, fremdgehende Ehemänner und drogensüchtige Kinder. Das die Realität ganz anders aussieht, merkt man erst, wenn man sehr viele Kontakte unter Zeugen Jehovas hat. Und wenn man systematisch die Berichterstattung in den Medien beobachtet.

Für die Zeugen Jehovas gehört Kritik an der "falschen" Religion zur Selbstverständlichkeit. Schließlich muß man die anderen niedermachen, um sich selbst erhöhen zu können. Und so steckt denn auch die Wachtturm-Literatur voller Attacken gegen die großen Kirchen.

Der Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank hat sich besserer Einsicht gebeugt. Zur Eröffnung einer Ausstellung der Zeugen Jehovas am kommenden Montag wird er kein Grußwort sprechen.

Ein Artikel aus der österreichischen Zeitung Der Standard sorgte unter Zeugen Jehovas für beträchtlichen Wirbel. Hatte sich doch herausgestellt, daß ein gesuchter Serienmörder "in der Wahrheit" aufgewachsen war.

Anläßlich eines Vortrags zum Thema "Die Bedeutung der Sekten für die Gesellschaft - dargestellt am Beispiel der Zeugen Jehovas", zu dem der Kreisverband der FDP in Karlsruhe eingeladen hatte, kam es zu heftigen Auseinandersetzungen.