Netzwerk Sektenausstieg e.V.

Die nachfolgenden Berichte und Erfahrungen sollen Aussteigern dabei helfen, ihre eigene Situation besser einzuordnen. Außerdem erlauben sie auch Außenstehenden und „Interessierten“ einen realistischen Einblick in die Denkwelt, die im Inneren der Sekte herrscht. Wer einen Beitrag für diese Rubrik hat, ist herzlich eingeladen, ihn uns zukommen zu lassen.

Meine Geschichte ist wahrscheinlich ziemlich klassisch, wenn es „die“ klassische Zeugen-Jehovas-Geschichte überhaupt gibt.

Ich wurde als zweites Kind einer in 2. Generation bei den Zeugen Jehovas aktiven Familie geboren. Meine Eltern hatten sich sehr ein Mädchen gewünscht und waren bei meiner Ankunft überglücklich.

Meine Kindheit und Jugend waren recht locker. Meine Eltern waren bereits in der „Wahrheit“ aufgewachsen. Sie waren sehr liberal und hielten nichts von übermäßiger Strenge und unsinnigen Verboten.

Es gab viele Gründe, warum wir die Gemeinschaft der Zeugen Jehovas verlassen haben. Zunächst muss ich sagen, jeder sollte das machen, was er für richtig hält.

Unsere Vorgeschichte ist so wie bei vielen anderen Ex-Zeugen Jehovas wohl auch. Wir sind in der Versammlung nur Mitläufer gewesen. Nie waren wir Vorbilder für andere Glaubensbrüder (nach deren Meinung).