Ein Jubiläum, das die Zeugen Jehovas ganz schön alt aussehen lässt

Im Juli 1948 fand in Kassel der erste Groß-Kongress der Zeugen Jehovas statt. 70 Jahre später erinnert in der Kasseler Documenta-Halle eine Ausstellung mit dem Titel „Widerstand und Neuanfang“ an dieses Ereignis. Sind die Zeugen Jehovas Widerstandskämpfer gegen das Dritte Reich gewesen oder nur Widerständler? Die Ausstellung selbst fällt recht bescheiden aus. Es fehlt jeglicher Bezug darauf, was damals eigentlich inhaltlich auf diesem legendären Kongress vermittelt wurde.

Spürbare Konsequenzen des Vortrags „Hüten wir uns vor Abtrünnigen“

In vielen Städten wurden dieses Jahr (Anmerkung: 2013) bereits die Bezirkskongresse der Zeugen Jehovas veranstaltet und finden immer noch statt. Ein besonderes Merkmal war und ist dabei das Thema einer Vortragsreihe „Hüten wir uns vor Abtrünnigen“, das samstags vormittags zu Gehör gebracht wird. An einem aktuellen Beispiel soll hier verdeutlicht werden, wie sich das Thema bereits auf die Zeugen Jehovas – und auf deren Angehörige und Freunde, die keine Zeugen Jehovas sind ‒ auswirkt. Am 29. Juli schrieb die ehemalige Zeugin Jehovas Barbara Kohout auf Facebook in der Gruppe „Ex-Zeugen Jehovas“ folgende Erfahrung aus ihrer Selbsthilfegruppe:

Loyalität bis zum Überdruss

Ein Bericht vom Besuch des Hamburger Regionalkongress 2016 der Zeugen Jehovas

Barclaycard ArenaAls er am letzten Freitag im Juli den diesjährigen Regionalkongress der norddeutschen Zeugen Jehovas in der Hamburger Barclaycard Arena eröffnete, war sich der Redner sicher, dass die Teilnehmer schon seit langen in ihrem Umfeld für dieses „ganz besondere“ Ereignis warben. Doch nicht nur gläubige Zeugen Jehovas und ihre Interessierten sind der Einladung gefolgt. Mit Martin, Annett und Solaris waren auch drei Vertreter aus dem Netzwerk Sektenausstieg unter den rund 8.000 Besuchern des ersten Tages der dreitägigen Veranstaltung.