Sind die Zeugen Jehovas politisch neutral? Wer ihre Geschichte nur an der Oberfläche kennt, wird dies sicher bejahen. Doch es gibt zahlreiche Dokumente, die genau das Gegenteil beweisen. Sie zeichnen das Bild einer Organisation, die ihren Mitgliedern Neutralität predigt, selbst aber zu jedem Kompromiss bereit ist, wenn er ihren eigenen materiellen Interessen dient.

Zeige mir, wer deine Freunde sind und ich sage dir, wer du bist, lautet ein geläufiges Sprichwort. Im Falle der Zeugen Jehovas dürfte die Antwort demnach recht eindeutig ausfallen. Wie die Praxis zeigt, pflegt nämlich die Wachtturm-Gesellschaft als Dachorganisation der Zeugen Jehovas beste Beziehungen zur übrigen Sektenwelt. Und sie umgibt sich immer wieder mit Leuten, die Scientology nahe stehen.

Die Zeugen Jehovas und der Staat

Wohl kaum eine Glaubensgemeinschaft hat ein solch zwiespältiges Verhältnis zu Staat und Gesellschaft wie die Zeugen Jehovas.

Da heißt es einerseits: “Ihr seid kein Teil der Welt” aber andererseits: “Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist” sowie: “Jede Seele soll den obrigkeitlichen Gewalten untertan sein”.

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Jehovas Zeugen dürfen jetzt zur Wahl gehen - dürfen sie auch wählen?

Mit dem Wachtturm (WT) vom 01.11.1999, S.28-29, erläutert die Wachtturm-Gesellschaft in Form einer ‘Frage von Lesern’ - eine von der ‘Leitenden Körperschaft’ der Zeugen gern gewählte Form zur Erörterung von Zweifelsfragen - ihre Einstellung zu politischen Wahlen, die damit als ‘Speise zur rechten Zeit’ die für Jehovas Zeugen (JZ) verbindliche Ansicht wiedergibt.

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