Ein totalitäres System, in dem Machtstrukturen nur von oben nach unten verlaufen, lädt zu Missbrauch geradezu ein. Das ist auch bei den Zeugen Jehovas nicht anders. Es verwundert daher nicht, wenn immer mehr Stimmen laut werden, die davon berichten, was hinter Wohnungstüren und bei geschlossenen Komiteesitzungen wirklich abgeht.

Junge Leute fragen sich: Wie häufig soll ich auf die Toilette gehen?

Man nehme ein völlig unsinniges Thema, setze Rhetorik und Sprachgebrauch des Wachtturms ein und schon entsteht ein Artikel, der auf beklemmende Art und Weise offen legt, welche Worthülsen und Spruchblasen sich hinter der "geistigen Speise" befindet, die das Leben eines Zeugen Jehovas bestimmt.

Zeugen Jehovas verzichten nicht auf die Rute

Über die Jahre hat die Wachtturm-Gesellschaft physischen Schmerz als „göttliches“ Mittel zur Erziehung der Kinder propagiert. Das Ergebnis war, dass viele Zeugen-Jehovas-Kinder körperlich misshandelt wurden.

Das Märchen von der Erwachsenen-Taufe

Zeugen Jehovas sagen gerne, dass ihr Glaube einzig und allein auf der Bibel beruht. Als Beweis dafür wird dann gerne angeführt, dass sie als "wahre Christen" keine Kindertaufe kennen.

Vielmehr hätte sich jeder Zeuge Jehovas nach ausführlicher Prüfung für diesen Glauben entschieden und dies als Erwachsener durch die Taufe symbolisiert. Eine Erklärung, die überzeugend klingt - wenn sie nur wahr wäre.