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Die WTG ist noch immer auf dem Erfolgsweg. Und zwar ganz besonders da, wo Unwissenheit und mangelnde Kommunikation am größten sind. Eine grafische Übersicht über die Zahl der Täuflinge 1972-1994 gibt Auskunft über eine besorgniserregende Entwicklung.

Täuflinge 1972-1994Die Grafik beruht auf dem Bericht der WTG und zeigt eindrucksvoll die Entwicklung der Täuflinge in den Jahren 1992 bis 1995. Dabei lassen sich folgende Schlußfolgerungen ziehen:

Der Einbruch nach 1975 ist nicht zu übersehen und deutet darauf hin, daß sich die Enttäuschung nach dem nicht eingetretenen großen Ereignis ganz offensichtlich auf Quantität und/oder Qualität des Predigtdienstes ausgewirkt hat. Seit 1979 war die große Enttäuschung offensichtlich wieder überwunden und bis 1990 bereits wieder der Stand vor 1975 erreicht. Die Wachstumskurve nimmt seither weiterhin zu und hat jetzt bereits die bisherige Rekordzahl von 1975 überschritten. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, wird bis zum Jahr 2000 die Schallmauer von 10 Millionen Zeugen Jehovas erreicht sein.

Wenn man berücksichtigt, daß parallel zur ständig wachsenden Anzahl an Täuflingen auch die Zahl der "Aussteiger” zugenommen hat, ergibt sich die Erkenntnis, daß von den rund 4 Millionen Zeugen, die zur Zeit gezählt werden, rund 3,5 Millionen erst nach 1975 getauft wurden. Das heißt, daß diejenigen, die das Fiasko von 1975 persönlich erlebt haben, heute schon in der Minderzahl sind. Dazu kommt, daß der größte Teil des Wachstums in Ländern verzeichnet wird, in denen kaum jemand etwas über die Geschichte der WTG weiß (und es aus ihren eigenen Schriften auch kaum erfährt).

Wie immer man es sieht und was immer man über die WTG denkt, wie es aussieht, sind sie noch immer auf dem Erfolgsweg. Und zwar verstärkt da, wo Unwissenheit und mangelnde Kommunikation am größten sind.