Netzwerk Sektenausstieg e.V.

Die Wachtturm-Gesellschaft hat ein System errichtet, das Kritik nicht duldet und für Andersdenkende keinen Platz hat. Und das, obwohl einige der Wachtturm-Lehren alles andere als wasserdicht sind.

Eine ganze Reihe der Lehren, welche "die Wahrheit" der Zeugen Jehovas ausmachen stehen auf äußerst wackligen Beinen. So zum Beispiel die Interpretation des "treuen und verständigen Sklaven", mit der die WTG ihre eigene Stellung zu untermauern sucht.

Wer glaubt schon einem Propheten, dessen Weissagungen noch nie eingetroffen sind. Die WTG ist ein solcher Prophet. Ihre gesamte Geschichte ist von Jahreszahlen geprägt, an denen nach angeblich „gesicherter Erkenntnis“ das „Ende dieses Systems der Dinge“ kommen wird.

Mit der Jahreszahl 1914 steht und fällt das Glaubensgebäude jedes Zeugen Jehovas, denn wenn 1914 nicht stimmt, leben wir auch nicht in der "Zeit des Endes" und alle Endzeiterwartungen haben jede Grundlage verloren. Doch wie so viele Lehren der Zeugen Jehovas steht auch diese zentrale Jahreszahl auf denkbar wackligen Füßen.

Jan Haugland hat sich mit dem Thema auseinandergesetzt und stützt sich dabei in wesentlichen Teilen auf das Buch Die Zeiten der Nationen näher betrachtet (Oros-Verlag, Altenberge; 1992) von Carl Olof Jonsson.

Zu den Merkmalen einer Sekte gehört eine möglichst umfassende Einflussnahme auf das Leben ihrer Mitglieder. Dabei darf natürlich eine möglichst restriktive Reglementierung der Beziehungen zwischen den Geschlechtern nicht fehlen.