Netzwerk Sektenausstieg e.V.

Zeugen Jehovas, die die Lügenmärchen der Sektenzentrale durchschaut haben und ausgestiegen sind, werden natürlich nicht gern gesehen. Doch die Wachtturm-Indoktrination geht über pure Angstmache mit Dämonen weit hinaus und macht noch nicht einmal beim Aufruf zur Büchervernichtung halt...

Wahre Christen teilen Jehovas Empfindungen gegenüber Abtrünnigen; sie möchten gar nicht wissen, was für Vorstellungen diese vertreten. Im Gegenteil, sie empfinden Ekel gegenüber denjenigen, die sich zu Gottes Feinden gemacht haben.

Der Wachtturm vom 1.10.1993

Wie sollten ein Vater, eine Mutter, Sohn oder Tochter, denen die Gemeinschaft entzogen wurde, von den übrigen Gliedern der Familiengemeinschaft behandelt werden?

Wir leben heute nicht unter theokratischen Nationen, wo solche Glieder unserer Familiengemeinschaft im Fleische ausgerottet werden können, weil sie von Gott und seiner theokratischen Organisation abgefallen sind, wie es in der Nation Israel in der Wüste Sinai und im Lande Palästina möglich und angeordnet war. "Du sollst ihn gewißlich töten. Deine Hand soll zuerst an ihm sein, ihn zu töten, und danach die Hand des ganzen Volkes; und du sollst ihn steinigen, daß er sterbe. Denn er hat gesucht, dich abzuleiten von Jehova, deinem Gott, . . . Und ganz Israel soll es hören und sich fürchten, damit man nicht mehr eine solche Übeltat in deiner Mitte begehe." - 5. Mose 13:6-11.

Da uns durch die Gesetze der weltlichen Nationen, unter denen wir leben, und durch die Gesetze Gottes durch Christus Jesus Schranken auferlegt sind, können wir nur bis zu einem gewissen Grade gegen Abgefallene Schritte unternehmen, das heißt in Übereinstimmung mit beiden Gesetzgebungen. Das Gesetz des Landes und das Gesetz Gottes durch Christus Jesus verbietet uns, Abgefallene zu töten, auch wenn sie Glieder unserer eigenen Blutsverwandtschaft sind. Gottes Gesetz verlangt jedoch von uns, den Entzug der Gemeinschaft mit der Versammlung anzuerkennen, und dies trotz der Tatsache, daß das Gesetz des Landes, in dem wir leben, von uns aus natürlicher Verpflichtung verlangt, mit solchen Abgefallenen unter einem Dach zu leben und mit ihnen Umgang zu haben.

Wachtturm vom 15.01.1953

Es wäre gefährlich, sich aus Neugier dazu verleiten zu lassen, ihre Schriften zu lesen oder ihren Lästerreden zuzuhören. Wir mögen zwar denken, dass für uns persönlich kein Risiko besteht, aber das wäre doch der Fall. Warum? Unter anderem deshalb, weil in der Literatur der Abtrünnigen Unwahrheiten mit 'glatten Worten' und "verfälschten Worten" dargelegt werden (Römer 16:17, 18; 2. Petrus 2:3). Was sollte man auch sonst vom Tisch der Dämonen erwarten? Und selbst wenn die Abtrünnigen irgendwelche Tatsachen anführen, sind diese gewöhnlich aus dem Zusammenhang gerissen mit dem Ziel, andere vom Tisch Jehovas wegzuziehen. Alle ihre Schriften kritisieren nur und reißen nieder. Darin ist nichts Erbauendes.

Wachtturm 1.7.1994 Seite 12

Wenn jemand zu uns sagt: "Das solltest du nicht lesen!" oder: "Hör dir das nicht an!", mögen wir versucht sein, seinen Rat zu übergehen. Bedenke jedoch, daß Jehova es ist, der uns durch sein Wort mitteilt, was zu tun ist. Was sagt er in Bezug auf Abgefallene? "Meidet sie" (Römer 16:17, 18), 'habt keinen Umgang mehr mit ihnen' (1. Korinther 5:11), und "nehmt ... [sie] niemals in euer Haus auf, noch entbietet ... [ihnen] einen Gruß" (2. Johannes 9, 10). Das sind nachdrückliche Worte, klare Anweisungen. Wenn wir aus Neugier die Schriften eines Abgefallenen lesen würden, wäre das nicht dasselbe, als wenn wir diesen Feind der wahren Anbetung direkt in unsere Wohnung einladen, uns mit ihm zusammensetzen und ihn über seine abtrünnigen Ideen berichten lassen würden?

Wir können die Sache wie folgt veranschaulichen: Angenommen, deinem jugendlichen Sohn sind durch die Post pornographische Schriften zugestellt worden. Was würdest du tun? Wenn er aus Neugier dazu geneigt wäre, sie zu lesen, würdest du dann sagen: "Ja, lies sie nur. Es wird dir nicht schaden. Wir haben dich ja von klein auf darüber belehrt, daß Unmoral etwas Schlechtes ist. Außerdem solltest du wissen, was in der Welt vor sich geht, damit du erkennst, daß sie wirklich schlecht ist."? Würdest du so argumentieren? Keinesfalls! Vielmehr würdest du mit Sicherheit auf die Gefahren hinweisen, die mit dem Lesen pornographischer Schriften verbunden sind, und verlangen, daß sie vernichtet werden. Warum? Weil ungeachtet dessen, wie fest jemand in der Wahrheit steht, sein Herz und sein Sinn in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn er seinen Sinn mit dem entarteten Gedankengut solcher Schriften nährt. Eine tief im Herzen lauernde falsche Begierde kann schließlich ein entartetes sexuelles Verlangen hervorrufen. Was wird die Folge sein? Jakobus sagt, daß eine falsche Begierde, wenn siebefruchtet wird, Sünde gebiert und die Sünde zum Tod führt (Jakobus 1:15). Weshalb sollte man also diese Kettenreaktion auslösen?

Nun, wenn wir unsere Kinder so entschieden vor dem Einfluß der Pornographie schützen würden, sollten wir dann nicht erwarten, daß unser liebevoller himmlischer Vater uns in ähnlicher Weise vor geistiger Unmoral schützt, wozu ja auch die Abtrünnigkeit zählt? Er sagt: Haltet euch von ihr fern!

Wachtturm 15.03.1986, Seite 13