Die Wachtturm-Gesellschaft veröffentlicht alljährlich einen Jahresbericht, in dem für praktisch jedes Land der Erde aufgeschlüsselt wird, wie viele Zeugen Jehovas es dort gibt, wie viele Stunden sie zum "Predigen der guten Botschaft" aufgewendet haben und wie viele Menschen sich als Folge davon als Zeuge Jehovas taufen ließen. Interessant ist dabei das Verhältnis zwischen Zeitaufwand und Ergebnis und die Zahl derjenigen, die im Laufe eines Jahres die "Wahrheit" verlassen.

Eine detaillierte Analyse der jährlichen Wachtturm-Berichte fördert interessante Gesichtspunkte zutage.

Steuernachforderung in Millionenhöhe (Frankreich)

Wer weder eine Religion noch ein gemeinnütziger Verein ist, muss in unserem Nachbarland Frankreich grundsätzlich 60% Steuern auf alle Einnahmen abführen.

Eine Regelung, die auch auf die Zeugen Jehovas zutrifft und der Wachtturm-Zentrale in Louviers jetzt einen Steuerbescheid über 303 Millionen Franc (rund 90 Mio. DM) beschert hat. Recht so meinen die Kenner der Sektenszene, denen schon lange ein Dorn im Auge ist, wie unter dem Deckmantel der Religion Millionengewinne gescheffelt werden. Skandal, geifert die Wachtturm-Gesellschaft und nimmt wieder einmal das öffentlichkeitswirksame Schlagwort von der Religionsfreiheit in den Mund.

Wer verliert mehr Mitglieder?

Wer verliert wohl mehr Mitglieder im Laufe eines Jahres? Die katholische Kirche? Die evangelische Kirche? Oder doch die Zeugen Jehovas? Folgende Gegenüberstellung mag viele Zeugen Jehovas erstaunen:

Mitgliederzahl auch 2001 weiter rückläufig

Die Zahl der Zeugen Jehovas weltweit hat sich 2001 - nach eigenen Angaben - um 1,7 Prozent erhöht. Eine Analyse des Berichts lässt jedoch erkennen, dass die Mehrung vor allem in der Dritten Welt stattfindet.