Sind die Zeugen Jehovas politisch neutral? Wer ihre Geschichte nur an der Oberfläche kennt, wird dies sicher bejahen. Doch es gibt zahlreiche Dokumente, die genau das Gegenteil beweisen. Sie zeichnen das Bild einer Organisation, die ihren Mitgliedern Neutralität predigt, selbst aber zu jedem Kompromiss bereit ist, wenn er ihren eigenen materiellen Interessen dient.

Zeige mir, wer deine Freunde sind und ich sage dir, wer du bist, lautet ein geläufiges Sprichwort. Im Falle der Zeugen Jehovas dürfte die Antwort demnach recht eindeutig ausfallen. Wie die Praxis zeigt, pflegt nämlich die Wachtturm-Gesellschaft als Dachorganisation der Zeugen Jehovas beste Beziehungen zur übrigen Sektenwelt. Und sie umgibt sich immer wieder mit Leuten, die Scientology nahe stehen.

Jehovas Zeugen vor dem Bundesverfassungsgericht

10:00 Uhr – Ein unwirkliches Bild: Bewaffnete Polizisten, Personenkontrollen und dazwischen: Männer mittleren Alters in dunkel gehaltenen Anzügen und Frauen im knielangen Rock und Bluse.

Die Polizisten schützen eine der wichtigsten Institutionen unserer Gesellschaft: Das Bundesverfassungsgericht.

Das Märchen von der christlichen Neutralität III

Die Wachtturm-Gesellschaft versucht, den Zeugen Jehovas zu verkaufen, dass ihr Streben nach dem Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts keine Verletzung der christlichen Neutralität darstellt. Dazu ein Auszug aus einem Vortrag, wie er auf den Bezirkskongressen 2001 gehalten wurde:

WTG war über mehrere Organisationen mit der UNO assoziiert

Grundsätzlich ist ja nichts dagegen einzuwenden, wenn sich eine religiöse Organisation - wie viele andere auch - als Nichtregierungs-Organisation (NGO) mit der UNO verbündet. Grundsätzlich ist auch nichts falsch daran, die Ziele der UNO zu fördern und Vorteile aus der Zusammenarbeit mit dieser weltweiten Organisation zu ziehen.