Sind die Zeugen Jehovas politisch neutral? Wer ihre Geschichte nur an der Oberfläche kennt, wird dies sicher bejahen. Doch es gibt zahlreiche Dokumente, die genau das Gegenteil beweisen. Sie zeichnen das Bild einer Organisation, die ihren Mitgliedern Neutralität predigt, selbst aber zu jedem Kompromiss bereit ist, wenn er ihren eigenen materiellen Interessen dient.

Zeige mir, wer deine Freunde sind und ich sage dir, wer du bist, lautet ein geläufiges Sprichwort. Im Falle der Zeugen Jehovas dürfte die Antwort demnach recht eindeutig ausfallen. Wie die Praxis zeigt, pflegt nämlich die Wachtturm-Gesellschaft als Dachorganisation der Zeugen Jehovas beste Beziehungen zur übrigen Sektenwelt. Und sie umgibt sich immer wieder mit Leuten, die Scientology nahe stehen.

Krasser Widerspruch zwischen Lehre und Wirklichkeit

Die Wachtturm-Gesellschaft tut seit rund zehn Jahren genau das, was sie anderen Religionen vorwirft, nämlich auf dem Rücken des "wilden Tieres" zu reiten, jenem symbolischen Wesen aus der Offenbarung, mit dem nach Ansicht der Zeugen Jehovas die Vereinten Nationen vorhergesagt werden.

Die Wachtturm-Gesellschaft und das Pinochet-Regime

Wie weit die WTG mit ihrer Anbiederung an politische Systeme geht ist nicht allein durch Dokumente aus der Hitler-Ära belegt. Zur Anklageerhebung gegen ex-Diktator Pinochet in Großbritannien wird man sogar in den WTG-Schriften fündig.

Gibt es wirklich 195.000 Zeugen Jehovas in Deutschland?

Zu den Voraussetzung zur Erteilung der Körperschaftsrechte gehört auch, dass die antragstellende Religionsgemeinschaft eine gewisse Größe aufweist, um als gesellschaftlich relevante Gruppe gelten zu können.

Warum wollen Zeugen Jehovas Gesellschaft des öffentlichen Rechts werden?

Die Bestrebung, Gesellschaft des öffentlichen Rechts zu werden, ist zwar vorerst gestoppt. So mancher Zeuge stellt sich jedoch die Frage, warum eine Religion, die sich selbst als "kein Teil dieser Welt" versteht, mit allen rechtlichen Mitteln um diese Rechtsform kämpft.