Netzwerk Sektenausstieg e.V.

Innerhalb weniger Tage nach dem Bericht im Guardian, in dem Mitglieder der Sekte Heuchelei vorwarfen, weil sie eine Organisation unterstützt, die sie intern selbst verurteilt, haben sich die Zeugen Jehovas in aller Eile von den Vereinten Nationen getrennt.

Nach dem Artikel am vergangenen Montag reagierte die in New York ansässige Leitung der Sekte auf eine UN-Anfrage, indem sie die Zeugen von einer Organisation disassoziierte, die sie als das scharlachfarbene wilde Tier aus der Offenbarung ansieht.

Die Wachtturm Bibel- und Traktatgesellschaft, als die die Sekte formell bekannt ist, hat weltweit 6 Millionen Mitglieder, 130.000 davon in Großbritannien. Sie war zehn Jahre lang im Verborgenen als nichtstaatliche Organisation mit der UN verbunden.

Von anerkannten Organisationen wird der Nachweis erwartet, dass sie die Ziele der UN unterstützen, die Zeugen werden jedoch von ihren Ältesten gelehrt, dass sie "das verabscheuenswürdige Ding in den Augen Gottes und seines Volkes" sei, weil sie angeblich wie Babylon die Große, das wilde Tier in der Offenbarung, nach der Weltherrschaft strebe. Die Sekte lehnt jede Form der politischen Teilnahme ab und versuchte zunächst die Tatsache herunterzuspielen oder zu leugnen, dass sie auf einer Website der UN auftaucht, auf der sie unter 1.500 assoziierten nichtstaatlichen Organisationen genannt wird.

Personen, die diese Beweise ans Tageslicht brachten, wurden der Abtrünnigkeit beschuldigt. Aussteiger werden insgeheim wie der Rest der Welt als "Vogelfutter" angesehen, denn nach der Prophezeiung der Bibel sei dies das Schicksal der Ungläubigen, deren Leichen von Krähen aufgefressen würden. Innerhalb weniger Stunden nach Erscheinen des Artikels auf der Website des Guardian am vergangenen Montag und seiner Veröffentlichung in einem Diskussionsforum der Zeugen Jehovas hatten ihn bereits 14.000 Menschen aus aller Welt gelesen. Bis gestern gab es 353 Stellen im Internet und 325 Diskussionsforen, in denen der Artikel und seine Enthüllungen diskutiert wurde, während Zeugen aus den USA nach Kopien der Zeitung verlangten.

Quelle: The Guardian, Großbritannien, 15.10.2001, Autor: Stephen Bates

Boas - cholerischer Vater und Fundamentalismus

Ja, es gibt schon zu viele von diesen Geschichten, welche die dramatischen Umstände schildern, was die Kindheit bei Zeugen Jehovas betrifft - zu viele deshalb, weil diese unschuldigen Kinder es eigentlich nie verdient haben, so erzogen zu werden.

Doch gibt es gerade ebenso zu wenige dieser Schicksalsberichte, denn nur wenn man anderen zeigt, dass es auch geht, aus dieser religiösen fundamentalistischen Gruppe auszusteigen - ja das es sogar berechtigte Gründe dafür gibt, eben kein Mitglied dieser „Religionsgemeinschaft“ mehr zu sein - nur dadurch kann man den anderen Mut machen sich für das richtige zu entscheiden.

Das Zeichen der letzten Tage - Wann?

Diese Betrachtung von Carl Olof Jonsson und Rud Persson widmet sich den Endzeit­prophezeiungen Jesu.

Zeugen Jehovas glauben, dass wir alle seit 1914 in der Zeit des Endes leben. Als Beweis führen sie unter anderem Matthäus 24 an. Jesus spricht hier von Erdbeben, Seuchen u.v.m.

Nie war es so schlimm wie seit 1914 ist die Kurzform ihres Argumentes. Doch was sagen historische Tatsachen? Wie steht es um Hungersnöte, Erdbeben, Seuchen, Kriege und Gesetzlosigkeit im Zeitablauf?