Umweltschutz als Türöffner für einen neuen Markt

James Pellechia, Leiter des Public Affairs Office in der Wachtturm-Zentrale in Brooklyn, besuchte am 13. Oktober 1997 das Zweigbüro der WTG in Selters, Deutschland. Er gab dort den nachfolgenden Bericht, der von einem Mitarbeiter des Zweigbüros aufgezeichnet wurde.

Pellechia, der schon bei seiner Promotions-Tour durch deutsche KZ-Gedenkstätten neue Gesichtspunkte über die Position der Zeugen Jehovas von sich gab, läßt auch hier ein Stück des wahren Charakters der WTG erkennen. Ein Beispiel dafür, daß die WTG sich selbst offensichtlich völlig anders sieht, als sie dem gemeinen Zeugen Jehovas glauben macht.

Nachdem die Möglichkeiten für steuerfreies Business in den Ländern der westlichen Welt stark eingeschränkt wurden, hofft man offensichtlich jetzt im fernen China auf die Erschließung eines riesigen Marktes auf dem Zeitschriftensektor.


Die Wachtturm-Gesellschaft wurde im Mai dieses Jahres als eines von zwanzig Unternehmen ausgewählt, die sich als beispielhaft für den Umweltschutz erwiesen haben. Die Chinese National Protection Agency hatte Besuche von Unternehmen in den Vereinigten Staaten vereinbart, die ihnen bei der Lösung von Umweltproblemen helfen sollten. Dabei ging es darum, Möglichkeiten zu schaffen, chinesische Beamte unter geschäftlichen Gesichtspunkten ansprechen zu können. Jehovas Zeugen konnten dabei ein umweltbewußtes und gesetzestreues Bild von sich abgeben. Wir hoffen, daß dies den Chinesen gezeigt hat, daß Zeugen Jehovas bereit sind, zum Wohlstand ihrer Menschen beizutragen. Sinn der Aktion war es, Möglichkeiten zu erforschen, um ein Netzwerk von Kontakten mit der chinesischen Regierung auf akademischer, technologischer und publizistischer Ebene aufzubauen und ein größeres Maß an Transparenz und Offenheit zu demonstrieren, um Mißverständnisse und Ängste über Zeugen Jehovas abzubauen.

Es ist zu hoffen, daß dadurch zumindest in einem kleinen Umfang ein Durchbruch für mehr religiöse Freiheit und natürlich das Predigtwerk erreicht werden konnte. Das Thema Umweltschutz vermittelte einen positiven Eindruck von unseren Umweltaktivitäten in Verbindung mit unserer Bautätigkeit und der Bewirtschaftung unserer Einrichtungen. Mit Hilfe von Hong Kong wurde ein Bericht in chinesisch und englisch verfaßt, in dem auch Deutschland erwähnt wird. Wir legten dar, daß wir 21 Druckereien besitzen, die zum Umweltschutz beitragen. Dabei wollten wir den Umweltverantwortlichen und Regierungsbeamten vor allem zwei wichtige Punkte bewußt werden lassen: Der eine ist, daß wir Artikel zum Thema Umwelt publizieren. In den letzten drei Jahren haben wir 80 Artikel zu Umweltthemen herausgegeben. Wenn ihnen also unsere Informationen oder Zeitschriften gefallen, könnte dies auch für die Massen in China von Vorteil sein. Der zweite Punkt ist, daß unsere Druckereien Beispiele sind, aus denen sie lernen können, was den Umweltschutz angeht. Als zum Beispiel einige Beamten sagten: "Wir werden auch Japan besuchen", antworteten wir: "Wir haben auch in Japan eine Fabrik". Als sie sagten: "Wir werden Finnland besuchen", sagten wir, "Wir haben auch in Finnland eine Fabrik" und wenn sie sagten: "Wir werden Australien besuchen", konterten wir: "Wir haben auch in Australien eine Fabrik". Auch als sie Länder wie Großbritannien und Deutschland erwähnten, sagten wir: "Wir haben auch dort Fabriken."

Bruder Henschel hatte die Gelegenheit, als Präsident der Watch Tower Society eine Erklärung abzugegen, in der er sagte, daß wir uns als Organisation verpflichtet fühlen, die Umwelt zu schützen. Die Broschüre wurde zusammen mit aktuellen Ausgaben des Magazins Erwachet!, in denen ebenfalls Umweltthemen angesprochen wurden, unterschiedlichen Regierungsbeamten überreicht, während wir 4 Städte besuchten.