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"Die Zeiten der Nationen - näher betrachtet" des schwedischen Autors Carl Olof Jonsson ist eine wissen­schaftliche Abhandlung aufgrund sorgfältiger und umfangreicher Recherchen, darunter eine ungewöhnlich detaillierte Untersuchung assyrischer und babylonischer Berichte in Bezug auf das Datum der Zerstörung Jerusalems durch den babylonischen Eroberer Nedukadnezar.

Dieses Buch geht der Spur einer langen Geschichte von Deutungstheorien in Verbindung mit aus den Bibelbüchern Daniel und Offenbarung entnommenen Zeitprophezeiungen nach. Es enthüllt den eigentlichen Ursprung der Deutung, die schließlich zum Jahr 1914 als dem vorhergesagten Ende der "Heidenzeiten" führte; einem Datum, das von den Zeugen Jehovas übernommen wurde und bis heute weltweit verkündet wird. Die Bedeutung dieses Datums für die exklusiven Ansprüche dieser Bewegung wird in deren Publikationen wiederholt betont. So hieß es beispielsweise im Wachtturm vom 15. Oktober 1990 auf der Seite 19: "Achtunddreißig Jahre vor 1914 wiesen die Bibelforscher, wie man Jehovas Zeugen damals nannte, auf dieses Jahr als dasjenige hin, in dem die Zeiten der Nationen enden würden. Welch hervorragender Beweis dafür, dass sie wahre Diener Jehovas waren!"

Das Buch enthält eine hilfreiche Erörterung, wie die biblische Prophezeiung über die "siebzig Jahre" babylonischer Herrschaft über Juda auszulegen ist. Die Leser werden die Passagen erfrischend anders als andere Publikationen zu diesem Thema empfinden.

Ein "höchst wertvolles Werk... Ich habe bereits die Aufmerksamkeit einer Reihe von Briefpartnern darauf gelenkt." (Donald J. Wiseman, Professor emeritus der Assyriologie an der Universität London, England)

Die Zeiten der Nationen näher betrachtet
4. revidierte und erweiterte Auflage
ISSN 978-3-00-023952-6

Finanziell und emotional ausgeblutet

Ich wuchs in einer typischen Familie von Jehovas Zeugen auf. Mein Vater wurde in jungen Jahren von einem Zeugen, nachdem er, 1978 aus der DDR flüchtend, in Braunschweig Fuß gefasst hatte, belehrt.

Er nahm die Lehren der Zeugen sehr ernst, und nahm, nachdem er seine Tätigkeit als Schweißer ausgeübt hatte, rege am Predigtdienst teil. Er ging von Haus zu Haus, stand bei Wind und Wetter in einer Einkaufsstraße, und ging mit den Ältesten mit, wenn sie ihn darum baten.

Geschichte der Zeugen Jehovas mit Schwerpunkt der deutschen Geschichte

In den letzten Jahren haben Jehovas Zeugen ihrer Öffentlichkeitsarbeit in Bezug auf ihr Schicksal im NS-Regime und der DDR einen höheren Stellenwert zugewiesen. Einige so bei Ihnen nicht dargestellte Details, beispielsweise über den Nazi Alfred Rosenberg, oder um die Geschehnisse anlässlich eines Prozesses 1935 in der Schweiz, um die sogenannten "Protokolle der Weisen von Zion", werden in ihrer Bezüglichkeit zu den Zeugen Jehovas beleuchtet.