Die nachfolgenden Berichte und Erfahrungen sollen Aussteigern dabei helfen, ihre eigene Situation besser einzuordnen. Außerdem erlauben sie auch Außenstehenden und „Interessierten“ einen realistischen Einblick in die Denkwelt, die im Inneren der Sekte herrscht. Wer einen Beitrag für diese Rubrik hat, ist herzlich eingeladen, ihn uns zukommen zu lassen.

Vom verlorenen Paradies ... zum wieder erlangten Leben

Es war ein kalter Tag im Oktober 1982. Ich stand am Straßenrand und wartete - nicht etwa auf den Bus oder die Straßenbahn, sondern auf den 311er Wartburg Oldsmobile, der mich zum größten Ereignis in meinem Leben als Jugendlicher fahren sollte - meine Taufe als Zeuge Jehovas.

Roberta - Fesseln abgeworfen

Jetzt, obwohl ich schon einige Jahre kein Zeuge Jehovas mehr bin, schreibe ich zum ersten Mal die ganze Geschichte auf.

Ich bin in "die Wahrheit" hineingeboren worden. Meine Vorschulkindheit habe ich eigentlich gar nicht in so schlechter Erinnerung, nur dass mir manchmal in den Versammlungen langweilig war.

Sandra - besser spät als nie

Nun schreibe ich sie doch, meine Lebensgeschichte.

Alles fing an als ich 16 Jahre war, oder ging es da vorerst zu Ende?

Mit 16 lernte ich eine gleich alte Zeugin Jehovas in der Schule kennen. Wir saßen zusammen und verstanden uns auch gut. Oft gab sie mir Zeitschriften und ähnliches. Aber gelesen habe ich nie etwas. Dann brachte sie mir 1988 das Offenbarungsbuch mit. Frisch vom Kongress und als ich eine Woche krank im Bett lag, las ich es dann.

Ein "Hirtenbesuch"...

Kaum sendet man einen Brief an "Selters", schon erweckt man das Interesse der Ältestenschaft der heimischen Versammlung...