Begeisterung und Ernüchterung - die knappe Biografie eines Aussteigers

Die folgende Niederschrift wird es guten und bösen Menschen leicht machen, mich zu identifizieren.

Um rechtliche Scherereien, wie Abmahnungen oder gerichtliche Auseinandersetzungen auszuschließen, erkläre ich hiermit, daß im Folgenden keine gerichtlich verwertbaren Tatsachenbehauptungen gemacht werden. Bei der folgenden Niederschrift handelt es sich um die Erinnerungen eines 74-jährigen Mannes an sein bisheriges Leben und eine Darstellung seiner gegenwärtigen Befindlichkeit.

Hintergrund

Geboren 1934, ältester von vier Geschwistern, katholisch erzogen, Meßdiener, ernst, eifrig, gläubig. Ich war empört, als mich ein älterer Bub aus meinem Dorf nach meiner Erstkommunion fragte: „Na, hat's geschmeckt?“. Mein damaliger Pastor weckte in mir die Wertschätzung für den Kirchenlehrer Augustinus, der auch der Patron unserer Dorfkirche ist. Ich las die Bekenntnisse des Augustinus.

1954 ging ich aus beruflichen Gründen in die Schweiz, erst nach Zug, dann nach Basel. Dort lernte ich 1956 meine Frau kennen. Sie war Ostflüchtling und hatte in Basel eine gute Stelle gefunden. Sie hatte im Haus ihrer Klavierlehrerin die Parterrewohnung gemietet. Ihr Klavierspiel gefiel mir und ich begann durch sie, mich für Musik zu interessieren. Oft hörten wir abends bei Kerzenlicht klassische Musik. Sie war evangelisch erzogen. Wir beide nahmen unsere Religion ernst. Ein Konflikt bahnte sich an. Durch eine Freundin meiner damaligen Verlobten kam ein Kontakt mit einem Zeugen Jehovas zustande, der uns bewies, daß weder die katholische, noch die evangelische Kirche im Recht sind. Die Wahrheit finde man nur in der Bibel. Er bot sich an, sie mit uns zu studieren. Kostenlos.

Endlich "die Wahrheit"!

Wir studierten und fanden die Wahrheit. In der Versammlung Kleinbasel arrangierten sie für mich eine von mir ausdrücklich gewünschte private Taufe. Ich wollte nicht bis zum nächsten Kongress warten, weil ich im Weihnachtsurlaub meine Familie vor vollendete Tatsachen stellen wollte. Die Taufe fand statt in der Badewanne des dortigen Aufsehers.

Wir heirateten Anfang 1960, nachdem wir aus Basel in mein Elternhaus übergesiedelt waren. Nur standesamtlich, keine religiöse Feier. Die Hochzeitsreise führte uns zu den Verwandten meiner Frau in der DDR. Der Bruder meiner Frau, ein intelligenter junger Mann, Mineralien- und Fossiliensammler, nahm mich mit auf eine Tour zu Ausgrabungsstätten prähistorischer Fossilien im Geiseltal. Ich versuchte ihn von der Schöpfung zu überzeugen. Daran glaubte er nicht. Er stellte mir die Frage: „Wie stellst du dir die Schöpfung vor? War da von einem Augenblick zum anderen zunächst nichts und dann alles?“. Ich war aber so gefestigt in meinem Glauben, daß mir ein solches Argument nichts anhaben konnte. Ich konnte einfach nicht begreifen, wie einem solch intelligenten Menschen die Wahrheit der Bibel nicht einleuchtete. Er meinte, der biblische Schöpfungsbericht sei einfach nur eine Deutung der damaligen Zeit über die Welt und wie sie entstanden ist. Ich konnte ihm und auch anderen Verwandten meiner Frau nicht helfen, die Wahrheit zu finden. Meine Schwiegermutter sagte damals, meine Argumentationsweise sei dialektisch. Zurück von der Hochzeitsreise übernahm ich das elterliche Haus und meine Frau und ich nahmen Kontakt auf zur nächsten Versammlung der Zeugen Jehovas. Ich war sehr eifrig, wurde Gebietsdiener, hielt selbst ausgearbeitete öffentliche Vorträge, hatte Bibelstudien. Ich besuchte meinen katholischen Pastor, vor dem ich als Kind solche Hochachtung hatte. Ich wollte mit ihm über meinen Übertritt zu den Zeugen Jehovas reden. Der war völlig überfordert und sagte nur, ich solle meine Ehe in Ordnung bringen, womit er wohl meinte, ich solle mich schnellstmöglich katholisch trauen lassen. Das war seine einzige Sorge, eine Diskussion mit mir wollte er nicht. Da war ich sowohl enttäuscht von ihm und seinen geistigen Fähigkeiten, aber auch gestärkt in meinem Glauben. Es stimmte also, daß nur die Zeugen Jehovas das Schwert des Geistes, nämlich Gottes Wort, richtig handhaben.

Kleine Zweifel

Meine Frau und ich überlegten, ob wir nicht in den Sonderpionierdienst gehen sollten. Es kam der Besuch des Kreisdieners, der mich über die Ernsthaftigkeit unseres Vorhabens befragte. Ich glaube heute, er war von meiner Glaubensfestigkeit nicht überzeugt. Als Mitglied der Ältestenschaft bekam ich auch interne Dinge mit. Ein Mitältester hatte eine Chemische Reinigung eröffnet. Er wurde vom Kreisdiener als nicht mehr würdig erachtet, im Ältestenteam zu dienen. Die Aussage des Kreisdieners damals, in etwa wörtlich: „Da steht in 5 Jahren ein riesiger Betrieb.“ Ich dachte, wieso denkt der über 5 Jahre nach, da ist doch längst Harmagedon vorbei. Das waren erste Zweifel; den Gedanken an Sonderpionierdienst habe ich dann aufgegeben. Auch andere Dinge machten mich manchmal stutzig. Auf dem ersten Kongress, den wir zusammen mit unseren Basler Freunden besuchten, ich glaube, es war in Nürnberg, spielte ein großes Orchester, dirigiert von Bruder Frost (ich glaube, so hieß er) aus dem Wiesbadener Bethel. Meine Freunde sagten mir, daß Bruder Frost das, was da vorgetragen wurde, selbst komponiert habe. Ich weiß nicht, ob das nur ihre persönliche Meinung war oder ob da vielleicht bewußt Legenden unter's Volk gestreut worden waren. Ich jedenfalls erkannte ein Thema aus einer Brahms-Symphonie, sagte aber nichts. Meine Frau und ich hatten damals das Glück, wirklich intelligente Zeugen Jehovas in der Versammlung als Freunde zu haben. Da war zum Beispiel ein Bruder, der im KZ Mauthausen gewesen war. Seine Vorträge hatten hohes Niveau. Er war zu der Zeit, als wir uns kennenlernten, beruflich sehr erfolgreich, war in einem großen Betrieb Chef der Einkaufsabteilung. Mit dem konnte man richtig vernünftig reden, nicht immer nur über die Wahrheit. Er sollte eine Ausnahme bleiben.

Stärkere Zweifel

Als eifriger Verkündiger hatte ich im Nachbardorf einen Lehrer ins Gespräch ziehen können. Er fragte mich, ob ich einverstanden wäre, wenn einige seiner Kollegen und er an einer gemeinsamen Diskussion mit mir und eventuell auch anderen Mitgliedern meiner Glaubensgemeinschaft teilnehmen könnten. Begeistert akzeptierte ich seinen Vorschlag. Einige Tage danach war der Basler Zeuge, der uns missioniert hatte, gerade in Rente gekommen und mit seiner sehr lieben Frau Gast bei uns zuhause. Er und ich gingen zu der verabredeten Diskussion. Der Lehrer waren's vier. Die hatten sich gut vorbereitet, hatten unterschiedliche Bibelübersetzungen und andere Literatur parat, argumentierten knallhart, wir verloren immer mehr an Boden. Nach etwa 2 Stunden Diskussion stellte einer von ihnen die einfache Frage an meinen Basler Freund: „Sagen Sie mal, hat Ihre Organisation in den Zwanzigerjahren ein Haus bereitgehalten, um die Getreuen des Alten Bundes aufzunehmen?“ Von einem solchen Thema wußte ich überhaupt nichts und war ob der Frage irritiert. Mein Basler Freund versuchte zunächst, die Sache zu relativieren, wollte weiter ausholen. Der Lehrer bestand auf der korrekten Beantwortung seiner Frage: „Nicht ausweichen, nicht erklären, sagen Sie einfach nur Ja oder Nein“. Er sagte „Ja“. Die Lehrer beendeten dann ihrerseits jede weitere Diskussion und wir zogen ab wie begossene Pudel.

Ernste Zweifel

Ich las sehr viel in der Bibel, nicht nur die von der Organisation empfohlenen Stellen und ich lernte einen Gott kennen, vor dem man Angst haben mußte. Da war ein Gott, der zum Völkermord aufrief, der ausdrücklich das Zerschmettern von Kindern forderte, einen Holzsammler steinigen ließ. Mit diesen entdeckten Ungeheuerlichkeiten konfrontierte ich meine Brüder in der Versammlung, auch die Ältestenschaft. Über deren Erklärungen war ich schlicht und einfach sprachlos. Sinngemäß: das sei alles eigentlich schon in Ordnung gewesen, das seien ja alles Götzendiener gewesen und was die Kinder betreffe, da seien eben die Eltern für verantwortlich. Auf meinen Einwand, was denn ein Kind dafür könne, daß seine Eltern Götzendiener sind, bekam ich stereotype Antworten. Ich merkte mit Entsetzen, daß bei diesen Menschen jedes Mitgefühl und Mitleid abgestorben war. Ich war so traurig, weinte viel, begann zu trinken, erlitt einen Nervenzusammenbruch. Aber was ist denn dann überhaupt wahr? Das konnte doch nicht sein, daß das alles verkehrt war, das war doch alles absolut logisch. Vielleicht lags ja an mir. Das Christentum kann doch nicht falsch sein. Dann ist ja alles falsch. Dann gibt es überhaupt keine Wahrheit, und das kann nicht sein.

Ausstieg

Ich beruhigte mich und machte mir klar, daß trotz einiger Mängel die Lehre der Zeugen Jehovas die einzig richtige Religion sein muß. Ende der 60er Jahre erdreistete sich die Wachtturmgesellschft, auf das Jahr 1975 als dem Ende der 6000-Jahre Menschheitsgeschichte in der Wachtturm-Literatur aufmerksam zu machen und gewisse Schlussfolgerungen und Verhaltensweisen nahezulegen. Man solle die noch verbleibende Zeit weise nutzen, möglichst im Vollzeitdienst unter Vernachlässigung weltlicher Interessen, wie zum Beispiel beruflichen Vorankommens. Das gab mir den Rest. Ich habe nicht gewartet, bis 1975 kommt, sondern habe ab sofort mit jedem, der es hören wollte oder auch nicht, argumentiert, daß das genauso wie all die anderen Vorhersagen der Zeugen Jehovas nicht stattfinden werde, hab ihnen sogar Wetten angeboten. Die damaligen 2 Wachttürme hatte ich mir aufbewahrt, um nach 1975 belegen zu können, was da geschrieben worden war. Die Witwe des Bruders, der Mauthausen überlebt hatte, sagte damals sinngemäß: „Also, wenn das dann auch nicht eintritt, dann beginne ich ernsthaft an meinem Glauben zu zweifeln.“ Sie tat's dann aber nach 1975 doch nicht, genausowenig wie meine Frau, deren Glaube auch heute noch durch nichts zu erschüttern ist. Die beiden Wachttürme hab ich dann nicht mehr gefunden und meine Frau weiß bis heute nicht, wo die hingekommen sind.

Für mich war dann Anfang der Siebzigerjahre endgültig Schluß. Ich betone, daß ich nicht das Jahr 1975 abwartete, sondern schon mindestens 5 Jahre vorher überzeugt war, daß da gar nichts passiert, was auch nur annähernd einem Weltuntergang gleichkommt. Die Zeugen Jehovas waren für mich falsche Propheten. Ein Bruder, den ich gut leiden konnte und der mich zurückholen wollte, kam mich besuchen. Ich wollte mit ihm diskutieren. Er fragte mich, ob er vorher ein Gebet sprechen dürfe. Ich sagte: „Nein“. Die Diskussion fand nicht statt. Auch keine weiteren. Von mir aus, wenn ihr das so handhabt. Diskutieren könnt ihr mit mir jederzeit, aber bringt Belege mit, wenn ihr zu mir kommt. Ich brauch keinen, der mit mir betet und meint, er könne mich anschließend mit Bibelsprüchen zusammenschlagen. Aufgepaßt, ich lese viel in der Bibel, vielleicht mehr als ihr, die ihr ja soviel Wachtturm-Literatur lesen und anstreichen müßt.

Berufliche Karriere

Stichwortartig: Abendschule, Zweiter Bildungsweg, Gehirn entrümpelt, sozusagen neue Möbel angeschafft: Bücher. Nicht die der Wachtturmgesellschaft, sondern kritische, solche wie „Ich suchte Adam“ von Herbert Wendt, „Am Anfang war der Wasserstoff“ von Ditfurt und viele andere neben der fachspezifischen betriebswirtschaftlichen Literatur. Wirtschaftsakademie. Lieblingsfach Kostenrechnung. Kurvendiskussionen an der Tafel mit Professor H. Saufen mit meinem Professor, der es über den zweiten Bildungsweg soweit gebracht hatte. Durch Empfehlung eine gute Stelle als Kalkulator in einem großen Betrieb bekommen. Volle Konzentration auf den Beruf. Anfang der 80er-Jahre eine Programmiersprache gelernt, Kalkulationen automatisiert, damit mich selbst aus der Kalkulation wegrationalisiert. Neue Aufgaben: Planung und Steuerung automatisieren, was in einem guten Team gelang. Anfang der 90er-Jahre wurde unsere Firma von den Amis übernommen. Der Konzern hatte Fabriken in Deutschland, Frankreich, Italien und Schweden. Ich wurde Mitglied eines Rationalisierungskommittees und war zuständig für unsere etwa 1.000 Leute in der Fabrik. Die Europazentrale war in Oberitalien, dort war ich oft als Konferenzteilnehmer. Die Konzernsprache ist englisch, damit kam ich zurecht. Auch kamen mir meine Italienischkenntnisse zugute, die ich in Basel im Kontakt zu italienischen Arbeitskollegen erworben hatte. Niemand im Konzern kannte meine religiöse Vergangenheit, es galt nur meine fachliche Kompetenz. Der Oberrationalisierer war ein Italiener, der sich damit brüstete, daß er schon für den FC Mailand gearbeitet habe. Unser Ziel wurde vorgegeben mit „Minus 20 Prozent“. Interner Witz damals: „Der FC Mailand spielt mittlerweile mit neun Mann.“. Die Personalreduzierung wurde ordentlich in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat abgewickelt, ohne Kündigungen, mit fairen Abfindungen. Anfang 1995 habe ich mich dann selbst endgültig wegrationalisiert und ging mit 60 in den Ruhestand.

Heutige weltanschauliche Position

Ich kann jedem nur den dringenden Rat geben, seinen eigenen Verstand zu gebrauchen. Der Kopf ist in erster Linie der Sitz des Verstandes. Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, daß der Kopf hauptsächlich der Sitz der Haare ist, auch wenn das bei manchen Menschen zutrifft. Traue keinem, der dir das Denken abnehmen will, oder dir helfen will dabei, wie du denken sollst. Es gab zu allen Zeiten Scharlatane und Dummköpfe, beide Typen sterben nie aus, weil einer vom anderen lebt. Am schlimmsten aber sind die Führer. Laß dich nicht geistig führen. Verbitte dir das ausdrücklich und ganz entschieden. Nimm dein Leben in die eigenen Hände. Du hast nur ein einziges Leben und das ist dein jetziges. Mach was aus ihm. Vergeude es nicht, indem du auf ein späteres besseres wartest. Freu dich an deinem Leben, den Schönheiten der Natur, am Lachen der Kinder. Glaub nicht denen, die sagen, es sei noch nie so schlimm gewesen wie heute. Das Leben hatte schon immer schlimme und schöne Seiten, und vielleicht kannst ja gerade du dazu beitragen, daß das Leben anderer ein bißchen schöner wird. Schenk einem Kind Schokolade oder mach einen Krankenbesuch. Was mir sehr geholfen hat, mich von der schlimmen geistigen Knechtschaft der Wachtturmgesellschaft zu befreien, war das Lesen von Büchern. Es gibt kein besseres Medium, um seinen Horizont zu erweitern und Bollwerke gegen die Dummheit aufzubauen. Außer den oben angeführten Büchern kann ich empfehlen zu Religions- und Kirchenkritik das Buch „Nein und Amen“ von Uta Ranke-Heinemann, zu Evolutionsbiologie die Bücher von Richard Dawkins; auch sein Buch „Der Gotteswahn“ muß man unbedingt gelesen haben. Im Internet die Seiten der deutschen Brights unter www.brights-deutschland.de und die dortigen Links. Diese Seiten, vor allem die Links zu Seiten von Michael Schmidt-Salomon oder zur Gesellschaft für kritische Philosophie sind eine wahre Fundgrube. Heute, habe ich mir „Das Evangelium des Fliegenden Spaghettimonsters“ von Bobby Henderson gekauft. Wer weiß, vielleicht trete ich ja dieser neuen Religion bei.

Hoffnung

Vor etwa 14 Tagen bin ich zum erstenmal auf das Netzwerk Sektenausstieg gestoßen. Eine ganz wichtige Sache. Meine Hochachtung gilt allen, die in dieser Initiative mitwirken. Meiner Meinung nach ist die Seite gut gemacht, die Berichte oft ergreifend, die sachlichen Themen korrekt ausgearbeitet. Ich bin jetzt 74 Jahre alt und habe die längste Zeit meines Lebens hinter mir. Obwohl so alt, habe ich mir dennoch eine kindliche Neugier bewahrt, die Art, staunen zu können. Ich lese viel und ich spiele leidenschaftlich gern Schach, im Verein und fast jeden Tag im Internet. Ich habe so viel Freude an meinem Leben. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie ich heute als treuer Zeuge Jehovas leben würde. Vielleicht würde ich ja gar nicht leben, sondern einfach nur existieren, als ferngesteuerter Zombi. Als Zombi mit Aktentasche. Als Zombi mit Wachtturm an der Straßenecke. Als Zombi an der Haustür fremder Leute. Ich müßte zu mir sagen: „Heinrich, mir graust vor dir“. Ich heiße Heinrich. Ich hoffe, ich kann durch diese meine geschilderten Erlebnisse und Erfahrungen anderen ein wenig Mut machen, ihr Leben selbstbestimmt zu leben. Sie überzeugen, daß es auch nach dem Ausstieg ein lebenswertes Leben gibt. Ganz bestimmt gibt es das, und zwar ein sehr viel freieres und vor allem ehrlicheres. Und noch einmal: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“. Das sagte schon Immanuel Kant.