Regeln zum Umgang mit Sektierern in der eigenen Familie

1. Ich kann den Sektierer nicht verändern. Ich kann nur mein Verhalten ihm gegenüber verändern.
2. Ich zeige dem verwandelten Sektierer, dass ich ihn liebe, auch wenn ich seinen Wahn nicht teile. 3. Ich kann nicht frontal gegen eine festgefügte Sekte anrennen. Die Sekte gleicht einer Festung in einer feindlichen Welt.
Ich muss intelligenter vorgehen und meine Methode immer wieder der neuen Situation anpassen.
4. Das Sektenmitglied hat sich seine Kritikfähigkeit nach innen völlig abgewöhnt. Alles, was die Sekte sagt, ist vollkommen.
Ich fördere durch kurze, kritische Bemerkungen die im Sektenmitglied nur noch latent vorhandene Kritikfähigkeit.
5. Ich fördere jeden Kontakt zwischen dem Sektenmitglied und der Außenwelt. Die Sekte denkt schwarz-weiss. Jede positive Begegnung mit der Außenrealität durchbricht die Sektenperspektive und bedroht den Sektenwahn.
6. In die Sekte flieht, wer die Realität nicht aushält. Aus der Sekte steigt nur aus, wer Alternativen sieht. Ich helfe dem möglichen Aussteiger, in eine nicht nur erträgliche, sondern trotz aller Schwierigkeiten faszinierende Realität zurückzufinden.