Neue Übersetzung der Heiligen Schriften erschienen

Die HLT-Kirche hat eine neue deutsche Übersetzung ihrer neuzeitlichen kanonisierten Schriften „Das Buch Mormon“, „Lehre und Bündnisse“ und „Die Köstliche Perle“ heraus gebracht.

Seit 1980 war in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage die Übersetzung von Immo Luschin von Ebengreuth in Gebrauch. Diese wird nun von einer neuen Übersetzung aus dem Englischen ins Deutsche ersetzt, an der mehrere Jahre gearbeitet wurde.

Die erste Ausgabe ist nun als Zusammenstellung aller drei Werke (Dreifachkombination) im Taschenbuch-Einband erschienen. Es enthält keine ISBN-Nummer, hat aber die kircheninterne Bestellnummer 34744-150, und kostet fünf Euro. Eine Ausgabe im Ledereinband für 15 Euro soll in Kürze erhältlich sein.

Inhaltlich hält sich die neue Übersetzung sehr stark an die aktuelle englische Ausgabe. Das Vorwort der Bücher ist nunmehr identisch mit dem englischen Original.

Das bisher gewohnte „Stichwortverzeichnis und Konkordanz“ zu jedem Buch wurde ersetzt durch einen gemeinsamen „Schriftenführer“. Er unterteilt sich in „Einleitung“, „Alphabetisches Stichwortverzeichnis“, „Auszüge aus der Joseph-Smith-Übersetzung der Bibel“, „Zeittafel, Landkarten und Fotografien zur Kirchengeschichte“ und „Landkarten und Fotografien zur Bibel“.

Das Stichwortverzeichnis scheint eine Zusammenfassung von McConkies „Mormon Doctrine“ sowie dem „Index“, „Topical Guide“ und „Bible Dictionary“ aus den englischen Ausgaben der HLT-Schriften zu sein. Die Tabellen und Übersichten entsprechen genau denen im „Bible Dictionary“. Es hat einen Umfang von 235 Seiten.

Die Auszüge aus der Bibelübersetzung von Joseph Smith liegen nun auch auf Deutsch vor. Die HLT-Kirche hält an der Bezeichnung „Joseph-Smith-Übersetzung“ fest, im Gegensatz zur RHLT-Kirche, die sie als „Inspirierte Version“ bezeichnet. Hier wird nur angemerkt, dass „das Wort Übersetzung umfassender und anders als üblich gebraucht“ wird. Die Übersetzung von Matthäus 24 ist nach wie vor als ein Teil der „Köstlichen Perle“ verblieben.

Das Buch ist auf Dünndruckpapier gedruckt. Die wesentlich größere Schrift ermöglicht ein leichteres Lesen, verursacht aber trotz des ebenfalls vergrößerten Formats eine erheblich höhere Seitenzahl, so dass das Buch über 1.500 Seiten stark ist. Der Einband ist wirklich sehr dünn und gibt den Seiten keinerlei Stabilität. Den Buchrücken ziert nunmehr wie im Original der Kirchenname.