Psychologie bei den Mormonen

Unzweifelhaft ist in der HLT-Kirche die Psychologie eine der am meisten verabscheuten wissenschaftlichen Forschungsbereiche, wenn es nicht gerade um die Werbung neuer Mitglieder geht.

Das ist nicht weiter verwunderlich, da dieser Bereich gerade solche Phänomene wie den Glauben bzw. deren negativen Auswirkungen untersucht und zu lindern versucht. Das gleicht jedoch einer Kampfansage an die Behauptungen und Methoden der Kirche.

Ich bin kein Experte auf diesem Gebiet, aber die Vorgehensweisen der Kirche treten oftmals so deutlich zu Tage, daß das für eine einfache Betrachtung auch nicht unbedingt notwendig ist.

Die Mitglieder unterliegen beständig psychologischem Druck, am einfachsten sieht man dies am Streben nach Perfektion, gespickt mit einer Unzahl unerreichbarer Zwischenziele, die durch die Kirchenführer klar vorgegeben werden – natürlich in Gottes Namen. Dabei ist absoluter Gehorsam gefordert, das ist das oberste Gebot, das ewigen Bestand hat.

Wenn ein Mitglied am Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit zerbricht, so sollen die Priestertumsführer helfen und mit Gottes Hilfe wird man die Schwierigkeiten überwinden. Professionelle Hilfe ist im System nicht vorgesehen. Dabei sind die Kirchenführer da hoffnungslos überfordert und Psychologen sind speziell dafür ausgebildet, um in solchen Situationen zu helfen. Doch die berechtigte Angst verbleibt, daß diese ihren Patienten von ihrem Glauben abraten, damit sie wieder eine realistische Lebenseinstellung entwickeln zu können.

Auch das Studium psychologischer Betrachtungen von Jugendkulten könnte so manchem Mitglied ein besseres Verständnis für die Praktiken in der eigenen Kirche geben, die selbstverständlich weder Sekte noch Kult ist. Die Furcht der Mitglieder vor grundsolider Psychologie ist verständlich.

Hier möchten wir einige wenige Überlegungen zu diesem Thema unterbreiten:

Die große Liebe