Sind Naturheilverfahren etwas für Christen?

Die Bibel sagt über Jesus Christus: „Jehova ... hat ihn krank gemacht“ (Jes. 53:10). Als Christen sind wir Nachfolger Jesu Christi, daher wird Jehova auch uns krank machen.

Nicht umsonst heißt es in Gottes Wort: „Jede Krankheit und jede Plage, ... Jehova wird sie über dich bringen“ (5. Mose 28:61). Da die Krankheiten also von Jehova kommen (und größtenteils von Erregern ausgelöst werden, die von ihm „wunderbar gemacht“ wurden), sollten wir uns auch beim Heilen an seinen Rat halten (Ps. 139:14). Was sagt die Bibel über Naturheilverfahren?

Viele Naturheilverfahren beruhen auf einer Anpassung der Ernährung – etwa Vollwertkost oder Trennkost. Andere Heilpraktiker empfehlen die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln oder homöopathischen Präparaten. Doch das ist nutzlos, denn Jesus fragte: „Merkt ihr nicht, daß alles, was in den Mund hineingeht, in die Eingeweide wandert und in den Abort ausgeschieden wird?“ (Mat. 15:17). Im Gegensatz zu den sich widersprechenden Ansichten weltlicher Biologen hat das, was man über den Mund aufnimmt, keinerlei Bedeutung.

Eine besonders beliebte alternative Heilmethode ist die Homöopathie. Doch „Homöopathie beruht auf dem Grundsatz, daß ‚Gleiches mit Gleichem zu heilen’ sei“, wie die Zeitschrift Erwachet! vom 22. Oktober 2000 feststellte. Und das Buch Auf den Großen Lehrer hören sagt deutlich, „daß wir nicht versuchen sollten, Gleiches mit Gleichem zu vergelten“. Wenn wir auf Gott hören, werden wir uns nicht auf eine Heilmethode einlassen, die „Gleiches mit Gleichem“ behandelt, denn „alle, die Jesus darin nachahmen, nicht Gleiches mit Gleichem zu vergelten, werden reich gesegnet“ (Der Wachtturm, 15. Juni 1977).

Was ist über die Iris- oder Augendiagnose zu sagen? Die Bibel spricht von einem ‚unfreigebigen Auge’, einem ‚neidischen Auge’ oder einem ‚gütigen Auge’ (Spr. 22:9; 23:6; 28:22). Sie zeigt somit, dass man am Auge zwar Charaktereigenschaften erkennen kann, aber keine Krankheiten.

Sollte man, wenn man krank ist, zu einem Arzt oder zu einem Heilpraktiker gehen? Der israelitische König Asa wurde einmal „sehr krank“, und „in seiner Krankheit suchte er nicht“ einen Arzt auf, „sondern die Heiler“ (2. Chr. 16:12). Was war die Folge? Er „starb im einundvierzigsten Jahr seiner Regierung“ (2. Chr. 16:13).

Gottes Wort sagt: „Ein nichtsnutziger Mensch, ein schadenstiftender Mann, wandelt mit Verdrehtheit der Rede, indem er mit seinem Auge zwinkert, mit seinem Fuß Zeichen gibt, mit seinen Fingern Andeutungen macht“ (Spr. 6:12, 13). Sie spricht hier einen Heilpraktiker, der „mit seinem Auge“ eine Irisdiagnose stellt oder am „Fuß ... mit seinen Fingern“ eine Reflexzonenmassage durchführt. Doch „es wird keine Heilung geben“ (Spr. 6:15).

Gemäß der Bibel erkennt man Gottes Diener daran, dass sie „in weiße lange Gewänder gehüllt“ gehüllt sind (Off. 7:9). Damit beschreibt sie treffend die Berufskleidung der Ärzte. Tatsächlich befand sich unter den ersten Christen kein Heilpraktiker, aber „Lukas, der geliebte Arzt“ (Kol. 4:14). Jesus erklärt deutlich: „Die Gesunden benötigen keinen Arzt, wohl aber die Leidenden“ (Luk. 5:31).

Somit erkennen wir eindeutig, dass die Bibel durchweg negativ über Heilpraktiker und Naturheilverfahren spricht. Statt dessen rät sie Kranken, einen Arzt aufzusuchen. Und vergessen wir niemals: „Der Zweck“ der Krankheit ist „die Verherrlichung Gottes“ (Joh. 11:4).