Literatur künftig nur noch als Taschenbücher

Im Laufe des Jahres 1997 wird die Produktion der WTG in Brooklyn/New York von den bisherigen Büchern mit hartem Einband auf Bücher mit einem kartonierten, farbigen Einband umgestellt. Dies wurde am 17. Dezember der Bethelfamilie mitgeteilt.

Als Folge dieser Maßnahme wird die Buchbinderei geschlossen. Das Gebäude, in dem sie sich derzeit noch befindet soll verkauft werden. Die in der Buchbinderei beschäftigten Mitarbeiter sollen entlassen werden.

Die WTG begründet diesen Schritt mit der angeblich enormen Kostenbelastung als Folge der extrem starken Nachfrage in den früheren kommunistischen Ländern.

Insider vermuten jedoch, daß diese Entscheidung damit zu tun hat, daß die Einkünfte aus dem Verkauf von Büchern heute nicht mehr so automatisch fließen wie das früher einmal der Fall war. Seitdem man die Literatur in einigen Ländern der westlichen Welt seit einigen Jahren nicht mehr verkaufen kann, sondern auf freiwillige Spenden angewiesen ist, sind offensichtlich die erzielten Einnahmen gesunken. Der Hinweis auf die ehemals kommunistischen Länder stimmt schon aus dem Grund nicht, weil gerade in diesen Ländern (zum Beispiel in Rußland) die Literatur nach wie vor laut Preisliste verkauft wird.

Übrigens wird auch in praktisch allen Ländern der sogenannten Dritten Welt nach wie vor mit festen Preisen gearbeitet. Ein Kongreßbesucher berichtete aus Kenia, daß dort ein Wachtturm genauso viel kostet, wie hier in Deutschland. „Für eine Zeugenfamilie dort bedeutet das, entweder einen Wachtturm zu kaufen, oder Fleisch zu essen".