Selters sucht verzweifelt Mitarbeiter

Wie aus verschiedenen Versammlungen berichtet wird, hat man in der Wachtturm-Zentrale in Selters zunehmend Probleme, genügend Mitarbeiter zu finden, die bereit sind, für ein Taschengeld und ohne Sozialversicherung für die WTG zu arbeiten.

Das berichten zumindest die Kreisdiener während ihrer turnusmäßigen Besuche. In den letzten vier Jahren hätten mehr Brüder Selters verlassen, als neue hinzugekommen wären. Der Grund ist, dass sich immer weniger Zeugen Jehovas um eine Aufnahme in die nach Wachtturm-Wortlaut "ordensähnliche Gemeinschaft" bewerben.

Man beginnt jetzt damit, die fehlenden Arbeitskräfte aus Italien zu holen. Die WTG bemängelt die geistige Einstellung ihrer Nachfolger und weist auf die Situation im fernen Japan hin, wo die Brüder noch eifriger bei der Sache sind. Außerdem ist zu hören, dass die WTG auch Absolventen der sogenannten "Dienstamtlichen Weiterbildung" (einer art Klerus-Schule in Selters) auffordert, ihre Dienstzuteilung aufzugeben und statt dessen in Selters zu arbeiten.

Es scheint also tatsächlich so zu sein, dass die jungen Zeugen Jehovas mündiger geworden sind und nicht mehr blindlings jedem Aufruf der Wachtturm-Leitung folgen.