Für die Mehrheit der Zeugen Jehovas gilt eine ganz einfache Weltanschauung. Auf der einen Seite "die Wahrheit" und auf der anderen "die Welt". Hier hohe moralische Ansprüche und dort jede Form von Unmoral. Kinderschänder kommen nach dieser simplifizierten Denke nur unter katholischen Geistlichen vor, genauso wie Betrüger, fremdgehende Ehemänner und drogensüchtige Kinder. Das die Realität ganz anders aussieht, merkt man erst, wenn man sehr viele Kontakte unter Zeugen Jehovas hat. Und wenn man systematisch die Berichterstattung in den Medien beobachtet.

"Alle haben sich lieb"

Man kann vielleicht unbedarften Menschen ein rosarotes Bild vermitteln. Doch so manche kritischen Journalisten lassen sich nicht so schnell für dumm verkaufen. Typisches Beispiel: ein Bericht in der Märkischen Zeitung.

Die "Rute der Zucht" war ein Stromkabel

Sie wurde ans Bett gefesselt. Der Mund wurde zugestopft, damit sie nicht schreien konnte. Dann begann ihr Vater mit der Form von Züchtigung, die er als "biblisch" ansah. Er verwendete ein über zwei Zentimeter dickes Stromkabel. Seine Tochter wurde ganze 12 Jahre alt. Sie starb an innerer Verblutung.

Probleme im Wachtturm

Jahrzehntelang haben Jehovas Zeugen die Vereinten Nationen als das scharlachfarbene wilde Tier aus der Offenbarung verurteilt, aber insgeheim waren sie dennoch mit ihm verbunden. Der für religiöse Themen zuständige Korrespondent des "Guardian" stieß auf ihr Geheimnis und löste damit unter den Gläubigen eine Welle von gegenseitigen Beschuldigungen aus.

Todesfall bei Königreichssaal-Bau

Der Bau des Königreichssaals der Zeugen Jehovas in Viernheim sollte eines dieser "Zeugnisse" vor der Welt werden, mit denen sich die Zeugen gerne brüsten.