Manipulation am Beispiel der Zeugen Jehovas

Nachfolgende Abhandlung ist der Vortrag von Barbara Kohout anlässlich eines Fortbildungs-Seminars in Klinge/Odenwald. Wir veröffentlichen die Ausarbeitung mit freundlicher Genehmigung der Autorin.

Wie kann es sein, dass sich intelligente Menschen für eine Sekte oder Psychogruppe entscheiden?

Dieses Thema ist eigentlich eine Frage, die mir persönlich immer wieder mit ungläubigem Kopfschütteln gestellt wird. In Wirklichkeit wollen die Fragesteller formulieren:

"Wie kann es sein, dass Sie als intelligenter Mensch so lange in dieser Sekte waren?"

Meine Schlussfolgerung ist, dass wir unbewusst in die Falle von gezielter Manipulation geraten sind.

Einleitend möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass Manipulation per se grundsätzlich Bestandteil des menschlichen Zusammenlebens ist. Das Neugeborene wird durch sein Schreien oder Lächeln oder glucksendes Lachen die Eltern manipulieren, seine Wünsche zu erkennen und zu erfüllen, und die Eltern werden durch geschickte Manipulation erreichen, dass ihr Goldschatz einen vernünftigen Schlaf/Wachrhythmus erreicht und alle werden glücklich sein.

Auch die Gruppe der "ernsten Bibelforscher" war in ihren Anfängen einer ganz normalen Entwicklung oder Manipulation unterworfen. Die Sozialisation durch eine gemeinsame Sprache ergab sich ganz natürlich durch die Ausstrahlung ihres charismatischen Führers, Charles T. Russel. Er gebrauchte seine eigene Sprache in seinen Vorträgen und Schriften, und die Hörer und Leser und seine Jünger übernahmen die Formulierungen. Das fördert das Gefühl der Vertrautheit, der Gruppenzugehörigkeit und ergibt sich auch in anderen Gruppen und Vereinen aus der Fachsprache. Zum Beispiel sprechen Mediziner anders als Betriebswirtschaftler oder Fußballspieler.

Ich beklage Manipulation allerdings dann, wenn sie bewusst zum Zweck der physischen und psychischen Ausbeutung oder zur Täuschung anderer eingesetzt wird. In diesem Fall besteht das Risiko der pathogenen Wirkung und wird somit zu einem ernsten volkswirtschaftlichen Problem.

Es scheint sehr schwer vorstellbar, dass die Wachtturm-Gesellschaft mit bewusster Manipulation arbeitet. Sie gilt als eine Gruppe von ehrlich Gläubigen. Darum habe ich einige Beispiele genannt, die ich als absichtliche Manipulation einstufen würde.

Ich verwende dabei als Beispiel die Broschüre: "Jehovas Zeugen – Menschen aus der Nachbarschaft".

Diese Broschüre wurde 1995 zur Begleitung der Anstrengungen in Verbindung mit dem Antrag auf Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechtes herausgegeben. Sie ist zu dem Zweck gedruckt und verbreitet worden, ein positives Bild von der "Religionsgemeinschaft" zu vermitteln.

Bereits mit der Titelseite kann man das Merkmal der Manipulation durch Sozialisation erkennen. Der Hinweis "Menschen aus der Nachbarschaft" soll jeden ansprechen und alle Bedenken abbauen. "Wir sind wie Sie und alle anderen", soll das ausdrücken. Die Bilder strahlen nur positive Signale aus. Strahlendes Lächeln, paradiesische Landschaft, fleißige Arbeiter, fröhliche Gemeinschaft in der Freizeit.

Der einleitende Text verwendet sehr viele positive Attribute, die diese Gruppe beschreiben:

"Aufrichtigen Wunsch", "Durchschnittsbürger", "redliche Arbeit", "glückliche Zukunft für ihre Kinder", "sind Christen", "Herzenswunsch, allen Menschen Gutes zu tun und anderen zu helfen".

Dann wird an das Mitgefühl appelliert, was eine positive Parteinahme bewirken soll: "in Verbindung mit dem Holocaust, … wurden im Dritten Reich heftig verfolgt… Konzentrationslager".

Zusätzlich der Hinweis, dass die Medien Dinge berichten, die angeblich nicht den Tatsachen entsprechen und neuerdings scharf kritisiert werden. Aber Jehovas Zeugen vermeiden Konfrontation, und das sei der Grund, warum sie sich in Talk-Shows nicht mit "Gegnern ihrer Religion" unterhalten.

Sublim verstehe ich in diesen Ausführungen, jeder der etwas gegen sie sagt, ist auch ein "Gegner". Aber es wird nichts darüber gesagt, dass man besonders die ehemaligen Zeugen als solche betrachtet, mit denen absolut kein Kontakt bestehen darf. Wie würde das Bild in der Öffentlichkeit aussehen, wenn sie erfährt, dass dieses Kontaktverbot auch die engste Familie betrifft.

Scheinbar in der Absicht, den Ball flach zu halten, hält man den Medien zugute, dass ihnen zwar eine faire Berichterstattung am Herzen liegt, aber es kann ja zu unvollständigen Informationen oder zu Missverständnissen kommen.

Niemandem kommt es in den Sinn, der Behauptung zu widersprechen, dass sie die Zeugen für den heiligen Namen Gottes sind. Es wird ja durch Bibeltexte belegt. Wer macht sich schon Gedanken darüber, an wen diese Aussprüche ursprünglich gerichtet waren? Geschweige denn, wo ein kausaler Zusammenhang zu einer Gruppe von Religionsgründern im vorigen Jahrhundert besteht?

Wer diese Einleitung mit Wohlwollen gelesen hat, ist in seinem Unterbewusstsein bereit, die Quelle der Informationen als zuverlässig einzustufen.

Die Wissenschaftler sagen, wenn das passiert, werden die Informationen weitgehend ungeprüft aufgenommen. Man vertraut ihnen. Man glaubt der Information und dem, der sie überbringt.

Darum glaubt man auch der folgenden Aussage auf Seite 4: "Sie verteidigen ihren Standpunkt 'mit Milde und tiefem Respekt' (1.Petrus3:15)" Durch den Hinweis auf den Bibelvers wird nach meinem Verständnis die Methode der Manipulation "sich mit Positivem verbinden" angewendet. Denn die Bibel als Autorität wird kaum angezweifelt und diese Wirkung wird auf denjenigen übertragen, der sich mit ihr verbindet.

Es ist für mich daher nicht verwunderlich, dass niemandem mehr die Manipulation durch paradoxe Aussagen auffällt, die mit dem folgenden Satz verwendet wird:

"Aufrichtige, aufgeschlossene Menschen (Anmerkung: wer wird hier das Gegenteil von sich behaupten? Durch die Zustimmung sozialisiert man sich aber mit der Gruppe) sind eingeladen, diese Broschüre zu lesen und sich dadurch eine objektive Meinung über Jehovas Zeugen zu bilden."

Was ist paradox? Die Behauptung, man könnte durch das Lesen einer subjektiv zu dem bestimmten Zweck verfasste Broschüre, eine objektive Meinung bekommen.

Das wäre nur durch das Lesen verschiedener Ansichten möglich. Aber gegensätzliche Meinungen werden ja geradezu als Kriegserklärung gesehen. Sie sollen nicht gelesen werden. (Hier soll nicht diskutiert werden, inwieweit überhaupt Meinung objektiv sein kann)

Die Manipulation durch paradoxe Aussagen verursacht eine beabsichtigte Wirkung. Sie verwirrt. Es ist nicht möglich, die Verwirrung aufzulösen. Man gibt irgendwann diesen vergeblichen Versuch auf, überlässt sich der antrainierten Hilflosigkeit und der Leitung, der man inzwischen blind vertraut.

Diese Broschüre beruft sich auf eine Sozialstudie (Seite 7) die 1994 gemacht wurde. Redlich wäre es, wenn sie auch darüber informierte, dass die Studie von Jehovas Zeugen selbst durchgeführt wurde. Sie haben die Fragen ausgearbeitet, haben den Befragten in zwei Briefen ausführliche Erklärungen gegeben, die bei der Beantwortung der Fragen „geholfen“ haben. Somit sind nach meinem Verständnis auch die statistischen Angaben, die als Ergebnis dieser Studie genannt werden, untauglich für die Bildung einer objektiven Meinung.

Nachdem ich die unterschiedlichsten Formen der Manipulation in wissenschaftlichen Abhandlungen kennen gelernt habe und sie mit dieser Broschüre verglichen habe, kann ich zu keinem anderen Ergebnis kommen, als dass es sich um ganz gezielte Manipulation handelt.

Aber ich will auch pathogene Auswirkungen der Manipulation darstellen.

Wie hat das denn im Falle meiner Familie funktioniert? Am Anfang mussten gewisse Voraussetzungen zusammen treffen, die uns als Opfer empfänglich machten. Es gab auf der einen Seite Bedürfnisse und es gab jemanden, der mit Versprechungen auf diese Bedürfnisse reagiert hat. Wir waren Flüchtlinge, entwurzelt, traumatisiert durch den Verlust unserer Habe, Heimat, Freunde und Familie. Mein Vater hat den Krieg überlebt, ebenfalls traumatisiert nach Schützengraben, Gefangenschaft und allem Elend, dass er gesehen hatte. Es war in unserem Fall nicht nötig auf ein besonders Wissen zu spekulieren. Das was wir suchten musste das Gefühl ansprechen.

Wer die Absicht hat zu manipulieren muss damit anfangen, das Gefühl zu beeinflussen. In der überwiegenden Mehrzahl der Religionsübertritte ist der Wechsel mit Umständen zu erklären die im Bereich Gefühle, Sehnsüchte, Enttäuschungen liegen. Nur ganz wenige beschäftigen sich mit den theologischen Aspekten und wählen bewusst eine bestimmte Lehre, die sie eher zufrieden stellt.

Unser Trauma betraf nicht eine Enttäuschung in der Lehre. Wir haderten mit dem Schicksal. Wir hatten Existenzängste. Wir fühlten uns unwillkommen und im höchsten Maße ungerecht behandelt. Es ist nicht schwer zu erraten, dass wir eine neue Orientierung suchten. Mein Vater hatte der Kirche den Rücken gekehrt, weil er mit einem Gott, der durch seine Vertreter Waffen segnen ließ, nichts mehr zu tun haben wollte. Meine Mutter hat in allerletzer Minute nach der Flucht und dem Flüchtlingslager ihre Kinder vor dem Hungertod gerettet. Natürlich sehnte sie sich nach Frieden und Sicherheit.

Das Versprechen berücksichtigte genau diese Faktoren.

Der Krieg war nicht Gottes Wille. Er selbst wir sehr bald für ewigen Frieden sorgen. Das sagt er in Jesaja Kapitel 2, Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden… Im Übrigen, wir Zeugen Jehovas waren sogar im KZ wegen Kriegsdienstverweigerung. Flüchtlingsströme, Hungersnöte und Massendeportationen wird es dann nicht geben. Das sagt Gott selbst: Micha 4: "Sie werden tatsächlich sitzen ein jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum und niemand wird sie aufschrecken."

Das tut einer verletzten Seele gut. Es ist verlockend. Der Mann redete so überzeugend. Er hatte die Wahrheit, denn er zitierte stets aus der Bibel. Gott selbst garantierte ja für die Einhaltung der Versprechen. Gott kann nicht lügen. Das leuchtete ein. (Die Sozialisation durch die Berufung auf eine gemeinsam anerkannte Persönlichkeit)

Dann erzeugte er ein Wir-Gefühl. Wir waren in der Gruppe willkommen. Wir gehörten zu den Auserwählten. Eine internationale Bruderschaft. Eifrige Diener Gottes. Wir hatten einen Vater im Himmel, eine nährende Mutter – seine irdische Organisation – die die geistige Speise austeilt und wir waren alles Brüder und Schwestern – eine Familie in vollkommener Einheit.

Die Sozialisation durch die Konstruktion einer Wirklichkeit. Das Erzeugen von Bildern die mit positivem Empfinden besetzt sind.

Der innere Zusammenhalt in der Gemeinschaft, vermittelte ein Gefühl der Geborgenheit und der Sicherheit. Was mit der Behauptung: "Wir haben die absolute Wahrheit" vermittelt und verstärkt wurde. Diese Versprechungen trafen auf ein tiefes Bedürfnis von verletzten und traumatisierten Seelen. Sie weckten Hoffnungen, denn es bestand die Aussicht, dass unsere Probleme gelöst werden.

An diesem Punkt hätten meine Eltern skeptisch werden müssen. Sie hätten schon fragen müssen, wer denn die Garantie für das Einlösen der Versprechungen übernehmen wird. Es wäre nicht schwer gewesen zu sehen, dass niemand dafür garantiert. Aber in dem psychischen Dilemma, in dem sich meine Eltern befanden, haben sie vertrauen wollen. Wer sollte es meiner Mutter verdenken, dass sie das Bedürfnis nach ausreichend Nahrung hatte. Es war die Zeit als es in unserem Land noch die Zuteilung auf die Lebensmittelkarten gab. Wir waren zwar nicht mehr vom Hungertod unmittelbar bedroht, doch war Schmalhans immer noch Küchenmeister.

Wie gerne hat sie dem Versprechen zugehört, dass es sehr bald Nahrung in Fülle für alle geben wird. Auch hier war die Autorität nicht in Zweifel zu ziehen. Es stand ja in der Bibel. Psalm 72: Es wird Fülle an Getreide auf der Erde geben… Natürlich auch hier der tückische Trick, die Verantwortung bei Gott zu belassen. Er sagt es in der Bibel voraus.

Die Zeit der Flucht hatten wir absolut nicht verarbeitet. Das wollten wir natürlich nie wieder erleben müssen. Nie mehr diese Strapazen unter Lebensgefahr. Nie wieder alles, aber auch alles, was man besitzt, bei Nacht und Nebel zurücklassen müssen und sich einfach davonschleichen mit nichts mehr als man zu tragen vermag.

Auch meine Mutter wollte glauben, dass Gott bald völlige Sicherheit für Mensch und Eigentum garantiert. Ein Bibeltext genügte ihr als „Beweis“ und Autorität. "Sie werden unter ihrem Weinstock sitzen und niemand wird sie aufschrecken." Welch eine verlockende Aussicht. Es war ein Traum, den sie gerne träumte.

Durch die Verlockungen und Versprechungen denen meine Eltern vertrauten, gerieten wir in die Falle der Abhängigkeit. Als sich meine Eltern für diesen Weg entschieden hörte meine Kindheit auf, denn auch ich ließ mich – doppelt gebunden durch die Familie und die Gruppe – vor den Karren der "Verkündigung der guten Botschaft" spannen. Weil wir alles ganz besonders ernst genommen haben, denn wir fühlten uns wegen der Rettung aus vielen Gefahren ja zu Dank verpflichtet, haben wir als Familie immer – wie die Anregung lautete – "mehr als das Gewöhnliche" getan. Die vielen gesundheitlichen Probleme meiner Eltern, Geschwister und von mir und meiner eigenen Familie haben wir zwar nie der Ausbeutung durch den Gruppendruck zugeschrieben. Doch im Nachhinein kann ich vieles, was wir erlebten, sehr wohl in dieser Richtung deuten. Auch die vielen Berichte von Betroffenen, die nach der Lektüre meiner Bücher von ganz ähnlichen Erfahrungen berichten, bestätigen meine Einschätzung der Folgen einer gezielten Manipulation in der Absicht den größtmöglichen Einsatz für die Gemeinschaft zu erzielen.

Natürlich sind das nicht die einzigen Bedürfnisse, die Menschen so sehr bedrücken, dass sie nach einer Lösung im esoterischen oder religiösen Umfeld suchen.

Die Nachricht einer schweren Krankheit, der Wunsch nach besseren Wohnverhältnissen, jemand ist von einem Verbrechen betroffen, der Verlust eines nahen Angehörigen durch den Tod, Scheidung oder Zerwürfnisse, mangelnde soziale Kontakte, Einsamkeit, wirtschaftliche Not, Arbeitslosigkeit… Viele Sorgen können so gravierend sein, dass man plötzlich gerne bereit ist zuzuhören, wenn jemand davon spricht, es wird bald alles besser.

Zu der Zeit als sich meine Eltern für die Bibelforscher entschieden haben, war man noch nicht zimperlich. So kurz nach dem Krieg war ein autoritärer Führungsstil die Norm und die Forderung nach absolutem Gehorsam war seit Preußens Gloria eine Selbstverständlichkeit.

Damals waren die Versammlungen darum noch autoritär geführt. Es gab einen "Versammlungsdiener". Dieser hieß zwar im Wachtturmsprech "Diener", dennoch war kein Zweifel, dass es der Boss für uns war. Entsprechend autoritär waren auch die Anweisungen in den Veröffentlichungen. Ich zitiere mal aus einem damaligen "Informator", dem monatlichen Instrukteur für die Aktivitäten, der später in "Königreichsdienst" umbenannt wurde:

 

    • müssen wir predigen. ...

 

    • müssen die Wahrheit verkündigen ...

 

    • müssen wachsam und unermüdlich tätig sein,

 

    • Wir müssen vorandrängen ...

 

    • "Die verbleibende Zeit ist verkürzt."...

 

    • Die wahrheitssuchenden Menschen müssen gefunden werden.

 

    • Damit uns das gelingt, müssen wir gewandte Prediger sein.

 

    • Wir müssen unsere Erkenntnis erweitern ...

 

    • müssen wir jedoch eifrig tätig sein. ...

 

    • Du musst auf dem Laufenden bleiben.

 

    • Du musst bei den Versammlungen aufmerksam zuhören ... müssen uns auch vor den feinen Schlingen in acht nehmen ...

 

    • Vielleicht ist die Schlinge, die dich zu Fall bringen könnte, die Vergnügungssucht oder der Materialismus. Vielleicht verleiten dich Überstunden-Entschädigungen dazu, den Dienst oder die Zusammenkünfte zu versäumen.

 


Das war ein wichtiger Hinweis darauf zur Zeit des beginnenden Wirtschaftswunders, nicht etwa mehr Zeit dem eigenen materiellen Fortschritt zu widmet als dem Predigen.

Inzwischen hat sich die Sprache entscheidend gewandelt. Heute erzeugt es Abwehr, wenn von "müssen" und "Gehorsam" gesprochen wird. Bis zu der Entscheidung, sich einem Psychokult anzuschließen ist es darum ein weiter Weg. Die Werber sind sich darüber im Klaren, dass das wichtigste Kapital für sie Vertrauen ist. Darum wird auch der größte Wert der Schulung auf diese vertrauensbildenden Maßnahmen gelegt.

Im Königreichsdienst (Mitteilungsblatt der Zeugen Jehovas, Red.) für August 2011 wird es wie folgt ausgedrückt:

"Ein Gedanke in einer dieser Veröffentlichungen mag das Herz eines Wohnungsinhabers ansprechen."

Die Aufmerksamkeit gilt also immer dem Herzen – dem Gefühl –. Sie suchen gezielt nach den jeweiligen Bedürfnissen und gehen dann freundlich und mit der angeblichen Autorität der Bibel darauf ein. Es ist also völlig normal, dass sich die Zeugen 99 Mal freundlich verabschieden, wenn man „nein danke“ sagt. Aber sobald ein Problem erwähnt wird, das plötzlich aufgetreten ist, werden sie mit gut vorbereiteten Antworten darauf eingehen. Das wird in den wöchentlichen Zusammenkünften (Bibelstunden, Red.) gründlich gelehrt, geübt, demonstriert und in den Sinn der Zeugen eingegraben.

Wie spricht denn die Wachtturmschrift das Herz der Zeugen heute an? Es ist immer die gleiche Taktik und Technik: Ein Bedürfnis erkennen, das Gefühl ansprechen…

Ich habe aus dem Universal-Handbuch der Zeugen: "Unterredungen anhand der Schriften (gemeint ist die Bibel, Red.)" eine kleine Demonstration vorbereitet, wie das so in den Versammlungen (Gemeinden, Red.) gelehrt wird.

Ich nehme als Fallbeispiel das Stichwort "Ermunterung":

Etwas, was Mut macht oder Hoffnung einflößt. Jeder braucht Ermunterung. Jemand zu ermuntern kann persönlichen Einsatz erforderlich machen oder darin bestehen, ihm gegenüber Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen. Häufig besteht die Ermunterung darin, daß man jemandem hilft, mit einer schwierigen Situation fertig zu werden, oder darin, Gründe anzuführen, die den Glauben an eine bessere Zukunft stärken. Die Bibel bietet die beste Grundlage für eine solche Ermunterung, und die unten angeführten Texte können für Personen in den verschiedensten Situationen eine Hilfe sein. ("Unterredungen anhand der Schriften", S. 133 - S. 134, Ermunterung)


Definition im landläufigen Sinn: Jemandem Mut machen oder einfach Trost, Verständnis haben, Hilfe anbieten, Mitgefühl zeigen. Es impliziert dies alles und ist gleichzeitig eine Forderung, Auftrag oder Pflicht für den Prediger. Durch seine adäquate Reaktion soll er sein Gegenüber gewinnen und für seine Werbung interessieren.

den Glauben an eine bessere Zukunft stärken


Am Beispiel Tod:

Der Wohnungsinhaber beklagt den Tod eines Angehörigen. Darauf wird mit freundlichem Mitgefühl reagiert. Ist natürlich menschlich. Das tut jeder, der Mitgefühl hat, auch. Aber es ist bedenklich, wenn der Zeuge Jehovas auf Grund einer Todesanzeige ungebeten kommt und nicht nur einfach Trost spendet, sondern eben auch den Versuch unternimmt mit seinen Werbeschriften zu missionieren. In dem Unterredungsbuch werden zum Beispiel folgende Bibeltexte vorgeschlagen:

Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften [Gräbern, Red.] sind, seine Stimme hören und herauskommen werden, (Joh. 5:28, 29)

Jesus sprach zu ihr: ,Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer Glauben an mich ausübt, wird zum Leben kommen, auch wenn er stirbt; (Joh. 11:25, 26)


Der Bibeltext erfüllt mehrere Merkmale der manipulativen Verwendung.

Zunächst ist das Wort "Gedächtnisgruft" ein Wachtturm-Wort, das in den Originalschriften (der Bibel, Red.), auf die sich die Übersetzer berufen, nicht vorkommt. Der Gebrauch legt die Grundlage für spätere Erklärungen der Zeugen, was nach dem Tod geschieht. Keine Seele, kein Himmel für die allgemeinen Menschen. Nur die "geistige Auferstehung der 144 000…" (Gemäß der Lehre der Zeugen Jehovas kommen nur so viele Menschen in den Himmel, Red.)

Der vollständige Text enthält den Verweis auf zwei verschiedene Möglichkeiten der Auferstehung: Die Guten bekommen eine Auferstehung des Lebens und "die Schlechtes getrieben haben, eine Auferstehung des Gerichtes".

Diesen Text braucht die WTG (Wachtturm-Gesellschaft, Red.) um zu "beweisen" dass alle, die keine Zeugen sind, das Schlechte "treiben". Andere Bibel-Übersetzungen sagen hier "getan haben" oder "verübt haben", eine allgemeinere Feststellung; was Menschen im Allgemeinen so tun.

Hier ist bereits in den wenigen Sätzen der einleitend gebrauchten Bibeltexte eine ausreichende Grundlage gelegt für die spätere Indoktrinierung.

Das gleiche gilt für einen zweiten Schrifttext:

"Glauben an mich ausübt" steht nicht in den Originalschriften. Es heißt einfach: "Wer an mich glaubt".

Aber dieses "ausüben", benötigt man ebenso wie das "fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen" aus Joh. 17:3 um in der weiteren Belehrung die dauernde Beschäftigung mit den Wachtturm-Schriften und den Aktivitäten innerhalb der Gruppe angeblich biblisch zu beweisen.

Wir können also an diesem Beispiel mehrere wichtige Voraussetzungen für das Funktionieren der Manipulation erkennen:

 

    • Ein Bedürfnis wird erkannt – Todesfall.

 

    • Durch die Reaktion des Predigers wird das Gefühl angesprochen.

 

    • Die Antwort verspricht eine Lösung oder vermittelt Hoffnung.

 

    • Der Prediger beruft sich auf eine scheinbar vertrauenswürdige Quelle. Er wirkt kompetent, denn er kennt sich aus.

 

    • Die Lösung des Problems ist sehr bald zu erwarten. Das weiß der Überbringer aus erster Hand, denn er ist von Gott selbst autorisiert.

 

    • Gott ist es auch, der die Veränderungen, das Versprochene bringen wird.

 

    • Für die Belohnung kann und muss der Empfänger dieser Wohltaten selbst etwas tun. Er muss Glauben ausüben. Glauben allein, wie es in anderen Übersetzungen heißt, genügt nicht. Was es ist, kann die von Gott eingesetzte Leitung ganz genau sagen.

 

    • Es ist die absolute Wahrheit.

 


Ein weiteres Beispiel ist Gesundheit:

"Entschuldigen Sie, aber mir geht es nicht gut. Ich habe eine schlimme Krankheit und es besteht wenig Aussicht auf eine Heilung" mag jemand an der Türe sagen, eigentlich weil er das Gespräch beenden möchte. Er hofft auf Verständnis dafür, will höflich sein und nicht direkt abweisend. Aber genau das ist für den Missionierer das Stichwort, um seine vorbereitete Arbeit zu beginnen: Er gebraucht wieder den Vorschlag aus dem Buch "Unterredungen anhand der Schriften" mit der beruhigenden Einleitung, er würde nur zwei tröstende Texte aus der Heiligen Schrift zurück lassen und sagt folgendes:

Mat. 9:35: "Jesus lehrte. . . und predigte ...und heilte jede Art Krankheit und jede Art Gebrechen." Dadurch, daß Jesus (Anmerkung: Sozialisation mit einer Autorität die von beiden anerkannt ist, schafft Vertrauen) das Heilen mit dem Predigen in Verbindung brachte, kündigte er auf wunderbare Weise an, was er in den tausend Jahren seiner Regierungszeit für die Menschen tun wird.

2. Kor. 4:13, 16: "Auch wir [üben] Glauben aus . . . Darum lassen wir nicht nach, sondern wenn auch der Mensch, der wir äußerlich sind [unser physischer Leib], verfällt, wird gewiß der Mensch, der wir innerlich sind, von Tag zu Tag erneuert [oder erhält neue Kraft]." Vielleicht nimmt unsere physische Kraft ab. Aber in geistiger Hinsicht werden wir erneuert, während wir uns ständig mit den kostbaren Verheißungen Gottes befassen.


Dann käme an dieser Stelle der Hinweis, dass sich die Verheißungen sehr bald erfüllen werden, dass wir die "Zeichen der Zeit des Endes" erkennen können.

Auch in dieser Antwort können wir alle Kriterien der Manipulation finden:

 

    • Ein Bedürfnis wird erkannt – der Wunsch nach Gesundheit.

 

    • Durch die Reaktion des Predigers wird das Gefühl angesprochen.

 

    • Die Antwort verspricht eine Lösung oder vermittelt Hoffnung.

 

    • Der Prediger beruft sich auf eine scheinbar vertrauenswürdige Quelle. Er wirkt kompetent, denn er kennt sich aus

 

    • Die Lösung des Problems ist sehr bald zu erwarten. Das weiß der Überbringer aus erster Hand, denn er ist von Gott selbst autorisiert.

 

    • Gott ist es auch, der die Veränderungen, das Versprochene bringen wird.

 

    • Für die Belohnung kann und muss der Empfänger dieser Wohltaten selbst etwas tun. Er muss Glauben ausüben oder sich „ständig mit den Verheißungen befassen. Glauben allein, wie es in anderen Übersetzungen heißt, genügt nicht. Die genaue Erklärung des Glaubens kann die von Gott eingesetzte Leitung zuverlässig geben, da sie vom Geist Gottes geleitet wird.

 

    • Es ist die absolute Wahrheit.

 


Durch sublim vermittelte Botschaften Gewissendruck erzeugen.

Eine weitere Form der Manipulation, die ich in den Schriften der Wachtturm-Gesellschaft erkenne.

Beispiel: Wachtturm vom 15. Februar 2009 Seite 24-28

Thema: "Diese sind es; die dem Lamm beständig folgen"

Der Studienartikel (intern besprochenes Schriftmaterial, Red.) will beweisen, dass die Wachtturm Organisation der von Christus gebrauchte "treue und verständige Sklave" ist. Jeder Zeuge, der nicht bereit ist, das anzuerkennen wird mit Gemeinschaftsentzug bestraft.

Das Wort "Sklave" kommt dann in den folgenden 12 Absätzen insgesamt 24 Mal vor.

(Der Wissenschaftler sagt hier, das sei Manipulation durch Konditionierung. An zahlreichen Experimenten mit Tieren konnte man nachweisen, dass durch häufige Wiederholung ein bestimmtes Verhalten so wirksam eingeprägt werden kann, dass es immer sofort ausgelöst wird, wenn das Signal gegeben wird. Zum Beispiel beim Klingeln gibt es Futter, oder ein Stromschlag verhindert, dass der Hund durch die offene Türe ins Freie geht)

Im Absatz 2 dieses Studienartikels wird einfach behauptet, eine Prophezeiung Jesu über das Zeichen seiner "Gegenwart und des Abschlusses des Systems der Dinge" beziehe sich genau auf die heutige Zeit und auf die Mitglieder dieser "Sklavenklasse" in New York.

Als "Beweis" wird, wie üblich, willkürlich ein Bibelzitat mit der Aussage: "In ihrem Mund wurde keine Unwahrheit gefunden, denn sie haben keine Irrlehren verbreitet", auf sich selbst angewendet. Wer diese Behauptung jedoch überprüft, wird sie natürlich sehr schnell als Lüge entlarven.

Aber eine Behauptung des "Sklaven" ist keine Sache zur Prüfung. Sie soll als absolute Wahrheit angesehen werden.

Im Absatz 3 wird gefolgert: "Jesus hat den „treuen und verständigen Sklaven über seine Hausknechte" eingesetzt, "um ihnen ihre Speise zur rechten Zeit zu geben". Auch hat er den "Sklaven über seine ganze Habe" gesetzt. (Mat. 24:45-47) In dem angeführten Bibeltext stellt Christus lediglich eine Frage und gibt keinen Hinweis darauf, wen er meint. Die Aussage der Bibel wird mit der Behauptung ergänzt: "Dazu gehört unter anderem die große Volksmenge anderer Schafe (…) (Gruppe von Menschen, die nach Zeugen-Lehre im "Paradies" auf der Erde leben soll, Red.)

Dann kommt die Gewissensfrage, denn ein gut "geschultes" Gewissen ist eine Grundvoraussetzung dafür, den Lehren blind zu gehorchen: "Wäre nicht von den einzelnen gesalbten Christen und den 'anderen Schafen' zu erwarten, dass sie dem vertrauen, der über sie eingesetzt worden ist?"

Vertrauen wird also erwartet. Es heißt nicht mehr: "Ihr müsst vertrauen", nein es wird sublim durch "wäre es nicht zu erwarten" ersetzt.

(Der Wissenschaftler nennt diese Form: Möglichkeiten erzeugender, permissiver Stil der Manipulation in der Hypnosesprache)

Die Begründung ist lediglich eine Behauptung bei der man sich ohne Skrupel auf die Autorität Jehova und Christus bezieht:

"Es gibt viele Gründe, weshalb die Sklavenklasse unser Vertrauen verdient. …

1. Jehova vertraut der Sklavenklasse. 2. Jesus vertraut ebenfalls dem 'Sklaven'."


Die angeführten Bibeltexte enthalten Aussagen über das Vertrauen Gottes und Christi zu seinen Dienern. Dem kann der Zeuge Jehovas nicht widersprechen. Er übernimmt daraufhin kritiklos die Behauptung, dieses Vertrauen wird ihrer "leitenden Körperschaft" (anderes Wort für: "Sklavenklasse" oder: "der Sklave", gemeint ist immer die Führung der ZJ in New York, Red.) gegeben.

In Absatz 9 steckt des Pudels Kern:

Noch etwas: Jesus Christus hat den "treuen und verständigen Sklaven" "über seine ganze Habe gesetzt" … . Das schließt die Gebäude der Weltzentrale und der Zweigstellen von Jehovas Zeugen in zahlreichen Ländern ein, ihre Kongress- und Königreichssäle sowie alle Tätigkeiten, die mit dem Verkündigen des Königreiches und dem Jüngermachen zu tun haben. Wer würde eine derart wertvolle "Habe" jemandem zur Verwaltung und Benutzung übergeben, dem er nicht vertraut?


Die Königreichssäle und Kongresssäle wurden mit Hilfe von freiwilligen Arbeitern und freiwilligen Spenden errichtet. Nun hat Christus den "Sklaven" über diese "Habe" gesetzt.

Die Spenden, die für den Wachtturm-Konzern nötig sind, werden nun auch nicht mit der Aufforderung "ihr müsst spenden" eingesammelt. Auch hier wird mit einer rührseligen Geschichte, die man wahlweise der Bibel oder einer "Erfahrung" (fiktiver oder tatsächlicher Lebensbericht eines Zeugen Jehovas, Red.) entnimmt, ein Vorbild geschaffen und dann die Erwartung abgeleitet, es genauso zu machen. (Manipulation durch suggestive Strategien: Was die Anderen können, kannst Du auch)

Auch hier ein Beispiel aus dem Wachtturm vom 15. Februar 2011 (intern). Nebenbei bemerkt basierte unser Handeln in der Zeugen-Vergangenheit immer auf Veröffentlichungen (der Wachtturm-Gesellschaft, Red.) nach diesem Muster, von denen es unzählige gibt. Das Thema in dem Beispiel: "Gottes Anerkennung zu gewinnen, bringt ewiges Leben ein"

Welche Botschaft signalisiert dieser Titel? "Gewinnen" ist sicher nicht im Sinne eines Lottogewinnes gemeint. Es soll bedeuten, dass der Lohn, ewiges Leben und Anerkennung, auch einen Einsatz erfordert. Was unter dem Einsatz zu verstehen ist, kann dann an dem Beispiel abgeleitet werden, das zur Einleitung der Abhandlung gebraucht wird:

Die Frau und ihr Sohn hatten Hunger. Gottes Prophet aber auch. Sie suchte gerade ein wenig Feuerholz zum Kochen zusammen, da bat Elia sie um Wasser und Brot. Sie war zwar bereit, ihm etwas zu trinken zu geben, doch alles, was sie noch zu essen hatte, war "eine Handvoll Mehl in dem großen Krug und ein wenig Öl in dem kleinen Krug." Diese Witwe in Zarephath konnte es sich eigentlich nicht leisten, dem Propheten etwas abzugeben, und ließ ihn das auch wissen (1. Kö. 1Zg-12). 2 Doch Elia beharrte auf seiner Bitte: "Mache mir von dem, was da ist, zuerst einen kleinen runden Kuchen, und du sollst ihn zu mir herausbringen, und für dich und deinen Sohn kannst du danach etwas machen. Denn dies ist was Jehova, der Gott Israels, gesprochen hat: 'Der große Mehlkrug selbst wird nicht erschöpft, und der kleine Ölkrug er wird nicht leer werden' "(1. Kö.1213,14)


Die Geschichte appelliert an das Gefühl. Eine arme Witwe und ihr Kind. Sie bereitet mit ihren letzten Vorräten eine Mahlzeit für den Propheten, - wir verstehen die sublime Botschaft – der Einsatz ist: Alles was wir haben. Vor allem mit diesem Glauben. Dass diese Schlussfolgerung kein Missverständnis ist, wird mit den folgenden Ausführungen deutlich:

Jeder von uns heute steht vor einer ähnlichen Frage. (Anmerkung: Eine Behauptung, die nicht überprüft wird, weil der Quelle vertraut wird. Sonst müsste man fragen wo denn die Parallelen tatsächlich sind.) Was liegt uns mehr am Herzen: dass sich Jehova über uns freuen kann oder dass wir materiell abgesichert sind? Wir haben allen Grund, unserem Gott zu vertrauen und ihm zu dienen. Was können wir denn dafür tun, sein Wohlgefallen zu gewinnen?

Warum sollte uns Gottes Liebe motivieren, ihm zu dienen? Jehova hat uns aus dieser Sklaverei samt ihren schrecklichen Begleitumständen freigekauft, indem er für das entsprechende Lösegeld gesorgt hat.

Um Gottes Anerkennung zu erhalten, müssen wir unsere Willensfreiheit richtig gebrauchen. Er zwingt nämlich niemand dazu, ihm zu dienen.


Auch hier ein deutliches Beispiel für paradoxe Aussagen. Wir müssen… aber er zwingt niemanden…

Ein unzweideutiger Hinweis darauf, wie das Beispiel der Witwe anzuwenden ist. 'Alles, was wir haben, für Jehova (WTG), falls wir lieber etwas für uns zurückbehalten, haben wir zu wenig Vertrauen,' oder wie es im Wachtturm-Neusprech heißt: 'Wir sind nicht "geistiggesinnt" '.

Ohne Abstriche wird diese Begebenheit in unsere Zeit übertragen. Ohne Ausnahme soll sich jeder eine ähnliche Frage stellen. Der Wunsch und die vernünftige Absicht, für eine materielle Absicherung zu sorgen, freut Jehova offenbar nicht. Die sublime Botschaft ist: Du hast doch kein Vertrauen zu Gott, wenn du selbst für deine materiellen Bedürfnisse im Alter vorsorgst.

In diesem Satz wird zwar nicht bewiesen, dass Jehova nur eine Anbetung von armen Menschen oder Witwen wünscht. Es wird auch so nicht offen im Wachtturm gesagt. Auch hat es wohl wenig mit dem Predigen der Guten Botschaft (das Evangelium, Red.) zu tun, dass eine Frau in Zarephat für einen Hungrigen Gast eine Mahlzeit kochte. Aber die sublime Botschaft lautet: 'Wenn ich mich beruflich engagiere statt als Pionier (Vollzeitprediger der ZJ, Red.) zu arbeiten oder vermehrten Dienst (missionieren, Red.) zu tun, dann tue ich etwas, was Jehova nicht wünscht.'

So funktioniert die Brooklyn-Manipulation, wie ich sie nun verstanden habe. Auf diese Weise erreichen sie, dass ihre Schafe tun was der "Sklave" erwartet.

Der Mensch ist von Gott mit einem freien Willen ausgestattet worden, mit der Fähigkeit, zu denken und zu entscheiden' […]


Vordergründig eine klare Feststellung. Sublim jedoch auch ein erhobener Zeigefinger. "Wenn Du Dich falsch entscheidest, bist Du selber schuld."

Wie soll man das nun auffassen? Ist es freiwillig, oder erwartet es Jehova. Werde ich nur dann von ihm belohnt oder anerkannt, wenn ich eine ganz bestimmte Entscheidung treffe? Würde ich meinem Kind die Wahl lassen, welches Eis es essen möchte und es mit Bestrafung bedrohen falls es nicht das Erdbeereis wählt?

Es gibt so viele paradoxe Aussagen vonseiten des "Sklaven". Die kann man einfach nicht in Übereinstimmung bringen. Irgendwann gibt man auf und sagt sich: 'Ich verstehe es zwar nicht, aber der Sklave wird schon wissen was er tut.' Dann ist das Ziel erreicht. Eine antrainierte Hilflosigkeit. Man trifft keine eigenen Entscheidungen, sondern überlässt alles dem Sklaven.

Damit werden die paradoxen Aussagen zu Doublebind-Aussagen.

Auch meine Eltern wurden unfähig selber zu denken und zu entscheiden. Eine der am häufigsten gebrauchten Aussagen meiner Mutter, wenn sie keine Antwort auf eine Frage hatte, ist und war: " 'Wir müssen eine wartende Haltung im Hinblick auf Jehova einnehmen' alles was wir wissen müssen, wird uns der Sklave im Wachtturm mitteilen."

Als Beispiel dafür ein weiteres Zitat:

Warum sollte uns Gottes Liebe motivieren, ihm zu dienen? Jehova hat uns aus dieser Sklaverei samt ihren schrecklichen Begleitumständen freigekauft, indem er für das entsprechende Lösegeld gesorgt hat. (Lies Römer 5:21) […]


In der Frage ist eine Doublebind-Botschaft, die verwirrt. Wozu kann Liebe motivieren? Sie ist eine Emotion und kann erwidert werden. Also ich kann Gott auch lieben, wenn ich seine Liebe verspüre. Aber motiviert Liebe dazu, bestimmte Anforderungen zu erfüllen? Entweder ich handle aus Liebe oder weil ich etwas schuldig bin oder weil es von mir verlangt wird. Aber wenn es erwartet wird, dann bin ich nicht mehr frei in meiner Entscheidung.

Wer hat mich von der Sünde erlöst? Jehova oder Christus? Was bedeutet das entsprechende Lösegeld? Kann man die Schuld der Sünde bemessen und bewerten? Der angeführte Bibeltext löst dann eine endgültige Verwirrung aus: "… so auch die unverdiente Güte als König regiere durch Gerechtigkeit zum ewigen Leben durch Jesus Christus, unseren Herren." Es ist eine unverdiente Güte die durch Christus zum ewigen Leben führt.

Bei all diesen verwirrenden, ungelösten Fragen dann die Feststellung:

Um Gottes Anerkennung zu erhalten, müssen wir unsere Willensfreiheit richtig gebrauchen. Er zwingt nämlich niemand dazu ihm zu dienen.


Was nun? "müssen" oder "zwingt niemand"?

Nachdem in Sachen Willensfreiheit bereits auf Adam und Eva verwiesen wurde, wird man sich hüten, etwas anderes als das Empfohlene zu wählen. Wieder wird nachfolgend das Gefühl angesprochen. Die sublime Botschaft lautet: "Es fühlt sich gut an, wenn du wie Jesaja antwortest."

Es steht Menschen frei, ob sie Gott dienen möchten oder nicht Jehova wünscht sich, dass wir uns gern dafür entscheiden. (Lies Josua 24:15) Wer ihm lustlos gezwungenermaßen dient, macht ihm damit keine Freude, genauso wenig wie jemand, der es nur deshalb tut, um bei anderen Menschen gut dazustehen.


Auch mit dieser Aussage ist eine paradoxe Botschaft verbunden die zu Doublebind führt und zur antrainierten Hilflosigkeit. Steht es dem Menschen nun frei oder wünscht Jehova etwas Bestimmtes? Ist es freiwillig oder MÜSSEN wir etwas Bestimmtes tun? In dem angegebenen Bibeltext sagt Josua zu dem Volk der Israeliten, es stünde ihnen frei zu wählen. Er und sein Haus haben sich für Jehova entschieden. Hier wird die Wahlfreiheit nicht durch eine bestimmte Erwartung eingeschränkt. Aber die sublime Botschaft in dem Wachtturm-Artikel lautet: "Wenn du Jehova so anbeten möchtest wie ER es will, dann mach es genauso wie Jesaja oder Josua."

(Zitat-Fortsetzung: mit der Gewissensfrage, die Druck erzeugt:)

Würden wir zulassen, dass sich weltliche Interessen nachteilig auf unseren heiligen Dienst auswirken - wir ihn sozusagen nur zögernd verrichten -, könnten wir nicht damit rechnen, dass uns Jehova seine Anerkennung schenkt (2. Mo. 22:29). […]


Eine Behauptung, die so nicht bewiesen wurde. Ein in sich völlig widersprüchlicher Satz. Kann man mit der Anerkennung Jehovas rechnen wenn man etwas Bestimmtes tut oder wird sie uns geschenkt?

Der Bibelverweis bezieht sich jedenfalls auf die Vorschriften des Gesetzesbundes mit dem Volk der Hebräer. Sie hatten konkrete Vorgaben über die Abgabepflicht des Zehnten und der Erstgeburt. Wie soll man das auf das Gebot des Christus übertragen, der laut den Evangelien den Gesetzesbund mit an den Stamm genommen hat und das neue Gebot der Liebe gegeben hat? Wie viele Vorschriften und Forderungen hat er denn seinen Jüngern hinterlassen? Der Konzern setzt sich an die Stelle von Gott und Christus gleichzeitig und macht es damit solchen, die ihm vertrauen, unmöglich, eigene Entscheidungen zu treffen. Denn indem man die Vorschriften der hebräischen Schriften mit den griechischen Schriften so untrennbar verknüpft, ergeben sich zwangsläufig unlösbare Widersprüche, sobald man Fragen stellt.

(...) wie eifrig wir die gute Botschaft predigen. Wir vertrauen voll und ganz darauf, dass Jehova für unsere täglichen Bedürfnisse sorgen kann (Mat. 6:33,34).


Hier kommen wir also zu des Pudels Kern. Alles was in unserem Leben zählen sollte, ist, für die Verbreitung der Botschaft zu sorgen, die in den Wachtturm-Schriften enthalten ist. Mat.6:33, 34, in dieser Verbindung angeführt, erweckt den Anschein, als hätte Jesus selbst dazu den Auftrag gegeben. Doch der Kontext zeigt, dass er in Wirklichkeit nur tröstende Worte gesprochen hat. Er wollte, dass sich die Menschen nicht übermäßig um die alltäglichen Dinge des Lebens Sorgen machen sollten. Er wollte ihnen das Vertrauen in Gott vermitteln, der für alles sorgen kann, da er weiß was ein Mensch braucht. Verknüpft man diese Gedanken mit Matth. 25:31-40, dann versteht man, dass Jesus solche Menschen zu seiner Rechten einsammelt, die den Nächsten mit guten Taten lieben, indem sie Hungrige speisten, Durstigen zu trinken gaben, Fremde gastfreundlich aufnahmen, Nackte bekleideten und Kranke besuchten. Es ist dort nichts von Predigen geschrieben. Aber diese Taten der Nächstenliebe sind nicht an eine Konfession gebunden. Auch von einer solchen Voraussetzung wird bei dieser Beurteilung von Gut und Böse nicht gesprochen.

Opfer, die Jehova gefallen


Die sublime Botschaft unter diesem Untertitel lautet denn auch, 'der Haus-zu-Haus-Dienst ist ein Opfer für Jehova und je freudiger er getan wird, desto mehr freut sich auch Jehova'. Immer wieder wird dies wiederholt um es tief im Unterbewusstsein zu verankern. (Konditionierung durch häufiges Wiederholen)

Wieder ist man aber verwirrt über die "Beweise" aus der Bibel, die sich nicht wirklich auf die eigene Situation übertragen lassen. Die Psalmen beschreiben, dass man stets und überall Gott preisen kann.

Der Einsatz im Predigtwerk ist ein Liebesbeweis. Man kann den Widerspruch nicht auflösen. Liebe als Emotion kann man nicht beweisen, nur fühlen. Niemand könnte vor Gericht "Liebe" als "Beweismittel" vorlegen um eine Schuld oder Unschuld zu beweisen. Darum die Behauptung, es wäre die höchste Freude, zu predigen. Das Gefühl der Freude muss also aufkommen, wenn man predigen geht.

Gleichzeitig verwirrt die Darstellung, dass wir für die unverdiente Güte ("Gnade", Red.), die wir geschenkt bekommen, eine Gegengabe bringen müssen. Wir wären es unsererseits schuldig und zwar "freiwillig" und "freudig", zu predigen. Eine wirklich unauflösbare, gegensätzliche Botschaft die deshalb einfach geglaubt wird, weil man keine andere Lösung dafür findet.

Manipulation durch Verwirrung um die Abhängigkeit von der Führung zu erzeugen.

Nun fehlt noch der letzte Teil der Manipulation. Um sie unverrückbar zu verankern, muss sie mit Drohung kombiniert werden: (Im Experiment mit Hunden hat man Stromschläge verwendet, im Falle von Häftlingen drohte man, wenn sie durch die Türe gehen, werden sie erschossen, die Wärter im Zentrum des Gefängnistraktes stünden dort mit Gewehr im Anschlag)

[…]Es war der Teufel, der Eva damals einredete, das wunderbare Leben, das Jehova ihr in Aussicht stellte, sei nichts wert, und sie könne gut auf seine Anerkennung verzichten. Auch heute bombardiert Satan die Menschen mit der Propaganda, Gottes Willen zu tun, sei der Mühe nicht wert.

Doch Eva und ihr Mann mussten feststellen: Wer Gottes Wohlwollen verliert, verliert sein Leben. Mit derselben bitteren Wahrheit werden bald alle konfrontiert werden, die heute ihrem schlechten Beispiel folgen.


Sublim also die Drohung: "Wenn du dich nicht auf das ewige Leben freust und den Lohn den Jehova den Predigern gibt (nicht die Wachtturm-Gesellschaft wird die Versprechungen einlösen müssen), dann bist du wie Adam und Eva mit dem Teufel im Bunde. Vor allem ist es wichtig, die Dringlichkeit im Sinn zu behalten. Es ist nicht mehr viel Zeit. Man kann die Sorge um die Errettung nicht hinausschieben."

22 Sehr bald wird Gottes Gerichtstag …


Bei dem angeführten Beispiel, in dem Christus als Richter alle Menschen vor sich versammelt, um sie in Schafe und Böcke aufzuteilen, lädt er niemanden ein, von dem gesagt werden konnte, er war ein guter Prediger. Er lobte ausnahmslos die Taten der Nächstenliebe: Hungrige speisen, Nackten Kleidung geben, Kranke pflegen, etc. Doch die Anhänger dieses Glaubens sind durch die vorangegangene "Belehrung" in diesem Artikel bereits so sehr eingeschüchtert und verwirrt, dass solche wichtigen Details nicht mehr auffallen. Im Unterbewusstsein wirkt die Drohbotschaft. Sie ist gespeichert und gepaart mit dem Hinweis, dass "sehr bald" Gottes Gerichtstag kommt.

Wir und viele andere fühlten uns veranlasst, auf Karriere und unseren eigenen materiellen Vorteil zu verzichten. Wir entschieden uns dafür, lieber auf die Altersvorsorge durch eine Lebensversicherung zu verzichten und stattdessen diesen Betrag als Spende für das "Königreichswerk" (Aktivitäten der Religionsgemeinschaft, Red.) zur Verfügung zu stellen. Damit taten wir das, was eine leitende Körperschaft als Gottes Willen darstellte. Wer im Alter dann keine eigene Versorgung hat und auf die Hilfe des Staates angewiesen ist, wird zum Beispiel und Beweis, dass eine beabsichtigte Manipulation zur Ausbeutung ein volkswirtschaftlicher Schaden ist.

Es ist den Schreibern solcher Artikel bewusst, dass sie an das Gefühl appellieren. Das beweist der Satz:

Wir kennen bestimmt das gute Gefühl, das sich einstellt, wenn man das Richtige tut.


Die neuesten Schriften werden immer nach den Anweisungen im Königreichsdienst angeboten und immer wieder der Hinweis, dem Wohnungsinhaber Fragen zu stellen, auf die er vielleicht eine Antwort sucht und ihn damit zu beeindrucken, dass man die Antwort aus der Bibel kennt. Da selbst Doktoren und sehr gebildete Menschen, selten eine genaue Kenntnis der Bibel besitzen, beeindruckt das neben dem beabsichtigten Gefühl auch den Intellekt. "Oh, die wissen aber viel aus der Bibel…".

Dass man von ihnen als den "friedliebenden", "freundlichen", "harmlosen" Gläubigen spricht, die doch keiner Fliege etwas zu Leide tun, ist das erklärte Ziel der gründlichen Schulung. Die Maxime lautet: "Wir dürfen keine Schmach auf den Namen Jehovas bringen" und "wir müssen die Menschen durch unser Verhalten ohne Worte gewinnen". Die vertrauensbildende Maßnahme ist also: Das Gefühl ansprechen, durch Bibelwissen glänzen, damit Kompetenz zeigen und die "Konkurrenz" unglaubwürdig machen.

Die Wissenschaftler sind sich darin einig, dass unser Unterbewusstsein alle Informationen, die auf uns in jeder Sekunde einströmen, selektiert in "vertrauenswürdige Quelle" oder "nicht vertrauenswürdige Quelle". Das fängt schon bei dem Baby in der Wiege an. Das Lächeln der Mutter schafft Vertrauen.

Wenn es den Vertretern der Wachtturm-Organisation gelingt, sie als absolut vertrauenswürdige, zuverlässige Quelle in das Unterbewusstsein der Zielperson einzugraben, dann können sie selbst falsche Lehren schönreden und eine kognitive Dissonanz mit ganz einfachen Mitteln in Konsonanz uminterpretieren. Beispiele dafür gibt es sehr zahlreich. Seien es die Änderungen in der Lehre oder in der Berechnung der Endzeitdaten. Die Schriften der Wachtturm-Gesellschaft sind voll davon.

Als kurze Beispiele sollen die Erklärungen im Jahre 1985 und 2011 dienen.

Im Wachtturm vom 1. Mai 1985 wird gesagt, es war eine "besondere Wachsamkeit", dass man "Harmagedon zu früh erwartete".

Dort wird am Beispiel des Propheten Habakuk folgendes ausgeführt:

Warum sagte Habakuk: ‚selbst wenn sie säumen sollte‘, wenn doch Gottes Gericht 'für die bestimmte Zeit' vorgesehen ist und 'sich nicht verspäten' wird? Damit sollte offensichtlich gezeigt werden, dass einige Glieder des Volkes Gottes das Gericht früher erwarten würden, als es tatsächlich käme. Warum? Weil ihnen die genaue Zeit seines Kommens unbekannt wäre.


Es war also schlicht die Erfüllung einer Prophezeiung, dass Einige das Gericht zu früh erwartet hatten.

Aber inzwischen ist viel Zeit vergangen und nachdem auch die Vorhersage, dass das Verkündigungswerk noch im vorigen Jahrtausend enden würde, nicht eingetroffen ist, wurde es sehr schwierig die Behauptung die Generation, die 1914 erlebt hatte, würde auch Harmagedon überleben, aufrecht zu erhalten.

Wieder bemühte man sich um eine auch für "gebildete" Zeugen plausible Erklärung. Nun sollten angeblich solche Harmagedon überleben, die noch jemanden persönlich gekannt haben, der 1914 erlebt hat. Das gab einen Spielraum von einigen Jahrzehnten. Aber das Wichtigste war, dabei die sogenannte "Dringlichkeit" nicht aus den Augen zu verlieren.

Hier ist nun dem Sklaven wieder ein genialer Klimmzug gelungen:

Schauen wir uns einmal an, was Jesus über den Abschluss des Systems der Dinge sagte. Markus berichtet davon, dass Jesus in seiner Prophezeiung über die letzten Tage wiederholt zur Wachsamkeit aufrief (Mar. 13:33-37). Eine ähnliche Warnung finden wir mitten in der prophetischen Schilderung des großen…[…] Haggai und Sacharja motivierten die Juden zum Weiterbauen

„… (Offb. 16:14-16). Warum diese wiederholten Warnungen? Solche Appelle sind speziell dann wichtig, wenn die Gefahr besteht, dass jemand das Gefühl der Dringlichkeit verliert, weil sich etwas scheinbar in die Länge zieht.

Jesus machte an einem Beispiel deutlich, dass wir in unserer Wachsamkeit nicht nachlassen dürfen, während wir auf das Ende warten. Er sprach von einem Haus, in das eingebrochen wurde. Wie hätte der Hausbesitzer das verhindern können? Wenn er die ganze Nacht wach geblieben wäre. Jesus schließt mit dem Rat ab: "Erweist . . . euch als solche, die bereit sind, denn zu einer Stunde, da ihr es nicht denkt, kommt der Menschensohn" (Mat. 24:43, 44).

Dieses Gleichnis zeigt uns, dass wir darauf eingestellt sein müssen, zu warten — sogar ziemlich lange.

Es sollte uns also nicht allzu sehr beunruhigen, dass die schlechte Welt von heute länger besteht, als vielleicht erwartet. Wir dürfen uns nicht mit der falschen Überlegung selbst betrügen, Jehovas "Zeit ist nicht gekommen" (...) (Der Wachturm, 15.März 2011, Hervorhebung durch mich)


Hier die einzelnen Folien der PowerPointPräsentation als PD

Hier  und hier kann dieser Artikel diskutiert werden.