Bücher – allgemein
Lebt Jesus – oder hat er nur gelebt?
Gustaaf Adolf van den Bergh van Eysinga beantwortet diese Frage mit Ja und Nein. Ja, Jesus lebt und wirkt in den Köpfen und Herzen von Milliarden Christen. Er lebt als die Menschwerdung Gottes, der dadurch den Menschen seine Zuwendung bekundet. Nein, der “historische” Jesus von Nazareth hat nie gelebt. Diese Figur ist das Resultat einer notwendigen Vermenschlichung des mythischen Christus, des Gottes, der zur Erde herabgestiegen ist, um die Menschen an ihre wahre Natur als Lichtwesen im himmlischen Gottesreich zu erinnern. Da die Masse der Gläubigen nur schwerlich mit der Idee einer mythischen Gestalt warm wird, hat man ihr von seiten der werdenden katholischen Kirche den Menschen Jesus, der zur Zeit des Augustus im Palästina des Herodes und Pilatus “lebte”, an die Seite gestellt. Dadurch hat sich der Glaube vergegenständlicht und konnte seinen eigentlichen Siegeszug über die Erde antreten.
So zumindest sieht es der “Radikalkritiker” van den Bergh van Eysinga und er unterlegt seine interessanten Thesen mit vielen historischen Fakten.
Aus dem Inhalt:
- Hercules – Jesus
- Historisierter Mythos
- Jesus Christus als Logos
- Die Entstehung der katholischen Kirche
Jesus Menschensohn
Es gibt Themen, die Menschen ein Leben lang begleiten. Für Rudolf Augstein heißt eines davon: Jesus. Schon 1972 hat der Herausgeber des Spiegel ein Buch mit dem Titel Jesus Menschensohn veröffentlicht. Doch sein Neues ist tatsächlich ein neues Buch geworden. Denn die Antworten auf die Frage, wer Jesus eigentlich war, haben sich seitdem in Kirche und Theologie verändert.
Augstein sichtet die Fachliteratur kritisch, stellt Meinungen auch Nicht-Fachleuten verständlich dar. Sein Fach-Verstand kommt dennoch deutlich zum Ausdruck, wenn er fragt, was wir von einer historischen Person Jesus, sei die nun “aus Nazareth” oder nicht, eigentlich wissen können oder was seine Botschaft war. Hat Jesus eigentlich existiert? Und was könnte er gewollt haben? Was in Theologenkreisen längst bekannt ist, nämlich, daß unser Wissen über diesen Menschen sehr schmal ist, führt Augstein deutlich vor Augen. Was in christlichen Bekenntnissen und katholischen Dogmen über den “Gottessohn” ausgesagt ist, ist in vielen Punkten anfechtbar.
Die exegetischen Ergebnisse des letzten Vierteljahrhunderts, auch von jüdischer und muslimischer Seite, einem breiten Publikum zugänglich zu machen, darin liegt die Stärke dieses Buches. Denn die Erkenntnis, daß mit dem Mann Jesus nicht der Gottmensch und Gründer der christlichen Religion geboren wurde, wird noch immer nur von wenigen öffentlich in der Deutlichkeit ausgesprochen wie von Augstein.
Kein Bild von Jesus ist frei von der Persönlichkeit, die es entwirft. Diese Feststellung, die in theologischen Kreisen immer wieder getroffen wird, gilt auch für Augsteins Jesus Menschensohn. Seine Entlarvung des kirchlichen (und vor allem katholischen) Jesusbildes in seiner Verzerrung ist auch geprägt von seinen persönlichen Erfahrungen, ebenso wie die Antworten, die er darauf parat hat. Das Jesusbuch des politischen Menschen Augstein – eine Leseempfehlung für Skeptiker wie Gläubige, Fachkundige wie Laien. – Stefanie Ott-Frühwald
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Wozu brauche ich einen Gott?
Kurzbeschreibung
Fiona Lorenz hat sich auf die Spuren der Religionskritiker gemacht und zahlreiche Interviews mit Atheisten, Zweiflern und Agnostikern geführt: Darunter sind Prominente, aber auch ganz „normale“ Menschen, die sich gegen den Glauben aussprechen. Das Ergebnis ist ein intensiver, persönlicher Einblick in die Gründe für die Abwendung von Kirche und Religion.
Über den Autor
Dr. Fiona Lorenz promovierte bei Prof. Dr. Heinrich Seiler (em.) am Fachbereich Pädagogik der Universität Trier. Tätig in eigener Praxis (Coaching und Berufsfindung) in Trier sowie als Projektleiterin ESF-Maßnahme bei Zarabina asbl., Esch-sur-Alzette, Luxemburg.König, Ralf, geboren 1960 in Soest/Westfalen. Es folgte ein Studium an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf (Schwerpunkt „Freie Graphik“). Ralf König veröffentlicht seit 1979 und erhielt dafür u.a. Preise für den „Besten deutschsprachigen Comic-Zeichner“ (1990) und „Besten internationalen Comic-Zeichner“ (1992). Sein bekanntestes Werk erhielt nach der Verfilmung den „Bundesfilmpreis 1995“. Ralf König lebt heute als freier Autor und Zeichner in Köln. Sein Gesamtwerk wurde inzwischen in 11 Sprachen übersetzt und ist in 17 Ländern erschienen. 2006 erhielt Ralf König den „Max und Moritz-Preis“ „für seine künstlerische Stellungnahme im Streit um die Mohammed-Karikaturen“.
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Nein und Amen – Mein Abschied vom traditionellen Christentum
Im vorliegenden Buch beschäftigt sie sich mit dem Ballast von Märchen und Legenden innerhalb des Neuen Testaments, sie wendet sich gegen den Sadismus des Höllen-Glaubens und führt hin zu einem “sanften” Gott, einem Gott des Lebens und nicht des Tötens. Das Buch der Theologin Heinemann hat zwar nichts mit Zeugen Jehovas zu tun, aber es ist ein hervorragendes Hilfsmittel, um Abstand von festzementierten religiösen Dogmen zu gewinnen. Eine herzerfrischend respektlose Auseinandersetzung mit der Bibel.
Viele ehemalige Zeugen Jehovas haben die Erfahrung gemacht, daß der Ausstieg von dieser ihr gesamtes bisheriges Denken beherrschenden Sekte auch zu einer tiefen Glaubenskrise führte. Einige haben nach einem Ersatz für das gesucht, was sie bisher als „die Wahrheit“ kannten. Andere haben sich von jeglichem Glauben völlig abgewandt.
„Jesus wurde nicht von einer Jungfrau geboren, er hatte Geschwister. Er hat keine Toten auferweckt, lief nicht über das Wasser, und seine Krankenheilungen waren nicht Ausfluß übernatürlicher Wunderkraft.“ Der katholischen Theologieprofessorin Uta Ranke-Heinemann wurde die kirchliche Lehrbefugnis wegen ihrer Zweifel an der Jungfrauengeburt entzogen.
Nein und Amen – Mein Abschied vom traditionellen Christentum (ergänzte Neuausgabe), Uta Ranke-Heinemann, gebundene Ausgabe, 365 Seiten, ISBN: 3453211820
Religiös und frei. Glauben ohne Kirche?
Der Verfasser ist Fritz Köster, Theologe und Seelsorger. Er war als Missionar in Kamerun, Referent bei Missio (München) und arbeitet inzwischen an der Universität Eichstätt, an der Theologischen Hochschule der Pallontiner bei Koblenz und an der Gesamthochschule München.
Fritz Köster stellt sich dem unübersehbaren Phänomenen des Auszugs vieler Christen aus Kirche und Konfession: Wohin gehen diese Christen, und wohin geht die Kirche? Hier darf weder von Schuld noch von Gleichgültigkeit in die eine oder andere Richtung die Rede sein. Die Fragen sind zu wichtig: Gibt es noch Chancen und Wege der Begegnung, der Verständigung zwischen denen da drinnen und denen da draussen? Wer ist eigentlich drinnen, wer draussen? Bedarf es von seiten der Kirchen einer höchst dringlichen Denk- und Schweigepause, um im Sinne des christlichen Ursprungs als Weg- und Solidaritätsgemeinschaft in Erscheinung zu treten?
Ein engagierter Zwischenruf und eine herzliche Einladung nach “drinnen” wie “draussen”, sich auf die Grundpfeiler des Menschlichen zu besinnen, die auch die Fundamente des Christlichen sind.
Der Griff nach der Seele
Zuerst ist es Begeisterung, dann Angst und später nur noch Scham: Der Weg in eine religiöse Abhängigkeit führt durch emotionale Höhen und Tiefen. An Druck und Zwang zerbrechen die Mitglieder zweifelhafter religiöser Gruppen. Sie geraten in eine gefährliche Abhängigkeit, nicht selten entwickelt sich eine psychische Erkrankung.
Olaf Stoffel hat das selbst erlebt und sich befreit. In seinem Buch zeigt er, daß es Wege aus der Abhängigkeit in ein selbstbestimmtes Leben gibt. Ein sachlicher, fundierter und kompetenter Ratgeber! Olaf Stoffel, geboren 1956, Dr. phil., studierte Soziologie, Psychologie und Pädagogik. Er arbeitet therapeutisch und pädagogisch im Schul- und Hochschulbereich. Siebzehn Jahre lang war er Mitglied der Neuapostolischen Kirche, neun Jahre davon als Priester.
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Gespräche mit Gott, Bd.1, Ein ungewöhnlicher Dialog
Stellen Sie sich vor, Sie könnten Gott alle erdenklichen Fragen über das Leben hier auf Erden stellen – Fragen über die Liebe, den Tod, über Gut und Böse. Und stellen Sie sich vor, daß Gott Ihnen auf jede Ihrer Fragen ganz unmittelbar klar und verständlich antwortet…
Kommentare von Forumsteilnehmern:
Es ist mehr als gut, es ist ein Befreiungsschlag gegen einengende Gedanken, die man auch noch als „von Gott kommend“ bezeichnet … finde ich jedenfalls. Endlich ein Buch, dass Gott nicht irgendwo einzwängt in unsere muffligen, alten Begriffe, von einem alten weißhaarigen,rachsüchtigen Manne…
Mir und anderen Aussteigern hat Neale Donald Walsch geholfen, die Wachtturm-Brille abzulegen. Während meines Ausstieges waren seine Bücher ein ganz wesentlicher Entwicklungsschritt. Inzwischen interessert er mich nicht mehr, seine weitschweifigen Gedankengänge nerven mich nur noch. Aber das ist normal. Leben heißt sich ändern.
Die Walsch-Bücher sind absolut gut geeignet, um mit Dogmen und eingeschliffenen Denkstrukturen aufzuräumen. Wie es dann weitergeht, bestimmt jeder selber.
Keine Posaunen vor Jericho
Es ist ein provokantes Buch, das Finkelstein und Silberman als Resultat jahrelanger akribischer archäologischer Forschungen da präsentieren. Denn es geht ihnen um nichts anderes als die Rekonstruktion der Geschichte des alten Israel auf der Grundlage archäologischer Befunde; also entgegen der Instrumentalisierung biblischer Archäologie zum Beweis alttestamentlicher Darstellungen.
Bibelforschung inklusive der biblischen Archäologie ist letztendlich ein Ergebnis der Aufklärung. Bereits im 17. und vor allem verstärkt seit dem 18. und 19. Jahrhundert konnten Gelehrte zunächst mittels sprachwissenschaftlicher Untersuchungen nachweisen, dass die Texte der Bibel, besonders des Alten Testaments, im Laufe mehrerer Jahrhunderte zusammengestellt und von späteren Redaktoren bearbeitet worden waren und somit nicht als genuin historische Darstellungen betrachtet werden können.
Doch auch nach über zwei Jahrhunderten ernsthafter Bibelkritik sind deren mit Mitteln der neuesten Forschungen (vergleichende Sprachwissenschaften und Chronologie, archäologische Surveys und Ausgrabungen mit perfektionierten technischen Methoden) zunehmend präziser gewordene Ergebnisse auch heute noch Anlass zum heftigen Streit mit der rein religiös-theologisch motivierten Interpretation. Keine Posaunen vor Jericho. Die archäologische Wahrheit über die Bibel wird die Auseinandersetzung mit bisher noch anerkannt historischen Ereignissen des Alten Testaments und damit der Geschichte des alten Israel erneut forcieren.
Um ihre Erkenntnis vorwegzunehmen: Die Wurzeln des Volkes Israel beruhen auf der Geschichte zweier Königreiche und nicht wie bisher immer angenommen eines Königreiches, des Nordreiches Israel und des Südreiches Juda. Fundamentale Wahrheiten wie der Auszug aus Ägypten, die Einnahme Kanaans die Bedeutung des Reiches Salomons (fragliche Existenz des Tempels und Palastes) werden nicht nur in Frage gestellt, sondern negiert. Was sich von diesen Aussagen als letztendliche Wahrheit beweisen lässt, bleibt der zukünftigen Diskussion überlassen. Denn bei aller Schlüssigkeit und Transparenz ihrer Argumentation wird diese den Einwänden anderer standhalten müssen.
Das Buch zeichnet sich durch absolute Professionalität aus. Der Stil ist klar und präzise und die Autoren verzichten auf unnötige Polemik; der Aufbau ist logisch und auch für Laien jederzeit nachvollziehbar. Eine gründliche Einleitung zum Verhältnis Archäologie und Bibel führt den Leser mit Informationen zu den betreffenden Texten und der Bibelforschung ein. Dann legen sie zunächst die biblischen Berichte dar, ziehen antike nichtbiblische Quellen zum Vergleich heran und vergleichen schließlich diese Ergebnisse mit den archäologischen Befunden. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis zu jedem der zwölf Kapitel und ein sorgfältiges Register schließen dieses streitbare, aber hervorragende und hoch spannende Buch ab. – Osseline Kind
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Abschied von der Bibel – Vom alten Glauben zu neuem Wissen
In meinem Buch „Abschied von der Bibel – vom alten Glauben zum neuen Wissen“ versuche ich, Antworten auf zwei Fragen zu geben:
1) Warum hat die Bibel als „Gottes Wort” nach über 3000 Jahren nur ein Drittel der heutigen Menschheit erreicht?
2) Warum haben im Laufe von drei Jahrtausenden das Alte und Neue Testament der Bibel die Welt nicht verbessern können?
Wer alle Seiten der Bibel liest, findet darin die Antworten. Anhand von über 300 Bibelversen weise ich nach, dass diese nichts mit einem „Wort Gottes” oder mit einer „göttliche Inspiration” zu tun haben können. Die allzu menschlichen Eigenschaften der Bibelgötter JAHWE und JESUS (Eifersucht, Eitelkeit, Zerstörungswut, Machtbesessenheit, Unzuverlässigkeit) lassen erkennen, dass sie der Wunsch-Phantasie von mystisch veranlagten Menschen (Propheten, Aposteln) entstammen. Mit den heutigen Erkenntnissen der Hirnforscher kann man sich sogar erklären, wie es zu den weltweit unterschiedlichsten Gottesvorstellungen der Menschheit gekommen ist. Darum ist es nicht verwunderlich, dass die monotheistischen Lehren der Juden, Christen und Moslems der Menschheit mehr Unheil als Segen gebracht haben. Alle philosophischen, theologischen, politischen, ökonomischen und naturwissenschaftlichen Hypothesen, die den Realitäten unserer Welt widersprechen, führen kurz über lang in die Irrealität, oft genug in die Katastrophe. Ein klassisches Beispiel hierfür liefert uns die Bibel. Doch wer kennt sie in voller Länge und zieht daraus seine Lehren?
Jahwe, der biblische Gott
Kurzbeschreibung
Dieses glänzend geschriebene Buch zeichnet in fünf Bildern ein Porträt des biblischen Gottes, der in einer beispiellosen “Karriere” von der Gottheit eines politisch unbedeutenden Volkes am östlichen Rand des Mittelmeers zum monotheistischen Gott der westlichen Kultur aufgestiegen ist.
Jahwe, der Gott des Alten Testaments, ist Herrscher über alle Lebensbereiche. Er ist Geber von Weisheit, Herr des Krieges sowie Schöpfer und Erhalter des tierischen, menschlichen und pflanzlichen Lebens. In diesen Rollen ist er nicht den anderen, “heidnischen” Göttern entgegengesetzt. Vielmehr birgt er das Erbe und die Summe der Gotteserfahrung des alten Polytheismus. Bernhard Lang berücksichtigt in seinem Porträt einen Zeitraum von mehr als 1000 Jahren, von den frühesten Zeugnissen um 1000 v. Chr. bis zur frühchristlichen Gestalt eines himmlischen, die göttliche Herrschaft unterstützenden Statthalters. Dabei greift er nicht nur auf biblische Zeugnisse zurück, sondern bezieht auf breiter Grundlage textliche und bildliche Quellen Ägyptens und des alten Vorderasien mit ein. Zwei Anhänge erklären die zahlreichen traditionellen Namen und Bezeichnungen des biblischen Gottes – von “Jehova” bis zum “Herrn Zebaoth” – und bieten eine hilfreiche Übersicht über die Kulturgeschichte des Alten Vorderen Orients.
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David und Salomo – Archäologen entschlüsseln einen Mythos
Finkelstein und Silberman beschreiben die überraschende archäologische Wahrheit über die legendären Könige David und Salomo, deren Bild Judentum und Christentum maßgeblich geprägt hat. Sie zeigen, was der historische Kern der Sagen ist und wie die Legenden im Laufe vieler Jahrhunderte immer wieder im Interesse politischer und religiöser Machtansprüche umgearbeitet und erweitert wurden.
Während sich selbst kritische Bibelwissenschaftler bis heute an den Biographien Davids und Salomos abarbeiten, machen die Archäologen Finkelstein und Silberman auf erfrischende Weise tabula rasa: Über die beiden “Könige” wissen wir so gut wie nichts, denn Jerusalem war im zehnten Jahrhundert v. Chr. ein bedeutungsloses Bergdorf – ohne Tempel und Palast.
Ein geeintes Königreich von Israel und Juda hat es nie gegeben. Dieser Befund ist jedoch nur der Anfang einer faszinierenden Spurensuche. Wer waren in Wirklichkeit die mächtigen Herrscher, die in der Bibel beschrieben werden? Wer baute den Tempel? Archäologische und andere außerbiblische Zeugnisse geben Hinweise, wie nach und nach spätere Entwicklungen und Ereignisse – Eroberungen, Tempelbauten, wirtschaftliche Blütezeiten – mit David und Salomo verknüpft wurden. So machten der musikalische, Harfe spielende Gründer einer großen Dynastie und sein Sohn, der weise Erbauer des ersten Jerusalemer Tempels, auch noch als Verfasser von Psalmen, Liebesliedern und Weisheitsbüchern Karriere. In einem letzten Schritt zeigen die Autoren, wie David und Salomo zu messianischen Hoffnungsträgern, Vorläufern Jesu und idealen Herrschern stilisiert wurden. Der Mythos von David und Salomo erweist sich so als ein zentraler Schlüssel, um die wahre Geschichte des alten Israel, die Entstehung der Bibel und die Grundlagen der abendländischen Kultur zu verstehen.
Über die Autoren
Israel Finkelstein, geb. 1949, ist Professor für Archäologie an der Universität Tel Aviv und Leiter eines Grabungsteams in Megiddo. Er wurde 2005 mit dem hochdotierten Dan-David-Preis ausgezeichnet und gehört zu den führenden Archäologen in Israel.
Neil Asher Silberman, geb. 1950, ist Direktor des Ename Center for Public Archaeology and Heritage Presentation in Belgien und Mitarbeiter zahlreicher internationaler Forschungsprojekte.
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Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel
Über das Buch „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel“ von Michael Schmidt-Salomon (Autor) und Helge Nyncke (Illustrator) erschienen im Alibri Verlag ist schon im Vorfeld viel spekuliert worden. Dem hpd bot sich exklusiv die Gelegenheit, die Druckfahnen vorab zu sichten.
Der Rabbi, der Bischof, der Mufti und das Ferkel
Das Buch erzählt die Geschichte des kleinen Ferkels und des kleinen Igels, die stets „großen Heidenspaß” hatten. Doch dann entdecken sie eines Tages ein Plakat, auf dem geschrieben steht: „Wer Gott nicht kennt, dem fehlt etwas!“ Darüber erschrecken die beiden sehr, denn sie hatten ja gar nicht geahnt, dass ihnen etwas fehlte. Also machen sie sich auf den Weg, um „Gott“ zu suchen. Über die Abenteuer, die unsere beiden Helden später auf dem „Tempelberg“ erleben, sei an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Nur soviel: Rabbi, Bischof und Mufti erscheinen, obgleich sie sich in den Haaren liegen, als gleichermaßen verrückt, wie Ferkel und Igel nach überstandener Suche im Irrgarten der Religionen einhellig feststellen. „Und die Moral von der Geschicht’: Wer Gott nicht kennt, der braucht ihn nicht!“
Das frechste Kinderbuch aller Zeiten
Das von Helge Nyncke liebevoll illustrierte Buch ist nicht nur witzig, charmant und gescheit, es ist – auch wenn man mit Superlativen dieser Art sparsam umgehen sollte – das frechste Kinderbuch aller Zeiten! Denn so etwas hat es bislang noch nicht gegeben: Ein Bilderbuch, das die Religionskritik unverhohlen in die Kinderzimmer bringt, das (religiöses) Judentum, Christentum, Islam schon für Grundschüler verständlich als Wahnsysteme entlarvt! Es ist sicherlich kein Zufall, dass dieses für Kinder wie Erwachsene gleichermaßen amüsante „Buch für alle, die sich nichts vormachen lassen“ in etwa zeitgleich mit der deutschen Ausgabe des internationalen Bestsellers „Der Gotteswahn“ von Richard Dawkins erscheint. Denn in gewisser Weise handelt es sich hier um eine Art „Dawkins for Kids“. Brach Dawkins das Tabu, Religionen offen als Wahnsysteme zu bezeichnen, so brechen Schmidt-Salomon und Nyncke das wohl noch größere Tabu, dass man Kindern solche ernüchternden Erkenntnisse doch bitte vorenthalten möge.
http://hpd-online.de/node/2557
Die Kirche im Kopf
Dieses Lexikon nimmt auf vergnüglich-böse Weise die „Kirche im Kopf“ aufs Korn. Alphabetisch angeordnet und in „Vorwaschgang“ und „Hauptwaschgang“ gegliedert, analysieren die Autoren Begriffe, Komplexe, Redewendungen, die in unserem Denken und Sprechen wie selbstverständlich präsent sind und ihre religiöse Herkunft oftmals erst auf den zweiten Blick verraten.
Während im ersten Teil vor allem alltägliche Begriffe und Redensarten entschlüsselt werden, befaßt sich der zweite Teil mit grundlegenderen und philosophischen Fragestellungen. Am Ende der Lektüre sollten die Leserinnen und Leser nicht nur die eine oder andere Selbstverständlichkeit mit anderen Augen sehen, sie sollten über die bizarren religiösen Denkwelten auch befreit lachen können.
Nicht zu empfehlen ist dieses Werk für unkritische Geister, die sich bei der Hinterfragung religiöser Tatbestände in ihren persönlichen religiösen Gefühlen verletzt fühlen könnten. Wie in seinen anderen Büchern auch, nutzt Schmidt-Salamon die gezielte Provokation, um seine Leser zum selbstständigen Denken anzuregen.
Der Pfaffenspiegel
Historische Denkmale des Fanatismus in der römisch-katholischen Kirche
Ein Buch für das Volk hatte Otto von Corvin im Jahr 1845 geschrieben. Es sollte die Menschen aufrütteln, indem es den Machtmissbrauch der römisch – katholischen Kirche von den Anfängen an aufzeigt. Corvin deckt Verbrechen auf, die die Grundfeste der Institution Kirche schwer erschütterten.
Er mutet fast wie ein früher Dawkins an, wenn er in diesem Buch feststellt:
Auf Erfahrung beruht die Wissenschaft; die Tatsachen sind die Sprossen der Leiter,welche unsere Vernunft zur Erkenntnis der Wahrheit führen, und daher ist die Wissenschaft der Todfeind des unvernünftigen Glaubens, da sie ihn als solchen erkennen lehrt und mit dieser Erkenntnis vernichtet. Unvernünftigen Glauben nennt man gewöhnlich Aberglauben, und nach der Erklärung, die ich von der Entstehung der Religion gegeben habe, kann ich ohne alles Bedenken den religiösen Glauben als unvernünftigen oder Aberglauben bezeichnen.
Fazit: Ein zeitgenössisches Dokument, das heute immer noch (oder wieder) lesenswert ist.
Der Herr ist kein Hirte – Wie Religion die Welt vergiftet
Welche Rolle darf Religion heutzutage spielen? Keine – wenn es nach Christopher Hitchens geht. Schon gar keine Sonderrolle, dazu ist unsere Welt zu klein geworden. In seiner Streitschrift legt er eloquent und provokant dar, dass die Rückkehr zum Glauben – ob als archaische Staatsdoktrin oder vermeintlich modernes Sinnstiftungsangebot für den Privatgebrauch – in eine gefährliche Sackgasse führt.
Eine gute Welt, so empfand es Bertrand Russell 1927 in seinem grundlegenden Vortrag »Warum ich kein Christ bin«, brauche keine Fesselung der freien Intelligenz durch Worte, die vor langer Zeit von unwissenden Männern gesprochen wurden. Sie brauche einen furchtlosen Ausblick auf die Zukunft.
Achtzig Jahre später hat sich Christopher Hitchens in der Welt umgesehen. Sein Bericht: Nach wie vor lehren die Religionen auf allen Erdteilen das Fürchten, stehen als Quell von Intoleranz, Sexismus, Siechtum, Gewalt und körperlichem wie seelischem Missbrauch einem menschenwürdigen Zusammenleben im Wege. Und selten stand die Zukunft so in ihrem Bann wie jetzt.
Mit seinem polemischen Rundumschlag beleuchtet Hitchens Entstehung, Verbreitung und Wirkung diverser Glaubensgemeinschaften – von Cargo-Kult bis Christenheit – und macht deutlich, wie stark und unheilvoll ihr Einfluss auf Politik und Gesellschaft gerade heute ist. Der bissigste Beitrag des Jahres 2007 zum Sachbuch-Thema Religion.
Abgeschrieben, falsch zitiert und missverstanden
Widersprüche und Merkwürdigkeiten des neuen Testaments aufs Korn genommen. Eine kurzweilige Analyse der Ursprünge und Entstehungsgeschichte der biblischen Texte.
Die Bibel ist nicht vom Himmel gefallen, sondern in einem langen Prozess nach und nach entstanden. Und die, die die Geschichten und Texte weitergegeben haben, waren nicht immer die Sorgfältigsten und die Uneigennützigsten. Da wurde mitunter geschlampt und – wenn’s denn der höheren Wahrheit oder dem, was man dafür hielt, diente – auch schon mal dezent verändert.
Bart D. Ehrman beschreibt an vielen Beispielen, wie die Bibel wurde, was sie heute ist. Und wer wo wann und warum die Finger im Spiel hatte. Ein kurzweiliges, unterhaltsames und sehr lehrreiches Buch.
Die Washington Post schrieb zur amerikanischen Originalausgabe: “Ein ungewöhnlicher Bestseller des Jahres 2007.”
Denn sie wissen nicht, was sie glauben
Die Brisanz des vorliegenden Buches liegt in der Bestreitung der weitgehend (gerade auch bei „progressiven“ Christen) akzeptierten Prämisse heutiger Kirchen- und Christentumskritik, daß zwar die Kirche mangelhaft sein möge, die Bibel aber als ethisches Fundament unverzichtbar sei.
Franz Buggle zeigt, daß der humanitäre Standard des biblischen Gottes hinter dem seiner allermeisten heutigen Anhänger weit zurückbleibt.
Seine Diagnose, daß die Bibel als unabdingbare Basis aller christlichen Religiosität gravierende ethisch-humanitäre und psychologische Defizite aufweist, belegt der Autor anhand zahlreicher Stellen aus den alt- und neutestamentarischen Schriften. Ausführlich setzt er sich mit den vielfältigen Rettungsversuche renomierter theologischer und nichttheologischer Apologeten auseinander und weist ihnen intellektuelle Unredlichkeit im Umgang mit christlichen Glaubensvorstellungen nach.
Indem es Gründe und Hintergründe dieses Reflexionsstopps benennt, greift das Werk Buggles weit über eine bloße Bibelkritik hinaus. Es leistet nach dem Urteil eines der bedeutendsten Religions- und Ideoligiekritikers, Prof. Hans Albert, viel umfassender „eine ganz ausgezeichnete Analyse der aktuellen religiösen Situation.“ Der führende katholische Psychoanalytiker und Religionspsychologe Albert Görres nannte es „die beste Antitheologie, die ich gefunden habe“.
Man kann dem Buch Buggels eine äußerst wichtige Funktion in der religiösen Grundlagendiskussion nicht absprechen. Denn zum einen dürfte es kein deutsches Buch geben, das die Kritik am Christentum derart umfassend belegt, leicht verständlich und engagiert zum Ausdruck bringt und zum zweiten führt Buggle eine so offensive wie spannende Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen deutschen Geistesgrößen.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.04.1992
Die 2. Auflage aus dem Jahr 2004 zeichnet sich durch eine Überarbeitung und Erweiterung aus.
Ticket to Heaven
David, ein junger Lehrer, reist nach der Trennung von seiner Freundin in ein Sommercamp nach Kalifornien, um dort seine Sorgen zu vergessen. Nachdem er sehr freundlich empfangen wird und sich alle Teilnehmer intensiv um ihn kümmern, bekommt er Zweifel an den wahren Absichten der Gruppe.
Viel zu spät stellt er fest, dass er in eine fanatisch-religiöse Gruppe geraten ist, die ihn mit allen Mitteln davon abhält, in sein altes Leben zurück zu kehren. Stattdessen wird er dazu gezwungen, möglichst viel Geld für die Sekte zu verdienen. Als Davids alter Freund Larry merkt, in welche Schwierigkeiten sein Kumpel geraten ist, versucht er verzweifelt, David aus den Fängen des Psycho-Terrors zu befreien. Das ausgezeichnete Sekten-Drama “Ticket to Heaven” zeigt auf einfühlsame und spannende Weise die Gefahren von religiösen Gruppen, die mit Psycho-Tricks ahnungslose Mitglieder ausnutzen. Die hervorragende schauspielerische Leistung von Nick Mancuso und Kim Cattrall machen diesen Film absolut sehenswert.
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Das egoistische Gen
Sind wir Marionetten unserer eigenen Gene? Nach Richard Dawkins´ vor 30 Jahren entworfener und heute noch immer provozierender These steuern und dirigieren unsere von Generation zu Generation weitergegebenen Gene uns, um sich selbst zu erhalten. Alle biologischen Organismen dienen somit vor allem dem Überleben und der Unsterblichkeit der Erbanlagen und sind letztlich nur die “Einwegebehälter” der “egoistischen” Gene.
Sind wir Menschen also unserem Gen-Schicksal hilflos ausgeliefert? Dawkins bestreitet dies und macht uns Hoffnung: Seiner Meinung nach sind wir nämlich die einzige Spezies mit der Chance, gegen ihr genetisches Schicksal anzukämpfen. Zum Jubiläum des “egoistischen Gens” erscheint diese Ausgabe – mit einem neuen Vorwort von Richard Dawkins und einem von Wolfgang Wickler.
Dieses Buch beschreibt mit großem Geschick eine neue Facette der Evolutionstheorie. Gelehrt, geistreich und sehr gut geschrieben. Dieses mit Eleganz und Präzision gedachte und mit Witz und Leidenschaft geschriebene Buch hat in 30 Jahren weder an Faszination noch an Aktualität eingebüßt. Ein echter kultureller Meilenstein unserer Kultur.
Scientology – Wie der Sekten-Konzern die Welt erobern will
Zu Beginn des neuen Jahrtausend schien es, als hätte sich das Problem Scientology teilweise erledigt. Scientology wurde als »neue Form des politischen Extremismus« vom Verfassungsschutz beobachtet und verlor viele Anhänger. Doch inzwischen ist die Sekte wieder offensiv tätig. Scientology rief einen »Krieg gegen Europa« aus und eröffnete mitten in der Berliner City ihre neue Deutschland-Zentrale. Erklärtes Ziel: Einflussnahme auf die Abgeordneten des Deutschen Bundestages und die deutsche Politik.
Die Autoren haben ihre beiden früheren Bücher (»Der Sekten-Konzern« und »Psycho-Sekten«) komplett überarbeitet und ergänzt. Sie beschreiben die Rolle von Tom Cruise als wichtigstem Werbeträger, den Vormarsch und die mafiaartige Unterwanderung von Unternehmen. Darüber hinaus schildern sie das tragische Schicksal von Scientology-Kindern, die Übergriffe des scientologischen Geheimdienstes gegen Kritiker und den dramatischen Ausstieg einstiger Sektenchefs.
Ch.Links Verlag, ca. 400 Seiten, Erscheint voraussichtlich: 16.April 2008, EUR 19,90
Delphinsommer
Geschrieben von: Michael M. Drebing
Die sechzehnjährige Nathalie ist wie ihre Eltern Mitglied der religiösen Gemeinschaft „Kirche des Herrn“.
Zahlreiche Regeln und Verbote führen dazu, dass Nathalie einfach anders ist als ihre Mitschüler. Ihr Außenseitertum erträgt sie kraft ihres Glaubens und kraft der Liebe ihrer Eltern.
Durch äußere Umstände begünstigt, beginnt an sie an den bis dahin für sie unumstößlichen Glaubenssätzen zu zweifeln und stößt schnell an die Grenzen der Wahrheit, wie die „Kirche des Herrn“ sie formuliert. Für Nathalie beginnt ein schmerzvoller Weg. Sie muss erkennen, dass „die Kirche des Herrn“ mit rigiden Methoden ihre Mitglieder auf Linie hält, dass gelogen wird, wenn es als der „Sache“ dienlich erscheint, dass es ein systematisches Ausloten der Not fremder Menschen gibt, und dass ihr Stiefvater nicht nur ein liebevoller Vater sein kann, sondern auch ein Mann, der vor körperlicher Züchtigung nicht zurückschreckt.
“Delphinsommer” zeichnet den Weg eines schmerzlichen Bewusstwerdens für ein junges Mädchen, das aus der engen Welt ihrer religiösen Gemeinschaft ausbricht.
Die Autorin Regine Bielefeld schrieb das Drehbuch nach Erlebnisberichten junger Frauen, die aus Sekten ausgebrochen sind. Im Zuge dieser Recherchen bestanden intensive Kontakte sowohl zu KIDS e.V. als auch zum Netzwerk Sektenausstieg e.V.
Auch im Jahr 2007 macht man sich selbst in einem Land wie der Bundesrepublik Deutschland oft keinen Begriff davon, welchen Ordnungen Menschen sich und andere unterwerfen, die allen Grundregeln von Demokratie, Selbstbestimmung und religiöser Toleranz widersprechen.
In Zeiten, in denen einige dieser religiösen Gemeinschaften versuchen, trotz offenkundiger Ablehnung des sie umgebenden Staates, dessen Anerkennung und steuerliche Vorteile zu erwerben, soll dieser Film helfen, ein Bewusstsein für die Nöte von Aussteigern zu schaffen.
- Buch: Regine Bielefeldt
- Kamera: Volker Tittel
- Musik: Fabian Römer + Dieter Schleip
- Schnitt: Christel Sukow
- Ausstattung: Peter Francis Lewis
- Producer: Michaela Nix
- Redaktion: Wolf Dietrich Brücker, Frank Tönsmann
- Regie: Jobst Oetzmann
Anleitung zum Zukunfts-Optimismus – Warum die Welt nicht schlechter wird
Wider den ewigen Pessimismus
Eine chronische Depression lähmt unsere Gesellschaft und verhindert echten Wandel. Der apokalyptische Spießer ist der Archetypus unserer Zeit. Die Angstlobby regiert das Land – moralisierend, profitgeleitet. So taumeln wir verängstigt dahin. Dieses Buch rüttelt auf!
Matthias Horx rechnet mit dem wohlfeilen Pessimismus ab. Er kämpft für den gelassenen, lösungsorientierten Optimismus – die letzte Provokation, die in unserer Gesellschaft noch möglich ist. In verdunkelten Zeiten birgt dieser Optimismus das Erbe der Aufklärung. Und er tut dringend not. Horx zeigt an ausgewählten Beispielen, wie der Schreckensdiskurs Gesellschaften so weit lähmen kann, dass sie zugrunde gehen. Es ist höchste Zeit für den Alarm gegen den Alarmismus! Dieses Buch liefert Munition gegen die verbreitetsten Untergangsgerüchte und zeigt, wie wir den grassierenden Pessimismus überwinden können.
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Inhaltsverzeichnis
- Die Zukunftswette
- Teil I: Das Imperium der Angst
- Die Auguren der Apokalypse
- Die Lobbys des Alarmismus
- Die Psychologie des Alarmismus
- Die Wirkungen des Alarmismus
- Teil II: Die Skripte der Zukunftsangst
- Das Märchen von der bösen Globalisierung
- Das Märchen von der „aufklaffenden Schere“ zwischen Arm und Reich
- Das Märchen von der medialen und sonstigen Verblödung der Menschheit
- Das Märchen von der demografischen Katastrophe
- Das Märchen von der Prekarisierung der Arbeit
- Das Märchen von der wachsenden Gewalt und dem Krieg der Kulturen
- Das Märchen von der finalen Seuche
- Das Märchen vom Werte- und Moralzerfall
- Das Märchen von der Klimakatastrophe
- Das Märchen von der tödlich bedrohten Natur und der Formel der „Nachhaltigkeit“
- Finale: Der Zukunft zugewandt – Plädoyer für einen evolutionären Optimismus
Die Einführung kann man hier lesen:
http://www.horx.com/Zukunfts-Optimismus/Zukunfts-Optimismus_Die-Zukunftswette.pdf (PDF 102kB)
Good Bye, Lenin
Geschrieben von: Schimpanse
Witzige, humorvolle Aufarbeitung des umgestürzten DDR-Regimes. Eine Mutter, die von der DDR-Diskette aus ganzem Herzen überzeugt war und deren Kinder, die um jeden Preis die Mutter während der Genesung schonen wollten, damit sie den Umsturz nicht mitkriegt. Absolute Sekten-Parallelen zum Lachen, zum Weinen, zum Verarbeiten der Sekten- und natürlich DDR-Vergangenheit.
Weiters finde ich es genial, dass einmal die putzigen Seiten der DDR gezeigt werden. Der Film ist für mich einer der besten, die ich jemals gesehen habe. Auch für Außenstehende, die nie in einer „Matrix“ lebten, ist er eine große Hilfe, um einen Ex-Sekti etwas besser zu verstehen. Eine der Schlussszenen werde ich nie vergessen: Als die junge Schwiegertochter in spe der zukünftigen Schwiegermutter (klasse gespielt von allen!) erklärt, was wirklich passiert ist. Die Schwiegermutter weint bitterlich und Du siehst, wie sie die Lippen formt zu dem Satz „das ist so schlimm“. Und die Schwiegertochter versucht sie zu trösten und sagt: „Nein, das ist nicht schlimm.“
Alex’ Mutter ist in der DDR groß geworden. Sie kannte nichts anderes. Als sie von ihrem Mann getrennt leben musste, zerbrach es ihr halb das Herz. Sie steigerte sich halt in ihre neue Rolle als DDR-Aktivistin hinein. Das ist zutiefst menschlich. Heute weiß ich das. Damals nicht. So wie sich oftmals ein Welti als Zeuge Jehovas taufen lässt, weil er gerade eine tiefschmerzliche Erfahrung machte (große Liebe ging in die Brüche, Ehescheidung, schlechte Kindheit, Arbeitslosigkeit pipapo). So wie sich viele von uns in den Predigtdienst hineinstürzten, um nicht viel Zeit zum Nachdenken zu haben, bis endlich das Paradies kommt.
Als Alex’ Mutter zu Hause krank im Bett lag und an ihrem Geburtstag auf dem gegenüberliegenden Wohnblock die Coca-Cola Werbung ausgerollt wurde, genügte als Erklärung eine einzige gefakte Nachrichtensendung. Bis dahin wurden die Vorhänge im Schlafzimmer zugezogen. Wie einfach konnte Alex seine Mutter mittels erfundener Nachrichten davon überzeugen, dass Coca-Cola schon immer ein Getränk der DDR sei respektive von DDR-lern erfunden worden ist. Bei Zeugen Jehovas geht das auch bestens: eine Wachtturmausgabe genügt und schon denkt das ganze Völkchen über dieses oder jenes so, als ob sie schon immer so darüber gedacht hätten.
Die ernste Herzerkrankung von Alex’ Mutter: Alex tut alles, um sie nicht aufzuregen. Er spielt ihr die DDR vor, obwohl es schon lange keine DDR mehr gibt. Einige Aussteiger leben auch aus Liebe und Respekt ihren Verwandten gegenüber die DDR, obwohl sie innerlich mit der Sache abgeschlossen haben.
Wenn ich „Good bye, Lenin!“ sehe, dann lasse ich meinen persönlichen Kampf, die Transformation anzunehmen, Revue passieren.
Kompass Sekten und religiöse Weltanschauungen
Für einen schnellen Überblick. Konzentrierte Informationen in ca. 300 Stichwörtern. Für Schule, Studium, Erwachsenenbildung und für alle, die beruflich mit dem Thema konfrontiert werden. Unüberschaubar und verwirrend ist die Zahl der Religionen, Sekten, neureligiösen Bewegungen und Weltanschauungen.
Dieses Lexikon hilft Klarheit zu gewinnen: mit konzentrierten Informationen zur jeweiligen Geschichte, wichtigen Persönlichkeiten, Glaubenslehre und Praxis. Aktuell und praxisnah präsentieren die beiden Autoren die gesamte Bandbreite der Szene. Durch eine Auffächerung der Begrifflichkeiten ermöglichen sie eine zügige Orientierung. So finden sich z.B. neben “Zeugen Jehovas” weitere Einzelbegriffe wie “Wachtturmgesellschaft”, “Wachtturm” und “Erwachet”. Beispiele aus der Nomenklatur: Apostolische Gemeinde – Ayurveda – Bibelforscher – Christian Science – “Das weisse Pferd” – Engelwerk – Gothic-Szene – Hubbard, Laf Ron – New Age – Reinkarnation
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Psycho-Sekten
Psychosekten haben Zulauf. Als Sinnanbieter in einer unübersichtlicher werdenden Welt versprechen sie Halt und Orientierung. Ihr Preis: Geld (viel Geld) und völlige Abhängigkeit. Die Autoren leuchten den Psycho-Markt in allen Schattierungen aus. In Hintergrundanalysen und spannenden Reportagen beschreiben sie die Aktivitäten von mehr als 20 Gruppen. Ein Ratgeberteil, der Adressen von Beratungs- und Informationsstellen, Checklisten zum Erkennen von Psychosekten und Literaturhinweise enthält, macht dieses erste Buch auf dem deutschen Markt, das die gesamte Psychoszene in den Blick nimmt, zum Handbuch für alle, die direkt und indirekt mit solchen Gruppen in Berührung kommen.
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Die Wolfsfrau – Die Kraft der weiblichen Urinstinkte
Keiner Frau ist es vom Schicksal bestimmt worden, ihr Dasein als kümmerliches, unauffälliges Nagetier zu führen, als dressiertes Mäuschen, das es nicht fertigbringt, einen mächtigen, wolfsartigen Satz nach vorn zu machen, sich auf die Jagd zu begeben und das Unbekannte zu erforschen!
Clarissa Pinkola Estés hat den Weg bereitet für ein neues Frauenbewusstsein: In Märchen und Mythen zeigt sie uns jene schlummernde weibliche Kraftquelle, die jede Frau in sich trägt. Haben wir die Wolfsfrau wieder in uns entdeckt, so finden wir zurück zu Leidenschaft, Kreativität, Instinkt und Selbstbewusstsein. Ein Buch zum Lachen, Zornigwerden und Wiedererkennen: poetisch, klug – und völlig anders als die üblichen Psychoschmöker!
Journal für die Frau
Dr. Clarissa Pinkola Estés ist das Kunststück gelungen, gleichzeitig ein fundiertes Fachbuch von hohem Niveau und ein Buch voller Geschichten und Gesänge zu schreiben.
Süddeutsche Zeitung
Farm der Tiere – Ein Märchen
Orwells Meisterwerk der politischen Satire mit dem geflügelten Resümee: Alle Tiere sind gleich, aber einige Tiere sind gleicher als andere. Mit Zeichnungen von F.K. Waechter, Essays und Dokumenten. Dem Roman liegt die Überzeugung zugrunde, daß alle Revolutionen letzten Endes nur eine Verschiebung im Kaleidoskop der Macht herbeiführen, daß die Grunstrukturder Gesellschaft aber immer die gleiche bleibe.
Dieser Pessimismus zeigt, daß die Farm der Tiere mehr ist als nur eine Satire auf die kommunistische Revolution in Sowjetrußland. Die Satire zielt nicht nur auf den einmaligen historischen Tatbestand, sondern auf jede Revolution überhaupt, deren Ursachen und Antriebe, deren Versagen und endliche Verkehrung ins Gegenteil Orwell an einem animalischen Staatswesen demonstriert. „George Orwell, Prophet der Schreckenswelt von 1984, vielzitierter Autor auch der grimmigen Fabel Farm der Tiere, ist heute der meistgelesene englische Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Und mit später Bewunderung wird inzwischen auch jener einst so mißachtete, jener andere Orwell zur Kenntnis genommen, der in Romanen, Reportagen und vielen Essays Zeugnis ablegt von seiner Zeit, von den Dreißigern und Vierzigern, in denen sich Europas Gesicht verändert hat.“ (Der Spiegel)
Statt „Staat“ muß man hier nur „Sekte“ einsetzen und alles stimmt. Parallelen zu solchen totalitären Sekten muß man hier gar nicht aufzählen, sie stellen sich von selbst bei der Lektüre ein.
Die Welle – Bericht über einen Unterrichtsversuch, der zu weit ging
Warum haben die Deutschen während der NS-Zeit nicht versucht das Geschehen aufzuhalten? Warum wird immer gesagt, man hätte von alldem nichts gewusst? Auf diese Fragen sucht der junge Geschichtslehrer Ben an der Gorden-High-School eine Antwort. Doch was als harmloses Experiment, einer Schülerbewegung namens „Die Welle“ beginnt, wird bald zu einer riesigen Flut, die alles unter sich begräbt. Kritisch und gegenwartsbezogen beschreibt der Autor, wie Zusammengehörigkeitsgefühl, Führeridol und fragwürdige Grundsätze die Menschen beeinflussen.
Sekten – Wie Menschen ihre Freiheit verlieren und wiedergewinnen können
Die Autorin ist Professorin für klinische Psychologie in Berkeley und beschäftigt sich seit über dreißig Jahren mit dem Thema Sekten. Ihre Forschungsarbeit und ihre praktische Beratertätigkeit machen sie zu einer weltweit aberkannten Expertin auf diesem Gebiet.
Das Buch beantwortet diese wesentlichen Fragen:
- Was macht eine Gruppe zur Sekte?
- Mit welchen Methoden rekrutieren Sekten neue Mitglieder?
- Wie werden Mitglieder abhängig gemacht und dazu gebracht, eine Pseudopersönlichkeit anzunehmen?
- Was können Familien tun, die einen Angehörigen an eine Sekte verloren haben?
- Welche Art von Hilfen brauchen Menschen, um aussteigen zu können und wieder ins Leben zurückzufinden?
Wege zur Gelassenheit
Wege zur inneren Gelassenheit und Souveranität. In zahlreichen Fallbeispielen verdeutlicht er die Lösung innerer Verkrampfungen bei Streß und Konflikten und stellt dar, wie ein Leben in Gelöstheit, Heiterkeit, Leichtigkeit und Harmonie verwirklicht werden kann.
Lassen Sie sich nichts gefallen
Die sieben goldenen Regeln, sich nicht unterkriegen zu lassen, bleiben immer gültig.
Peter Lauster weist uns in seinem Longseller den Weg aus der Anpassungsfalle. Nur wer mit seinen Lebenslügen gründlich aufräumt, seinen Persönlichkeitspanzer aufbricht und sich mit Mut dem Neuen stellt, wird zu Lebenslust, Gesundheit und Glück finden.
Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge
Es ist zunächst nicht einfach dieses Buch zu lesen, zwischen den Aufzeichnungen fehlen die deutliche Übergänge, die Gegenwart vermischt sich sowohl mit der Vergangenheit, wie auch mit den frei erfundenen Geschichten. Rilke schildert in seinem Roman die Identitätskrise eines sensiblen und der äußeren Welt völlig ausgelieferten Menschen.
Malte befindet sich in Paris, er kennt niemanden, seine tief empfundene Einsamkeit, die Fremdheit der neuen Umgebung wecken in ihm das Gefühl des Fremdwerdens der Wirklichkeit. Eine der durchgehenden Leitmotive ist die Ausdeutung des Masken, Verkleidungen und Rollenspiele, die er letztlich von den mit ihm im Bezug stehenden Personen als notwendig aufgedrängt bekommt.Die Möglichkeit, daß sich nichts unter dieser Maske befindet, versetzt ihn in starke Angstzustände. Er versucht eine Kontinuität in seinem Leben finden, fragt nach seinem Selbst.
Eine Möglichkeit des Herstellens dieser Kontinuität sind seine Kindheitserinnerungen. Malte erinnert sich z.B. an eine Szene in seiner Kindheit, in der er sich spielend in fremde Kleider vermummte, die allmählich die Macht über ihn bekamen. Er verwickelte sich in diese Äußerlichkeiten, die selbst auferlegte Maske dämpfte seine Stimme, niemand wußte jedoch die Situation richtig einzuschätzen, sie „standen da und lachten, mein Gott, sie konnten dastehen und lachen. Ich weinte, aber die Maske ließ die Tränen nicht hinaus, sie rannen innen über mein Gesicht und trockneten gleich und rannen wieder und trockneten. Und endlich kniete ich hin vor ihnen, wie nie ein Mensch gekniet hat; ich kniete und hob meine Hände zu ihnen auf und flehte: Herausnehmen, wenn es geht, und behalten, aber sie hörten es nicht; ich hatte keine Stimme mehr.“ Als Kind wurde Malte ohnmächtig, er flüchtete in das “Nichtsein”, was man als völliges Identitätsverlust deuten kann.
Rilke schließt seinen Roman mit einer Variante des Gleichnisses vom verlorenen Sohn (da habe ich endlich die thematische Kurve hingekriegt!). Darin streift er noch einmal die ihn quälenden Themen. Der von den Erwartungen seiner Umgebung geplagte Sohn verläßt das Haus des Vaters, um der auf ihn gerichteten transitiven Liebe des Vaters zu entkommen. Nach einer langen Wanderung, die ihn zur möglichen Selbsterkenntnis, aber vor allem zur besagten Gelassenheit bringt, kehrt er nach Hause zurück (nicht unbedingt als einen Ansporn zur Wiederaufnahme deuten, bitte). Jetzt erkennt er die Lage und Absichten der anderen, findet sich damit ab, erlangt sein psychisches Gleichgewicht, erkennt seine innere Natur und lernt sie zu achten (meine positive Auslegung der Geschichte, in der Forschung wird auch der Gegenteil behauptet).
Ich las dieses Buch in der Phase meiner Ablösung von der WTG, und hatte zu der Zeit ebenfalls das Gefühl, mich wie in einer fremden Stadt zu bewegen, in der ich niemanden kannte. Ich war auf dem Weg zum Nullpunkt, ein Nichts, und dieses „Nichts fing an zu denken“. Das tat gut. Immerhin ein guter Anfang.
Mouky
Das Milgram-Experiment – Zur Gehorsamsbereitschaft gegenüber Autorität
Ein wichtiges Buch, mehr kann man kaum sagen. Stanley Milgram führte beginnend mit den 1960er Jahren umfangreiche Versuchsreihen zum Thema „Gehorsam gegenüber Autoritäten“ durch. Die Resultate sind erschreckend – den meisten Versuchspersonen war Gehorsam gegenüber einer (scheinbaren!) Autorität wichtiger als das Wohl von Mitmenschen. Das muss man lesen, um es zu glauben. Es steckt wohl in uns allen drin.
Sich einlassen und loslassen – Neue Lebensmöglichkeiten bei Trauer und Trennung
In diesem Buch geht es zwar in der Hauptsache um die Auseinandersetzung mit der Trauer bei der Trennung von einem vertrauten Menschen, aber auch die Trennung von einer vertrauten und liebgewordenen Lebensform ruft Gefühle des Verlustes und der Trauer hervor.
„Haben wir etwas verloren, das für uns und unser Leben bedeutsam war, einen Menschen, eine Lebensform, eine Arbeit, die körperliche Gesundheit usw., geraten wir in eine mehr oder minder bemerkbare Identitätskrise. Das heißt aber auch, wir müssen uns neu auf uns selbst besinnen als Menschen, die nun in einer veränderten Lebenssituation sich befinden und sich auch neu zurechtfinden müssen … Gewandelt ist es möglich, neue Beziehungen zu wagen, sich neu auf das Leben einzulassen, auch wenn mit Verlusten immer wieder zu rechnen ist.“
Die Möwe Jonathan

Die Möwe Jonathan erzählt die Geschichte einer Möwe, die anders ist als ihre Artgenossen. Sie glaubt an das Abenteuer des Fliegens als Teil der großen Freiheit der Möwen. Das Buch ist geschrieben für Menschen, die verstehen, daß es mehr gibt als den greifbaren Erfolg, für Menschen, die Befriedigung finden in einer Sache, von der sie überzeugt sind, auch wenn sie sich damit gegen die ganze Welt stellen, für Menschen, die frei sind für das Abenteuer der Persönlichkeit.
Nur in deinem Kopf – Das Update für Geist und Gehirn
Herzlich willkommen zu Lach- und Sachgeschichten für Erwachsene rund ums Gehirn und seinem Inalt und allem drumherum. Sehr unterhaltsam, wie Arvid Leyh hier die Biologie des Gehirns erklärt, es aber nicht dabei beläßt. Letzten Endes hat das Verstehen des Gehirns auch mit dem Verstehen von uns selbst zu tun. Eine spannende und äußerst lehrreiche Wortreise, die verschiedene Antworten anbietet, ohne dabei den Sinn für Humor aus den Augen zu verlieren. Nicht zuletzt, weil es dem Autor immer wieder gelingt, auf den Boden der alltäglichen Tatsachen zurückzukehren, ohne sich in Hochtrabendem zu verlieren. Danke.
Smudo, Fanta 4
Von der Gottesvergiftung zu einem erträglichen Gott

In seinem Bestseller „Gottesvergiftung“ hat Tilmann Moser die Entstehung und die verheerenden Auswirkungen religiös begründeter Neurosen beschrieben. Heute, nach zwanzig Jahren als Psychoanalytiker, berichtet er von den verschiedensten Erfahrungen mit den religiösen Prägungen seiner Patienten.
Dabei wird deutlich: Tief in der Seele der meisten Menschen gibt es eine Selbstverständlichkeit von Religiosität und Glaube, eine Fähigkeit, sich liebevoll berühren zu lassen. Die Frage ist nur: Trifft diese Offenheit auf einen strengen Richtergott oder auf einen gütigen, lebensbejahenden Gott?
Panorama der neuen Religiosität – Sinnsuche und Heilsversprechen zu Beginn des 21. Jahrhunderts
Spiritualität und Religiosität stoßen gegenwärtig wieder auf ein wachsendes Interesse: Religiöse Themen schlagen sich in Werbung, Kino und Kunst nieder, Psychoszenen geben Heilsversprechen, Anthroposphie und Waldorfpädagogik finden breite Zustimmung, diverse Religionsgemeinschaften haben regen Zulauf.
Doch welche Inhalte, Lehren und Konflikte verbergen sich dahinter?
Dieses jetzt aktualisierte Grundlagenwerk versammelt fundierte Kenntnisse und wichtige Informationen über die unterschiedlichen Gruppierungen, Bewegungen und Erscheinungsformen neuer Religiosität. Zusätzlich liefert es Beurteilungskriterien und Hilfen zur Auseinandersetzung.
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Sekten
Der Journalist und Sektenexperte Ulrich Rausch hat die 99 wichtigsten Fragen zum Thema Sekten zusammengestellt und präzise beantwortet. Umfangreich und kompetent erklärt er alles zu den in Deutschland aktiven Sekten: Wie man sich generell vor Sekten schützen kann, welche Sekten für Kinder besonders gefährlich sind, wie man sich wieder lösen kann, wenn man in ihre Fänge geraten ist, und vieles mehr.
Die Revolution entlässt ihre Kinder
Wolfgang Leonhards 1954 erstmals erschienenes Buch Die Revolution entläßt ihre Kinder, ist längst zu einem Klassiker der Kommunismusforschung avanciert. Zu Recht, denn auch nach 45 Jahren hat es nichts von seiner Aktualität und Brillanz verloren.
Wer die inneren Funktionsmechanismen des Stalinismus verstehen will, kommt an Leonhards Buch nicht vorbei. Doch was macht das Besondere seiner Arbeit aus? Der Autor genießt einen entscheidenden Vorteil bei der Analyse des Stalinismus: Die Erfahrungen eines zehnjährigen Lebens in der Sowjetunion und der vierjährigen Tätigkeit als Funktionär im zentralen Apparat der SED-Führung.
1935 nach Moskau emigriert, erlebte Leonhard die große stalinistische Säuberung der Jahre 1936 bis 1938 und wurde ab 1942 auf der Schule der Kommunistischen Internationale zum Funktionär ausgebildet. Im Mai 1945 kehrte er zusammen mit Walter Ulbricht nach Deutschland zurück. Bis zu seiner überraschenden Flucht nach Jugoslawien im März 1949 war er im Zentralkomitee der KPD/SED mit der ideologischen Schulung der Parteifunktionäre betraut. In dieser Funktion lernte Leonhard viele der damaligen Repräsentanten der sowjetischen Besatzungszone und der späteren DDR persönlich kennen.
Es ist diese intime Kenntnis der inneren Mechanismen des Systems: Die Möglichkeit, sich in die Menschen der kommunistischen Welt hineinzudenken und die Fähigkeit, die für viele so rätselhafte ideologische Wortklauberei entziffern zu können, die sein Werk auszeichnen. Vieles, was dem Außenstehenden oft so unwahrscheinlich anmutet, erscheint dem früheren Funktionär „von drüben“ wie ein offenes Buch.
Diese Kenntnisse befähigen Leonhard, die Entwicklungen in der kommunistischen Welt objektiv zu analysieren. „Gleichermaßen entfernt von primitivem Antikommunismus und den Haßgefühlen, aber auch von Schönfärberei und Illusionen“, wie er 1990 anläßlich der Neuauflage von Die Revolution entläßt ihre Kinder schrieb. Es ist dieser unverfälschte Blick eines Insiders, der dem Buch jenes Maß an Authentizität und Glaubwürdigkeit verleiht, das es bis heute auszeichnet. –Stephan Fingerle
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1984
Ozeanien, eine von drei Supermächten, die die Welt untereinander aufgeteilt haben, stützt sein System auf eine Ideologie, die auf der Veränderlichkeit der Vergangenheit beruht. Im Ministerium für Wahrheit, das für die Verfälschung der Geschichte nach Parteilinie zuständig ist, arbeitet der 39jährige Winston Smith. Eine Liebesaffäre mit Julia, Technikerin an einer Romanschreibmaschine und Aktivistin der Anti-Sex-Liga, wird für Winston zu einem Akt des Widerstands gegen das System.
Trotz ständiger Überwachung durch die Gedankenpolizei können die beiden Liebenden sich heimlich in einem Zimmer in dem überwiegend “Proles” bewohnten Teil Londons treffen. Dort lernen sie auch den Widerstandskämpfer O´Brian kennen, der ihnen ein Buch von Emmanuel Goldstein gibt, dem Feind und Gegenstand des Volkshasses. Der Glaube, in ihrer Liebe innere Freiheit zu erlangen und durch die Lektüre des “geheimen Buches” das Wesen ihrer Gesellschaft verstanden zu haben, erweist sich als Trugschluß. Denn irgendwann gewinnt der “Große Bruder” auch Macht über Winston…
Orwells Roman über die Zerstörung des Menschen durch eine perfekte Staatsmaschinerie ist längst zu einer scheinbar nicht mehr erklärungsbedürftigen Metapher für totalitäre Verhältnisse geworden. In fast allen Weltsprachen übersetzt und mehrfach verfilmt, “hätte Orwell sein berühmtes Buch auch ’2000′ nennen können” (Münchner Merkur)
1984, George Orwell, Ullstein Verlag, ISBN 3-548-23410-0
Endzeittaumel – Propheten, Prognosen, Propaganda
Skeptisches Jahrbuch II
Unter allen Vorhersagen ist immerhin eine sicher: die Jahrtausendwende kommt! Ob die Erde damit zugleich ihrem Ende entgegen taumelt, untersuchen die Beiträge der zweiten Ausgabe des Skeptischen Jahrbuchs.
Kurzbeschreibung:
- Öko-Kollaps oder grenzenloses Wirtschaftswachstum
- Der Mythos vom Verlorenen Paradies
- Die Prophezeiungen des Nostradamus
- Die Apokalypse und weltliche Verschwörungstheorien
- Kometenregen & Planetenkonstellationen
- Lady Di im Netz der Verschwörungen
- Die Grenzen photographischer Beweise
- Kollektive Illusionen
Wissenschaft am Ende?
Herausgegeben von Michael Shermer, Benno Maidhof-Christig und Lee Traynor, ISBN 3932710118
Die Psychologie des Überzeugens
Leicht und häufig werden wir im täglichen Leben Opfer der Versuche anderer, uns – aus welchem Grund auch immer – in ihrem Sinne zu beeinflussen. Caldini, der “schon immer allen möglichen Leuten auf den Leim gegangen ist”, wollte wissen, wie das geht: Drei Jahre lang begab er sich – im Sinne einer teilnehmenden Beobachtung – unter die Profis, die “Überzeugungsstrategen”. Er liess sich für den Verkauf von Staubsaugern und Lexika trainieren und versuchte, als eine Art Spion herauszufinden, wie seine “Kollegen” es hinkriegen, den Leuten zu verkaufen, was die gar nicht brauchen, sich nicht leisten können oder schon mehrfach haben.
Das Buch ist eine Offenbarung für alle, die sich schon immer über ihre Leichtgläubigkeit geärgert haben. Doch Hand aufs Herz: Sind wir wirklich immer nur Opfer – und nicht manchmal auch Täter? Das Buch eignet sich zugleich als fundierter Begleittext für Vorlesungen, Übungen und Kurse im Bereich der Wirtschafts- und Sozialpsychologie.
Interessenten: Studenten der Psychologie, Soziologie, Politologie, Theologie und Wirtschaftswissenschaften; kritische Wähler und Konsumenten; alle, die nicht länger Opfer der Überredungskünste ihrer Mitmenschen sein wollen.
Ein Lehrbuch für alle, die ihren Mitmenschen und sich selbst auf die Schliche kommen wollen.
Robert B. Caldini, Verlag Hans Huber, 2004, ISBN 3-456-84053-5
Im Kampf für Gott – Fundamentalismus in Christentum, Judentum und Islam
Seit dem späten zwanzigsten Jahrhundert sieht sich die Welt mit dem Aufkommen fundamentalistischer Bewegungen konfrontiert, die die Vorherrschaft westlicher, säkularer Werte in Frage stellen und sich aggressiv und gewaltsam Gehör verschaffen – ob in Oklahoma City, Jerusalem, New York, Madrid oder anderswo. Fundamentalismus lässt sich heute in jeder großen Glaubenstradition beobachten. Es ist eine kampfbereite Form der Religiosität, die zu ignorieren wir uns nicht mehr leisten können.
Karen Armstrong untersucht drei Beispiele: protestantischen Fundamentalismus in den Vereinigten Staaten, jüdischen in Israel und islamischen im sunnitischen Ägypten und im schiitischen Iran. Dabei geht sie bis ins Jahr 1492 zurück, um zu zeigen, wie sich in Christentum, Judentum und Islam – parallel und in enger Verbindung miteinander – fundamentalistische Bewegungen als Reaktion auf die gravierenden Umwälzungen der Moderne entwickelten.
Der Fundamentalismus, so ihre zentrale These, ist keineswegs ein Rückfall ins Mittelalter, sondern in jeder Hinsicht ein Produkt der Moderne: in seinen Methoden, seinen Ursprüngen, seinen Zielen.
Karen Armstrong, Siedler Verlag, München 2004, ISBN 388680769X, Gebunden, 624 Seiten, 28,00 EUR
Wie man mit einem Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren
Geistvoll und bissig entlarvt der Wiener Philosoph Hubert Schleichert an Hand zahlreicher Beispiele die rhetorischen und argumentativen Tricks von Politikern, Dogmatikern und Fundamentalisten jeder Coleur.
Er zeigt, wie man die Schwachstellen ihrer Diskussionsweisen und Weltanschauungen nutzt, um in Streitgesprächen besser zu bestehen. Den Leser erwartet ein im besten Sinne aufklärerisches Buch, ein Lesevergnügen in Logik und Argumentationskunst.
Hubert Schleichert, Verlag Becksche Reihe, ISBN-Nr. 3-406-42144-X
Schöne neue Welt
Die “schöne neue Welt”, die Huxley in diesem Roman beschreibt, ist die Welt einer konsequent verwirklichten Wohlstandsgesellschaft “im Jahre 632 nach Ford”, einer Wohlstandsgesellschaft, in der alle Menschen am Luxus teilhaben, in der Unruhe, Elend und Krankheit überwunden, in der aber auch Freiheit, Religion, Kunst und Humanität auf der Strecke geblieben sind.
Eine totale Herrschaft garantiert ein enormes Glück. In dieser vollkommen “formierten” Gesellschaft erscheint jede Art von Idealismus als “asozial”, wird als “Wilder” betrachtet, wer – wie einer der rebellischen Außenseiter dieses Romans – für sich fordert: “Ich brauche keine Bequemlichkeit. Ich will Gott, ich will Poesie, ich will wirkliche Gefahren und Freiheit und Tugend. Ich will Sünde!”
Schöne neue Welt, Aldous Huxley, Fischer Taschenbücher, ISBN 3-596-20026-1
Grundformen der Angst
Wer kennt nicht die Angst vor zu enger Bindung und die Angst vor dem Verlassenwerden? Wer hat nicht Ansgt vor dem Ungewissen, aber auch Angst vor dem Endgültigen durchlebt? Riemann nennt sie die Grundformen der Angst und entwickelt daraus eine kleine Charakterkunde.
Fritz Riemann (1902-1979) war nach einem Studium der Psychologie und der Ausbildung zum Psychoanalytiker Mitbegründer des Instituts für psychologische Forschung und Psychotherapie in München (heute: Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie). “Grundformen der Angst” ist das berühmteste seiner Bücher.
Fritz Riemann, Ernst Reinhardt Verlag München Basel, ISBN 3-497-01749-3
Der Ruf des Gurus
Niemand geht mit dem Kopf in eine Sekte, immer mit dem Bauch. Deshalb wird es allerhöchste Zeit, dass die Experten der emotionalen Seite mehr Beachtung schenken. Es ist meine Überzeugung, dass niemand für Betroffene eine Hilfe sein kann, wenn er/sie nicht auf Betroffene hört und von ihnen lernt. Denn nur sie können mitteilen, was und wie ihnen im Kult geschehen ist.
Mit dem hier vorlgelegten Erlebnisbericht möchten Verlag und Autorin der Forschung und dem interessierten Leser einen weiteren authentischen Bericht einer Abhängigkeit, der Abhängigkeit von einem Psycho-Guru, vorlegen. Die Autorin zeichnet ein bedrückendes Bild von Abhängigkeit und läßt den Leser am schmerzlichen Prozeß der Lösung teilhaben.
Helke Helberg, Verlag IKS Garamond, ISBN 3-934601-65-0

