Der Tempel


Änderungen im Endowment Drucken E-Mail
Geschrieben von: EBI Sachsen e.V.   
Samstag, den 09. September 2006 um 15:46 Uhr

Im Laufe der Zeit hat sich das Endowment erheblich entwickelt. Dadurch wurde es zeitgemäß den Wünschen der Mitglieder angepasst. Bedeutung erlangen diese Änderungen durch die zentrale Stellung, die das Endowment in der Kirche einnimmt. Es sollen dabei immerhin die ewigen und unveränderlichen Wahrheiten Gottes vermittelt werden, die den Eintritt in seine Gegenwart ermöglichen sollen. Eine Veränderung des Lehrstoffes oder dessen Umfang ist daher bis hin zu den Satzzeichen von großem Interesse. Natürlich ist es schwierig, alle Veränderungen aufzudecken, da bereits bei Einführung des Endowments 1842 eine strenge Verpflichtung zur Geheimhaltung auferlegt wurde. Dass es jedoch solche Änderungen gab erkennt man bereits an der Länge der Endowmentsessionen. Bis zu neun Stunden dauerten sie, als sie in den Anfängen in einem Raum über Newel K. Whitney's Laden abgehalten wurden. In diesem Abschnitt soll jedoch nur auf die Unterschiede zwischen den Zeremonien von 1931, 1984 und der derzeit gültigen Fassung von 1990 eingegangen werden, die hier auch von jedem selbst überprüft werden können. Die letzten entscheidenden Änderungen fanden 1990 statt, einige andere konnten nicht genau datiert werden.

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Das Endowment Drucken E-Mail
Geschrieben von: EBI Sachsen e.V.   
Mittwoch, den 06. September 2006 um 13:27 Uhr

Das Endowment, was soviel wie Begabung bedeutet, ist das mormonische Geheimritual schlechthin. Bereits 1831 versprach Joseph Smith seinen Anhängern ein Endowment vom Himmel, doch erst elf Jahre später, und nicht einmal zwei Monate nachdem er den Meistergrad in der Freimaurerei erlangte, führte er diese Zeremonie ein. Seither hat sie sich erheblich entwickelt. Die letzte große inhaltliche Änderung fand 1990 statt, als viele unliebsame Stellen entfernt wurden. So gibt es heute mit Ausnahme des Salt Lake Tempels auch keine Live-Endowments mehr. Man geht beim Endowment sehr weitgehende Bündnisse mit dem Herrn ein, die man aber selbstverständlich mit der Kirche schließt. Dazu gehören das Gesetz der Reinheit und das Gesetz der Weihung.

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Der Tempelschein Drucken E-Mail
Geschrieben von: EBI Sachsen e.V.   
Mittwoch, den 06. September 2006 um 13:19 Uhr

Der Tempelschein (früher Tempelempfehlungsschein) ist die Voraussetzung, um einen Tempel betreten zu dürfen. Er wird am Eingang eines jeden Tempels von Hand kontrolliert. Um sicherzustellen, dass nur für ’würdig‘ erachtete Mitglieder Zutritt zu dem als heilig angesehenen und entsprechend geweihten Gebäude erlangen, sind für den Erhalt zwei Gespräche mit der Gemeinde- und Pfahlpräsidentschaft bzw. gleichrangigen Autoritäten erforderlich. Neue Mitglieder der Gemeinschaft müssen mindestens ein Jahr von ihrer Taufe an warten, um zum Würdigkeitsinterview zugelassen zu werden. Langjährige Mitglieder erhalten ihn selten vor einem Alter von 19 bzw. 21 Jahren (männlich bzw. weiblich), im allgemeinen kurz vor ihrer Mission oder ihrer Hochzeit im Tempel. Der Tempelschein bleibt von der Ausstellung an ein Jahr lang gültig, danach muss erneut ein Würdigkeitsinterview zur Erlangung eines Tempelscheins stattfinden. Die folgenden Anweisungen und Fragen sind die offiziellen Richtlinien, die die Gemeinschaft ihren örtlichen Führern für die Erteilung von Tempelscheinen an die Hand gibt.

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Die Vorverordnungen Drucken E-Mail
Geschrieben von: EBI Sachsen e.V.   
Dienstag, den 05. September 2006 um 20:04 Uhr

Der Name dieser Zeremonien ergibt sich aufgrund der Plazierung vor dem Erhalt des Endowments. Für Verstorbene werden die Verordnungen massenweise abgearbeitet. Die hier beschriebene Prozedur bezieht sich daher auf den Empfang durch Lebende.

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Das genealogische Werk (Familienforschung) Drucken E-Mail
Geschrieben von: EBI Sachsen e.V.   
Dienstag, den 05. September 2006 um 20:00 Uhr

Ahnenforschung wird in der Kirche ganz groß geschrieben, denn stellvertretende Arbeit für Verstorbene kann nur bei Kenntnis der Personen durchgeführt werden. Daher hat die Kirche die größte Namensammlung der Erde. Das erklärte Ziel ist es, einen möglichst kompletten Stammbaum der Menschheit zu erhalten. Längst haben Computer bei dieser Arbeit Einzug gehalten. Dennoch werden weiterhin alle Daten auch auf Mikrofilm festgehalten und gelagert. So sind auch schon Tausende deutsche Kirchenbücher in den Bergen um Salt Lake City archiviert. Dort unterhält die Kirche nämlich ein atombombensicheres Gewölbe für diesen Zweck.

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Die Waschung der Füße Drucken E-Mail
Geschrieben von: EBI Sachsen e.V.   
Mittwoch, den 06. September 2006 um 13:29 Uhr

Erste Erwähnung findet die Handlung am 27. Dezember 1832 in LuB 88:74,75, doch die Bedeutung, die Joseph Smith der Fußwaschung beimisst, tritt bei der ersten Anwendung auf einer Konferenz am 23. Januar 1833 zutage:

... wir kamen zu Waschung der Füße ... Ich sagte den Ältesten: Wie ich euch getan habe, so tut ihr mir; darum waschet einander die Füße; und mit der Kraft des Heiligen Geistes spreche ich sie alle rein vom Blut dieser Generation; aber wenn einer von ihnen absichtlich sündigen sollte, nachdem sie so gereinigt wurden und zu ewigem Leben gesiegelt wurden, sollen sie bis zum Tag der Erlösung in die Hände Satans übergeben werden...
HC 1:323,324

Danach wurde diese Zeremonie bekanntlich nur noch in Tempeln durchgeführt, so auch an Bischofschaften und Kollegiumspräsidenten. Heute wird sie nur noch an höchsten Kirchenführern vorgenommen, was auch ihre Unbekanntheit erklärt, wie es auch bei der Zweiten Salbung der Fall ist.

 
Der Neue Name Drucken E-Mail
Geschrieben von: EBI Sachsen e.V.   
Mittwoch, den 06. September 2006 um 13:23 Uhr

Über die Herkunft dieses Rituals ist schon viel spekuliert worden, aber ein klar umrissenes Konzept hat es bisher noch nicht gegeben. Sicher ist hingegen der heute propagierte Zweck – die Trennung der Würdigen von den Unwürdigen am Himmelstor. Damit ist dieses Ritual untrennbar mit dem Endowment verknüpft, das ebenfalls Wissen über die Eintrittsvoraussetzungen an der Pforte vermittelt.

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Die Tempelkleidung Drucken E-Mail
Geschrieben von: EBI Sachsen e.V.   
Dienstag, den 05. September 2006 um 20:07 Uhr

Dieser Abschnitt betrachtet die Kleiderordnung, wie sie mit dem Tempel verbunden ist und untergliedert sich daher in allgemeine Tempelkleidung, Garments und Zeremoniekleidung. Diese Kleiderordnung steht nicht ausdrücklich unter dem Geheimhaltungseid, dennoch fühlen sich die meisten Mitglieder verpflichtet, nicht darüber zu sprechen, da sie untrennbar mit den Zeremonien, insbesondere dem Endowment, verbunden ist.

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Totentaufe, Konfirmation und Priestertum Drucken E-Mail
Geschrieben von: EBI Sachsen e.V.   
Dienstag, den 05. September 2006 um 20:01 Uhr

Als Voraussetzung für die Rückkehr in Gottes Gegenwart wird die Taufe als unumgänglich angesehen. Deshalb muss die Taufe stellvertretend für alle Verstorbenen durchgeführt werden. Taufen in anderen Religionen werden nicht anerkannt. Das Sterbealter spielt keine Rolle. Die Verstorbenen haben dadurch die Möglichkeit, diese Taufe in der Geisterwelt anzuerkennen. Sie ist die erste stellvertretende Handlung für einen Verstorbenen im Tempel.

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Abenteuer im Tempel Drucken E-Mail
Geschrieben von: Richard Packham   
Dienstag, den 08. Mai 2001 um 01:00 Uhr

Dies ist ein Bericht über einen Ausflug zum Tempel, der vor kurzem stattgefunden hat: zwei Frauen und drei Männer haben in einem der großen Tempel der Heiligen der Letzten Tage an einer Endowmentsession teilgenommen. Das wäre nichts Ungewöhnliches, wenn, ja wenn diese Leute treue Mormonen wären. (Nur ein Mormone in gutem Stand bei den örtlichen Autoritäten darf an der Endowmentzeremonie teilnehmen.) Von dieser Gruppe war allerdings keiner ein glaubenstreuer Mormone. Einer der Männer ist zwar auf dem Papier noch Mitglied der Kirche (der Mormonen), aber die anderen vier haben die Kirche offiziell verlassen, und alle fünf gelten bei den Mormonen als „Abtrünnige“. Wie und warum haben sie nun diesen Ausflug unternommen? Es versteht sich wohl von selbst, dass die Identität dieser Personen sowie einige Details ihres Abenteuers vertraulich bleiben müssen. Ich kann dem Leser allerdings versichern, dass die Geschichte wahr ist und dass – bis auf die fiktiven Namen der Teilnehmer – alles authentisch ist.

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