| Problematiken bei der Kritik monotheistischer Religionen |
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| Geschrieben von: Sebastian Kilsbach |
| Montag, den 14. Juli 2008 um 14:41 Uhr |
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Seite 1 von 5 Einleitung: Eröffnung der speziellen ProblematikZiel dieses kleinen Aufsatzes ist es, all jenen eine gut gemeinte Warnung auf den Weg zu geben, die versucht sind, monotheistische Religionen zu kritisieren. Dabei geht es um keinen speziellen Kritikansatz. Faszinierenderweise kann man diesen Rat universell lesen, sind die Gegenstrategien, die Gläubige beim hitzigen Diskurs gerne entgegenschmettern, in der Regel ähnlich gestrickt. Normalerweise – und es ist mir bewusst, dass diese Worte einen hochstaplerischen Nachklang haben – müsste jedem Buch, jedem Aufsatz und jedem Versuch, monotheistische Religionen diskursiv anzugreifen, eine solche Warnung vorausgehen. Um Relation bemüht möchte ich daher vorweg schicken, dass die Kernthese meiner Schrift nichts weltbewegendes zu Tage fördert. In der Tat werden die von mir beschriebenen Taktiken und Verhaltensweisen der Gläubigen den meisten bekannt vorkommen. Dies wiederum liegt darin begründet, dass mit dem Wesen jener Strategie, die es zu beweisen gilt, das Wesen monotheistischer Religionen an sich erfasst ist. Ich spreche vom Charakter aller Glaubensrichtungen als axiomatisches Prinzip. Diesem Terminus muss eine Definition vorauseilen, da sie den zentralen Punkt der nachfolgenden Thesen darstellt. Ein axiomatisches System ist gegeben, alsbald Streitfragen auf Ebene der immanenten Welt stets mit argumentativen Verweisen auf eine Transzendenz ausgekontert werden, da diese verantwortlich für alles Irdische ist. Solche zirkulären Denkmuster sind zumeist religiös oder – so eine Lobby fehlt, die den Glauben einer Gruppe nicht als respektablen Maßstab darzustellen vermag – esoterisch veranlagt. Auch abergläubische Argumentationen verwenden in einem kleinen Rahmen Muster und Funktionen der in diesem Aufsatz dargestellten Taktik. Um diese in einer Weise zu beschreiben, auf dass sich die Problematik in ihrer ganzen Fülle offenbart, ist es dienlich, mit der Religion selbst zu beginnen. Der Grund: Religiöse Führer verfügen über eine weltliche Macht, die über die Taschenspielertricks der Astrologen und den Kinkerlitzchenfundus des Aberglaubens weit hinausgeht. Am Anfang steht nicht das Wort, sondern die Frage, was den Monotheismus ausmacht. Hierbei ist es nicht nötig, jede partikulare Einzelheit aus dem großen Detailpool einer einzelnen Religion aufzuzeigen. Es ist gerade von Nöten, eine grobe Zustandsbeschreibung der inneren Funktionalität des Glaubens zu verbildlichen, um deren Zirkulationscharakter offen zulegen. Ein scheinbares Paradoxon, das aufzulösen ich im weiteren Verlauf gewillt bin. Doch zunächst zum System selbst.
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