Abwärts in den Himmel

Packend und brisant - ein bemerkenswerter Roman: Schon als Kind gerät Gitte durch ihre Mutter unter den Einfluss der Zeugen Jehovas. Gitte erlebt schlimme Jahre. Alles, was Spaß macht, ist verboten - und auch der Familienfrieden zerbricht daran. Aber das Mädchen wehrt sich gegen die Zwänge und kämpft darum, sich aus den Fängen der Sekte zu befreien.

Gitte freut sich sehr, als im Nachbarhaus eine neue Familie einzieht. Aber bald ist sie enttäuscht, denn die gleichaltrige Ruth ist brav und langweilig und redet immer nur von der Bibel.

Gittes Mutter Elna dagegen drängt darauf, dass die Mädchen Freundinnen werden. Denn durch Ruths Eltern ist Elna unter den Einfluss der Zeugen Jehovas geraten und will auch Gitte in diese Richtung lenken. Von nun an ist alles verboten, was Spaß macht. Gitte muss mitkommen, wenn die Mutter Gebetsversammlungen besucht und mit dem Wachtturm von Haus zu Haus geht. Weihnachten wird nicht gefeiert und es gibt auch keine Geburtstagsgeschenke mehr. Am schlimmsten aber sind für Gitte die Lehren von Tod und Verdammnis, die Angst, wenn man >Sünden< begangen hat: denn die Dämonen lauern überall. Als sie älter wird, vermehren sich die Verbote noch: Sie darf sich weder schminken noch tanzen gehen und sich nur mit Jungen treffen, die zur Sekte gehören. Deshalb ist sie erleichtert, als sie den netten Alex kennen lernt; er ist nämlich ein sehr aktiver Zeuge Jehovas. Aber Gitte wird schnell eines besseren belehrt. Mit viel Einfühlungsvermögen und genauem Blick erzählt Anne-Grethe Dahms von dem Leidensweg eines jungen Mädchens, das es schließlich schafft, sich auf seinen eigenen Willen zu besinnen und sich von einer Glaubensgemeinschaft abzuwenden, die ihre Mitglieder bespitzelt und in ständiger Furcht leben lässt.

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